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versicherung-testenVersicherungen dienen der finanziellen Absicherung und sind darum wichtig. Im Schadensfall springt die Versicherung in die Bresche und übernimmt die Kosten. Für diese Leistung zahlt der Versicherte eine regelmäßige Prämie. In Deutschland kann beinah jedes Risiko versichert werden, von der unverzichtbaren Kranken- und Haftpflichtversicherung bis hin zur Oldtimer-, Hausrat- oder Motorradversicherung. Der Markt ist riesig, in jedem Bereich gibt es unzählige Anbieter und Tarife.

Doch ist die teuerste Versicherung automatisch die beste? Was sollte der Vertrag überhaupt beinhalten? Und wo besteht Sparpotenzial, ohne an Sicherheit einbüßen zu müssen? Alle diese Fragen beantwortet der Versicherungsvergleich. Das ist ein nützliches Tool, mit dessen Hilfe Interessierte alle wesentlichen Versicherungen einander gegenüberstellen, die zentralen Merkmale, Vorteile und natürlich die Preise vergleichen und auf dieser Grundlage eine fundierte Entscheidung treffen können.


Warum sind Versicherungen wichtig?

Versicherungen beruhen auf dem Prinzip, dass die Gemeinschaft die finanziellen Risiken der einzelnen Versicherungsnehmer trägt. Alle Versicherten zahlen in einen gemeinsamen Topf ein und wer einen Schaden hat, kann daraus Geld entnehmen, um es vereinfacht darzustellen. Das funktioniert, weil statistisch gesehen höchstens ein kleiner Teil der Versicherten tatsächlich einen Versicherungsfall melden wird. Zudem kann die Höhe des Schadens berechnet werden und daraus wiederum kann ermittelt werden, wie viel Geld jedes Mitglied des Kollektivs einzahlen muss. Dafür gibt es einen eigenen Bereich der Mathematik, nämlich die Versicherungsmathematik.

Im Grunde ist eine Versicherung nichts anderes als eine Wette: Der Versicherte wettet, dass er einen Schaden erleiden wird, und die Gesellschaft hält dagegen. Tritt der entsprechende Schaden ein, gewinnt der Versicherte und erhält eine zuvor vereinbarte Summe. Zahlt er regelmäßig seine Beiträge, ohne dass jemals ein Versicherungsfall eintritt, hat die Versicherung die Nase vorn. Denn das ist der Haken an der Sache, niemand weiß, wie die Wette ausgehen wird. Schließlich kann keiner von uns in die Zukunft stehen.

Häufig versicherte Risiken sind Krankheiten und Verletzungen (Krankenversicherung), unabsichtliche Schäden am Hab und Gut oder den Körpern anderer Menschen (Haftpflichtversicherung) oder Beschädigungen, die versehentlich mit dem eigenen Auto verursacht wurden (Kfz-Versicherung). Eine schwere Krankheit oder ein Unfall mit Verletzten oder gar Toten würde einen Menschen und wahrscheinlich auch seine Familie ziemlich sicher in den finanziellen Ruin stürzen, wenn er alle Kosten allein tragen müsste. Darum sind Versicherungen wichtig oder sogar verpflichtend. Es gibt des Weiteren verzichtbare Versicherungen, beispielsweise braucht jemand, der gesunde Zähne hat, nicht unbedingt eine Zahnzusatzversicherung. Solche Risiken können notfalls mithilfe von Ersparnissen getragen werden.


Was ist ein Versicherungsvertrag?

versicherung-reiseIm Versicherungsvertrag steht ganz genau, welche Schäden inbegriffen sind und bis zu welcher Summe. Bei Unfällen während Naturkatastrophen kann es zum Beispiel vorkommen, dass Kosten bei Überschwemmungen zwar von der Versicherung übernommen werden und ein Blitzeinschlag nicht. Verbrauchern sei geraten, auf die genauen Formulierungen zu achten. Beispielsweise besteht bei der Reisekrankenversicherung ein himmelweiter Unterschied zwischen einem „medizinisch notwendigen“ und einem „medizinisch sinnvollen“ Rücktransport. Fast dasselbe, könnte man meinen, doch im ersten Fall wird der erkrankte oder verletzte Urlauber ausschließlich dann heimgeholt, wenn er an seinem Ferienort nicht medizinisch versorgt werden kann und um zweiten Fall darf er nach Hause, sofern ein Mediziner es für sinnvoll hält. Selbstverständlich ist die letztere Variante unbedingt zu bevorzugen.

