Hinweis*

haftpflichtversicherung-testStatistisch gesehen haben rund 83 % der deutschen Haushalte eine private Haftpflichtversicherung. Denn, wer anderen einen Schaden zufügt, muss die vollen Kosten aus eigener Tasche zahlen. Das kann der mit Rotwein ruinierte Teppich im Haus der Freunde sein, aber eben auch das gebrochene Bein, wenn ein Besucher über die Hauskatze stolpert.

Gerade Personenschäden kommen den Verursacher teuer zu stehen und erreichen – bei mehreren Beteiligten – schnell mal mehrere Millionen Euro. Daher ist eine Haftpflichtversicherung unverzichtbar, schließlich sichert sie ein existenzbedrohendes Risiko ab. Vor dem Hintergrund verwundert das schiere Überangebot bei Haftpflichtversicherungen kaum. Damit Kostenfallen umgangen werden, ist es für Interessenten unerlässlich, sich mit typischen Eckpfeilern und Grundbegriffen vor dem Haftpflichtvergleich vertraut zu machen.


Was ist das, eine Haftpflichtversicherung?

Haftpflichtversicherungen sind Schadensversicherungen, bei denen die Versicherung den Versicherungsnehmer gegen Schadenersatzansprüche versichert, die Dritte an ihn stellen. Etwa, weil er ihren Besitztümern oder ihnen selbst versehentlich oder aus Fahrlässigkeit einen Schaden zugefügt hat. Während private Haftpflichtversicherungen freiwillig sind, ist der Abschluss einer Haftpflichtpolice unter bestimmten Umständen verpflichtend.


Pflichtversicherung

haftpflichtversicherung-kostenBeispielsweise sind Halter eines inländischen Kraftfahrzeuges gesetzlich gezwungen, eine Versicherung zur Deckung von Personen-, Sach-, und Vermögensschäden Dritter abzuschließen, die durch den Fahrzeuggebrauch entstehen. Diese Kfz-Versicherung muss den Halter und den Fahrer absichern.

Gleiches gilt für Angehörige gewisser Berufe mit hohem Schadenpotenzial. Notare, Ärzte, Rechtsanwälte und Finanzanlageberater beispielsweise müssen für ihre Tätigkeit eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abschließen. Andernfalls dürfen sie gar nicht praktizieren.

Solche Versicherungspflichten erstrecken sich auf den Freizeitbereich: Jäger bekommen nur einen Jagdschein ausgestellt, wenn sie eine Jagdhaftpflichtversicherung nachweisen. Und einige Bundesländer haben eine gesetzliche Pflicht zur Versicherung der Hundehalterhaftpflicht eingeführt. Das ist notwendig, weil sich der Leistungsbereich einer herkömmlichen Privathaftpflichtversicherung selten auf Schäden erstreckt, die der geliebte Vierbeiner bei Dritten verursacht. Aus diesem Grund sei auch in anderen Gegenden Deutschlands lebenden Hundehaltern nahegelegt, eine Haftpflichtversicherung für ihren Hund abzuschließen.

Nahezu absurd fühlen sich Versicherungspflichten für Eigentümer gewisser Spielzeuge an: Erwirbt jemand eine Drohne und schickt sie auf einen unbeholfenen Jungfernflug, kommt es vor, dass dieser auf direktem Wege durch Nachbars Fensterscheibe führt oder einen Spaziergänger am Kopf verletzt. In beiden Fällen ist der Pilot an der Fernsteuerung zum Schadenersatz verpflichtet. Denn eine Drohne gilt laut Luftverkehrsgesetz als unbemanntes Luftfahrzeug und ihr Eigentümer ist zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für die Drohne verpflichtet.


Freiwillige Versicherung

haftpflichtversicherung-praemieEine private Haftpflichtversicherung abzuschließen, ist eine individuelle Entscheidung. Der Vertrag deckt alle Vermögens-, Personen-, und Sachschäden ab, die eine Person bei einer anderen Person (oder mehreren) verursacht.

Klassische Beispiele sind die Zerstörung einer fremden Vase, die Beschädigung eines fremden Smartphones oder eine versehentliche Körperverletzung. Dies stellt den wesentlichen Unterschied zwischen Hausrat- und Haftpflichtversicherung dar: Letztere ist immer drittbezogen. Die Hausratversicherung versichert Sachen im eigenen Haushalt, die zum Beispiel durch Blitzschlag, Wassereinbruch oder Diebstahl abhandenkommen oder beschädigt werden.

Die Haftpflichtversicherung im Privatbereich fungiert im Regelfall wie jede Haftpflichtversicherung als passive Rechtsschutzversicherung. Sie prüft im Versicherungsfall, ob Ansprüche der dritten Person der Höhe und dem Grunde nach gerechtfertigt sind. Verneint die Schadensabteilung ein Recht auf Schadenersatz, übernimmt das Unternehmen im Regelfall den Rechtsstreit und die weitere Kommunikation mit dem Gegner. Spezielle private Haftpflichtversicherungen gibt es unter anderem für Haus- und Grundstückseigentümer. Da sie eine potenzielle Gefahrenquelle unterhalten, haften sie für Schäden bei Dritten, die auf die Immobilie zurückzuführen sind.

Bestimmte Berufsgruppen sichern standardmäßig ihre Haftungsrisiken durch die Arbeitstätigkeit ab, obwohl sie gesetzlich nicht verpflichtet sind. Vertreter dieser Sparte sind beispielsweise die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung oder die D&O-Versicherung (Directors-&-Officers-Versicherung). Letztere bezeichnet eine Versicherung für Unternehmensorgane, z. B. Geschäftsführer, und deckt Vermögensschäden ab, die sie verursacht haben. Unternehmensführer entschieden sich zunehmend dafür, eine Betriebshaftpflichtversicherung abzuschließen, um Schäden bei Dritten zu kompensieren, die durch Angehörige des Unternehmens hervorgerufen wurden.

Einer gesonderten Haftpflichtversicherung für Arbeitnehmer bedarf es dann nicht. Besteht keine solche Betriebsversicherung oder fügt ein Arbeitnehmer einem anderen eine Verletzung zu, kommt es darauf an: Hat der Arbeitnehmer eine Betriebshaftpflichtversicherung, übernimmt diese in der Regel die Schadenersatzzahlung. Die private Haftpflichtversicherung springt, abhängig von den Leistungen des Anbieters, ebenfalls für Unfälle aus dem Berufsalltag ein.


Wozu eine Haftpflichtversicherung?

Die große Anzahl der Versicherungsverträge ist kein Zufall. Die Produkte, die eine Versicherungspflicht abdecken, machen den geringsten Anteil der Haftpflichtversicherungen aus. Der Großteil umfasst das, was der Name schon sagt: Die Versicherung der privaten Haftpflicht. Solche Haftungspflichten sind breit über das gesamte Zivilrecht gestreut. Die Hauptformen sind:

  • Gefährdungshaftung: Sie trifft vor allem Halter eines Fahrzeugs (Autoversicherung), Betreiber gefährlicher Einrichtungen (Sporthallen), Tierhalter und ähnliche Personen. Sie hat die Besonderheit, dass Schädiger verschuldensunabhängig haften. Allein die Unterhaltung des gefährlichen Gegenstandes genügt, um bei Schadensverursachung eine Ersatzpflicht auszulösen.
  • deliktische Haftung: Wer verschuldet, vorsätzlich oder fahrlässig, das Leben, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen in rechtswidriger Art und Weise verletzt, macht sich gegenüber dem Dritten schadenersatzpflichtig.
  • Haftung aus Vertrag: Parteien eines Schuldverhältnisses dürfen sich gegenseitig keinen Schaden zufügen, egal ob beim Kauf-, Werk-, oder Dienstvertrag. Das Gesetz ist hier streng. Der Schadensverursacher, der überhaupt keine Schuld hat, muss dies im Rechtsstreit selbst beweisen.

Keine Haftpflichtversicherung – wer zahlt?

Hat der Verursacher des Schadens keine Haftpflichtversicherung, zahlt er vollumfänglich selbst. Vor allem bei Personenverletzungen sind lebenslange Schmerzensgeldrenten und hohe Ersatzzahlungen üblich, da kommen rasch mehrere Millionen Euro zusammen. Ist der Schädiger zusätzlich zahlungsunfähig, bleibt der Verletzte auf den Kosten sitzen. Hat er eine gute Haftpflichtversicherung, übernimmt diese ausnahmsweise den Schaden, im Vertrag wird dies unter der Bezeichnung Forderungsausfallrisiko geregelt. Falls dessen Police ebenfalls nicht greift, führt das im Extremfall zum finanziellen Ruin sowohl des Schädigers als auch des Geschädigten. Schon deshalb gehört der Besitz einer privaten Haftpflichtversicherung längst zum guten Ton in der Gesellschaft.