Im Vertrag steht noch mehr. Er gibt darüber Aufschluss, für welche Dauer die Versicherung abgeschlossen ist und wie lang die Kündigungsfrist ist. Oft läuft so ein Vertrag über mehrere Jahre. Gezahlt wird jährlich, halbjährlich oder monatlich. Versicherer sollten rechtzeitig daran denken, das Versicherungsverhältnis zu erneuern oder im Bedarf einzelne Punkte hinzuzubuchen. Nur auf diese Weise sind sie im Schadensfall tatsächlich ausreichend abgedeckt und können von Kostenübernahmen profitieren. Gleichzeitig ist es wichtig, eine nicht mehr benötigte Police rechtzeitig zu kündigen, um sinnlose Ausgaben zu vermeiden.

Wichtig ist, darauf zu achten, wie hoch der Selbstbehalt ist. In manchen Tarifen muss der Versicherungsnehmer nämlich geringe Schäden aus eigener Tasche zahlen und zu teureren Versicherungsfällen einen bestimmten Betrag beisteuern. Im Gegenzug fällt dafür die Prämie etwas niedriger aus. Andersherum ist es so, dass Versicherte, die keinen Selbstbehalt wünschen, einen höheren Versicherungsbeitrag zu leisten haben.


Wer braucht eine Versicherung?

Manche Versicherungen sind verpflichtend, etwa die Sozialversicherung, in die Arbeitgeber und Beschäftigte einzahlen. Außerdem muss jeder, der ein Auto besitzt, eine Kfz-Versicherung abschließen, die für Unfallschäden aufkommt und damit eher dem Schutz Dritter dient. Weitere Pflichtversicherungen in Deutschland sind die Jagdhaftpflichtversicherung für Personen mit Jagdschein und die Berufshaftpflichtversicherung, die Angehörige bestimmter Berufsgruppen wie Ärzte, Steuerberater, Architekten oder Rechtsanwälte abschließen müssen, also alle, die beispielsweise durch eine Fehlberatung einen hohen (Vermögens-)Schaden anrichten könnten. Je nach Bundesland ist auch eine Hundehaftpflichtversicherung verpflichtend, Hundehalter informieren sich daher bereits bevor sie ihren neuen Welpen vom Tierheim abholen, um möglichen Bußgeldern zu entgehen. Denn an einigen Orten gilt diese Pflicht für sämtliche Hunde, an anderen nur für sogenannte gefährliche Rassen.

Daneben gibt es zahlreiche Versicherungen, die dringend zu empfehlen sind. Hauptsächlich solche, mit denen sich Versicherte gegen hohe finanzielle Schäden schützen. Nummer 1 ist natürlich die Krankenversicherung. Jeder kann sich seine Krankenkasse nach Belieben aussuchen, wobei die gesetzlichen Krankenkassen niemanden ablehnen dürfen. Angestellte teilen sich die Beiträge mit ihren Arbeitgebern, Selbstständige zahlen die Prämie in voller Höhe, häufig gibt es für sie spezielle Tarife. Die Krankenkasse übernimmt alle Kosten für ärztliche Behandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente, Impfungen und ist daher unabdingbar.

Weiterhin gibt es die folgenden Versicherungen:

  • Rechtsschutzversicherung (trägt Kosten, die im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit anfallen);
  • Hausratversicherung (ist eine Sachversicherung, die sämtliche Besitztümer gegen Verlust oder Beschädigung versichert);
  • Unfallversicherung (zahlt, wenn sich der Versicherte in Folge eines Unfalls verletzt, dauerhaft behindert ist oder stirbt);
  • Krankentagegeldversicherung (schützt ihre Mitglieder gegen Einkommensausfall bei längerer Krankheit, vor allem für Freiberufler und Selbstständige empfehlenswert);
  • Oldtimer-Versicherung (eine Sachversicherung für wertvolle alte Autos);
  • Versicherung für Katzen (zahlt die Tierarztkosten, wenn der Stubentiger krank wird oder sich verletzt);
  • Versicherung für E-Scooter (Haftpflichtversicherung, kommt für die Kosten von Schäden auf, die beim Führen eines E-Scooters oder E-Bikes verursacht wurden).

Natürlich sind viele dieser Policen spezifisch. Wer sein Wohnhaus etwa gegen Steinschlag absichern will und in einer flachen Region, wie im Norden Deutschlands wohnt, besitzt ein extrem niedriges, fast schon unwahrscheinliches Risiko, jemals seine Immobilie an herabfallende Felsen zu verlieren. In diesem Fall ist von einem entsprechenden Versicherungsvertrag eher abzuraten. Andererseits lohnt sich diese Zusatzversicherung für Besitzer eines Hauses in den Bergen.