Was kostet eine private Haftpflichtversicherung?

haftpflichtversicherung-vergleichenDie Beiträge unterscheiden sich nach Tarif und sind von mehreren Faktoren abhängig. Meistens werden die Prämien einmal im Jahr bezahlt, die Spanne für einen Einzeltarif liegt zwischen 25 und 158 Euro. Folgende Aspekte haben Einfluss auf die Haftpflichtversicherungskosten:

  • Zahlungsrhythmus: Je kürzer die Zeitabstände zwischen den Beitragszahlungen sind, desto höher sind Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren des Versicherers, die daher meistens auf die Kunden umgelegt werden. Versicherungsnehmer entscheiden sich bei entsprechender Wahlmöglichkeit bestenfalls für eine jährliche Beitragszahlung, um diese Zusatzkosten zu sparen.
  • Selbstbeteiligung: Die meisten Unternehmen verlangen pro Schadensfall die Zahlung einer Selbstbeteiligung aus eigener Tasche. Generell gilt: Eine hohe Selbstbeteiligung senkt den Versicherungsbeitrag. Einige Versicherte stellen verschiedene Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Andere verlangen sie gar nicht, lassen sich das im Gegenzug durch hohe Beiträge bezahlen. Die meisten Selbstbehalte liegen zwischen 100 und 200 Euro pro gemeldetem Schaden.
  • Deckungssumme: Sie übt einen wesentlichen Einfluss auf die Versicherungskosten aus. Schadenersatzzahlungen in Millionenhöhe entziehen sich der Vorstellungskraft potenzieller Versicherungsnehmer. Sie neigen dazu, mit zu geringem Versicherungsumfang zu liebäugeln. Das Gespür für die gängigen Summen bekommen Interessenten durch Vergleich der Versicherer nach ihren Höchstbeträgen:
  • Haftpflichtversicherung HUK-Coburg: Als einer der größten Anbieter für Privathaftpflichtversicherungen versichert HUK-Coburg Summen von bis zu 50 Millionen Euro. Dafür verlangt die Haftpflichtversicherung der HUK allerdings vergleichsweise hohe Beiträge und eine umfangreiche Selbstbeteiligung (250 Euro).
  • Haftpflichtversicherung der Allianz: Die Tarife der Allianz haben Deckungssummen zwischen 6 und 30 Millionen Euro. Bei einer Selbstbeteiligung von 150 Euro kostet der Schutz im Einzeltarif jährlich zwischen 49 und 67 Euro. Und die Autoversicherung der Allianz bietet die höchste Deckungssumme: 100 Millionen Euro.
  • Haftpflichtversicherung der AXA: Sie bietet ebenfalls hohe Versicherungssummen bis 60 Millionen Euro. Mit einer Deckungssumme von 5 Millionen Euro liegt der günstige Grundsicherungstarif jedoch deutlich niedriger.
  • Haftpflichtversicherung des ADAC: Hier teilt der Versicherer zunächst jedem Einzelversicherungsfall eine Deckungssumme zu: Abhängig von den gewählten Tarifen sind Maximalbeträge in Höhe von 5 Millionen Euro (Basis) oder 10 Millionen Euro (Exklusiv) abgesichert. Die Höchstersatzleistung pro Versicherungsjahr für alle Schadensfälle beträgt 10 Millionen Euro (Basis) oder 20 Millionen Euro (Exklusiv).
  • Vertragslaufzeit: Die Versicherungen ziehen große Vorteile aus möglichst langen Vertragsbindungen. Sie belohnen lange Laufzeiten mit niedrigeren Beiträgen. Meist liegen die Bindungszeiträume zwischen einem und drei Jahren.
  • Versicherte Personen: Maßgeblich ist, wie viele Personen durch den Vertrag geschützt sind. Viele Haftpflichtversicherer bieten Familien- oder Paarversicherungen an. Sie sind in der Gesamtheit billiger als der Abschluss mehrerer Einzelpolicen.
  • Die weiße Weste: Das finanzielle Interesse der Unternehmen liegt darin, möglichst viele Beiträge zu kassieren und wenige Schäden tatsächlich zahlen zu müssen. Ihre Risikoprognosen machen sie anhand von Erfahrungswerten fest. Der Versicherungsnehmer, der überhaupt nie auf eine Versicherungszahlung angewiesen war, ist ihnen lieber als derjenige, der monatlich Schäden meldet. Aus diesem Grund belohnen sie den Nachweis einer schadenfreien Vorversicherung manchmal mit Rabatten.

Haftpflichtversicherungsvergleich – worauf achten?

Bevor Interessenten eine Haftpflichtversicherung abschließen, gilt es, die Tarife anhand persönlicher Kriterien zu vergleichen. Das Auge fällt naturgemäß zuerst auf den niedrigsten Preis. Wer stur die Vertragsunterlagen des günstigsten Versicherers bestellt, gerät eventuell in eine Kostenfalle. Potenzielle Kunden für eine private Haftpflichtversicherung haben im Vergleich zu anderen Branchen eine große Anbieterauswahl zur Verfügung. Um diese richtig zu nutzen, empfiehlt es sich, nach folgenden Kriterien Ausschau zu halten.

Wer ist zu versichern?

Sowohl die Anzahl als auch die Art der Versicherungsnehmer haben Einfluss auf den monatlichen Beitrag. Es gibt beispielsweise Spezialtarife für Studenten-Haftpflichtversicherungen, die im herkömmlichen Privathaftpflichtversicherungsvergleich gar nicht gelistet sind. Während einige Versicherer in Einzelpolicen unschlagbar sind, ist die Haftpflichtversicherung für Familien das Steckenpferd anderer. Soll in die Haftpflichtversicherung ein Kind aufgenommen werden, eignet sich unter Umständen ein Einzeltarif, bei dem ohnehin eine weitere Wahlperson (oder Kinder) mitversichert ist (sind).

Auswahl der Tarife

Vergleichsportale, wie Verivox oder Check24, eigenen sich zwar grundsätzlich zum Privathaftpflichtvergleich. Sie sind jedoch stets nach ihrer aktuellen Marktabdeckung zu überprüfen. Das Anbieterfeld befindet sich im dynamischen Wandel; neue Unternehmen überzeugen häufig mit neuen und günstigen Tarifen und Serviceleistungen. Um das individuell beste Angebot nicht zu verpassen, erweitern Interessenten ihre Suche idealerweise auf mehrere Portale.

Auf dem neusten Stand

Der technologische Wandel macht vor Drittschäden keinen Halt. Nahezu jede technische Neuerung ist mit weiteren Risiken für Dritte verbunden. Gute Versicherungen beinhalten daher die Deckung solcher Neuzeitrisiken, zum Beispiel Drittschäden durch Computer-Viren auf dem eigenen Datenträger oder die Verursachung fremder Softwareschäden durch Fehlbedienung.

Mindestdeckungssumme

Stiftung Warentest empfiehlt, Angebote nur ab einer Mindestdeckungssumme in Höhe von 3 Millionen zu vergleichen. Tatsächlich wählen Interessenten besser einen Betrag, der darüber hinausgeht. Die großen Unternehmen bewegen sich bei Summen zwischen 5 und 60 Millionen Euro.

Auslandsschäden

Vielreisende und Grenzgänger haben ein erhöhtes Risiko, dass sie Personen im Ausland schädigen. Entfernung und Sprachhindernisse wirken sich erschwerend auf die Regulierung der Schäden aus. Es eignet sich deswegen eine Haftpflichtversicherung, die Auslandsschäden reguliert. Nur wenige Unternehmen weiten im privaten Bereich ihre Policen dahingehend aus. Wer die EU für einen längeren Zeitraum verlässt, kommt meist um den Abschluss einer Extra-Versicherung nicht herum.

Leistungsumfang

Das Spektrum der Anbieter ist breit, was Service und Leistungsbreite angeht. Ein gutes Unternehmen bietet seinen Vertragspartnern die für den Preis maximal mögliche Sicherung. Dazu gehört eine Forderungsausfalldeckung. Fügt ein Dritter dem Versicherungsnehmer einmal Schaden zu, so tritt die eigene Haftpflichtversicherung dafür ein, falls der Verursacher nicht haftpflichtversichert ist. Daneben empfehlen sich folgende Leistungen:

  • Schutz bei privatem oder beruflichem Schlüsselverlust
  • Deckung von Mietsachschäden
  • Schadensübernahme bei geliehenen Gegenständen
  • Deckung bei Gefälligkeitsverhältnissen (zum Beispiel, wenn der Versicherte beim Umzug eines Freundes hilft und dessen Fernseher fallenlässt).
  • Optional: Bestleistungsgarantie, der Versicherer zahlt den Schaden, der in den Bedingungen eigentlich nicht vorhanden ist und den ein anderer Anbieter nachweislich abdeckt.

Ausschlussklauseln

Sie sind üblich bei jedem Versicherungsvertrag. Dennoch locken sehr günstige Versicherer mit einem unschlagbaren Preis, sorgen dann im Kleingedruckten dafür, dass der Versicherungsfall nie eintreten wird. Andere Klauseln sind hingegen Standard. Ein seriöser Vertrag enthält folgende Bedingungen und geht nicht im Übermaß über sie hinaus:

  • kein Deckungsschutz, wenn der Schaden durch Vorsatz herbeigeführt wurde (grobe Fahrlässigkeit darf nicht ausgeschlossen sein);
  • Ausschluss des Schadensausgleichs zwischen Familienangehörigen im selben Haushalt;
  • Ausschluss des Versicherungsschutzes zwischen zwei Personen aus demselben Versicherungsvertrag;
  • keine Deckung von Schäden an der Umwelt, durch Strahlen oder durch Asbest;
  • keine Übernahme von Schäden aus Kaufmanns- und Spekulationsgeschäften.

Haftpflichtversicherung kündigen

Die meisten Verträge enthalten eine dreimonatige Kündigungsfrist vor dem Ablaufdatum des Versicherungszeitraumes. Darüber hinaus hat die Versicherung nach Schadensfällen die Möglichkeit, dem Kunden den Vertrag zu kündigen. Nur in Ausnahmefällen darf ein Versicherungsnehmer außerordentlich kündigen. Möglich ist das beispielsweise, wenn das Unternehmen während der Laufzeit die Beiträge erhöht, ohne gleichzeitig die Leistungen anzupassen.

Denkbar sind weitere Regelungen im Individualvertrag, wonach die Haftpflichtversicherung kündigen darf. Solche Sonderkündigungsrechte stehen im Kleingedruckten. Interessenten machen sich am besten vor Vertragsabschluss mit diesen vertraut, damit sie im Ernstfall keine böse Überraschung erleben.

Kundenmeinungen ansehen

Diese geben Aufschluss über tatsächliche Erfahrungen anderer Kunden. Gerade eine Haftpflichtversicherung muss in der Lage sein, das Bedürfnis nach Sorglosigkeit im Alltag zu befriedigen. Eine sehr hohe Beschwerderate bezogen auf einen Anbieter zeigt genau das Gegenteil.

Haftpflichtversicherung und Steuerzahler

Steuerzahler dürfen die gezahlten Beiträge zur privaten Haftpflichtversicherung absetzen. Das Gesetz ordnet sie als sogenannte Vorsorgeaufwendungen ein, die in der Steuererklärung an entsprechender Stelle einzutragen sind. Gleiches gilt für viele andere Haftpflichttypen. Die Einreichung der Versicherungsverträge und der Kontoauszüge ist in den meisten Fällen als Nachweis ausreichend. Für Angestellte sind Vorsorgeaufwendungen bis zur Höchstgrenze von 1900 Euro absetzbar. Jedoch wird dieser Betrag häufig durch Kosten für Kranken- und Pflegeversicherungen zum Großteil in Anspruch genommen. Ist er bereits aufgebraucht, erwartet den Steuerzahler keine weitere Auszahlung.


Fazit: Ein großer Markt hat viele schwarze Schafe

haftpflichtversicherung-handyEine günstige Haftpflichtversicherung zu finden ist manchmal kein einfaches Unterfangen. Zahlreiche Angebote, Spezialtarife und mehrseitige Verträge erschweren den Vergleich der Haftpflichtversicherung. Da sie den wichtigsten Versicherungszweig überhaupt darstellt, bietet sich an, genügend Zeit vor Vertragsabschluss für den Vergleich einzuplanen. Die durch die Portale ausgeworfenen Beitragsberechnungen stellen noch kein verbindliches Angebot des Versicherers da.

Wer sinnvoll vergleichen will, holt sich daher im besten Fall mehrere konkrete Vertragsangebote auf den Tisch. Erst dann geben die Versicherer einen konkreten Preis bekannt und der Spielraum für Rabattverhandlungen eröffnet sich. Zwar bedeutet das einen geringen Mehraufwand gegenüber der reinen Onlinesuche.

Dieser offenbart den Interessenten das tatsächlich günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wachsamkeit ist geboten bei den Versicherungsbedingungen. Ein günstiger Haftpflichtversicherer mag auf den zweiten Blick versteckte Kostenfallen haben. Vor allem unseriöse Anbieter versuchen, mit Niedrigpreisen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Durch winzig gedruckte Ausschlussklauseln entziehen sie sich aber der Pflicht zur Schadensregulierung in bestimmten Fällen.

Die Empfehlung für Interessenten lautet: Geringe Preise genau prüfen! Dennoch gibt es im Niedrigpreissegment zahlreiche Anbieter, die mit ausgezeichneten Leistungen, hohen Deckungssummen und geringen Beschwerderaten überzeugen.

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