Was ist ein Versicherungsvergleich?

versicherung-unfallEin Versicherungsvergleich hilft Menschen, die eine bestimmte Versicherung abschließen wollen oder müssen dabei, einen Tarif zu finden, der zu ihren individuellen Bedürfnissen passt. Sie können zunächst auswählen, was sie versichern möchten – ihr Auto, den Hund oder doch eine generelle Haftpflichtversicherung – und müssen dann noch einige zentrale Daten angeben. Beispielsweise richten sich die Prämienhöhen einer Kfz-Versicherung nach dem versicherten Wagen, sodass darüber genaue Informationen preiszugeben sind: Marke und Modell, Alter, voraussichtliche Nutzung und so weiter. Auf Basis dieser Daten wählt der Versicherungsvergleichsrechner dann alle passenden Tarife aus und präsentiert sie dem Suchenden in übersichtlicher Art und Weise. Neben der Höhe des monatlich oder jährlich zu zahlenden Beitrags sind die genauen Leistungen und versicherten Schäden von Interesse. Wer einen neuen Wagen hat, wird wahrscheinlich einen Tarif mit Vollkasko auswählen, bei einem älteren Gefährt genügt Teilkasko vollauf.

Ist ein passender Tarif gefunden, kann auf Wunsch sofort der Vertragsschluss erfolgen. Ein Klick auf „weiter“ leitet den Suchenden direkt zum Antragsformular. Ist das ausgefüllt und abgeschickt, muss die Prämie bezahlt werden. Anschließend treffen alle wichtigen Unterlagen per Post oder E-Mail ein und damit ist die Sache erledigt.

Und ab wann besteht dann der Versicherungsschutz? Das sollte ebenfalls im Vertrag stehen. Je nach Versicherung beginnt die Versicherung direkt mit der Antragstellung oder erst mit der Zahlung der Prämie. Bei einigen Tarifen gibt es eine Wartezeit, in der bestimmte Schäden nicht oder teilweise abgedeckt sind. Das ist zum Beispiel bei Tierkrankenversicherungen oder einer Zahnzusatzversicherung üblich. Unfallschäden werden für gewöhnlich innerhalb der Wartezeit und in voller Höhe erstattet.

Welcher Versicherungsvergleich ist empfehlenswert?

versicherung-autoversicherung-testDas Prinzip „One size fits all – eine Größe passt allen“ gilt im Versicherungsbereich nicht, zu individuell sind die einzelnen Bedürfnisse und Budgets. Und das ist auch bei Versicherungsvergleichen so. Denn der Markt ist riesig und nicht jeder Anbieter kann in seinen Vergleichen alle existierenden Tarife erfassen, das ist einfach nicht möglich. Darum ist der beste Versicherungsvergleich zunächst der, mit dem die gewünschte Versicherungsart – z. B. die Kfz-Versicherung – überhaupt inbegriffen ist. Bei solchen Standardversicherungen ist das in der Regel kein Problem, schwieriger wird es einen Vergleich spezifischer Tarife wie einer Drohnenversicherung zu finden.

Da nicht alle Vergleichsrechner mit allen Versicherungsgesellschaften zusammenarbeiten, kann es sinnvoll sein, mehrere Vergleiche mit unterschiedlichen Tools durchzuführen und die Ergebnisse ihrerseits zu vergleichen. Zudem lohnt es sich, direkt die Webseite der jeweiligen Versicherung aufzurufen und dort erneut die Leistungen und Bedingungen eines in die engere Wahl gezogenen Tarifs anzuschauen, um sicherzugehen, dass diese sich nicht inzwischen geändert haben.

Wichtig ist, sich nicht von Lockangeboten oder Versprechungen wie Amazongutscheinen o. Ä. blenden zu lassen. Und gerade bei komplexen Policen wie dem Wechsel in eine private Krankenkasse oder einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist es mitunter ratsam, sich zusätzlich zum Versicherungsvergleich von einer fachkundigen Person beraten zu lassen.


Was definiert den Versicherungsschutz?

Der Versicherungsschutz erstreckt sich meistens auf die Person, die den Versicherungsvertrag abgeschlossen hat. Je nach Tarif sind weitere Familienmitglieder, Tiere oder Gegenstände darin eingeschlossen.

Der Schutz wird vom Versicherungsunternehmen gewährt. An dieses richten die Versicherten sich im Schadensfall mit ihren Hauptforderungen. Oft werden Bedingungen in Verträgen vereinheitlicht, ohne potenzieller Autounfälle zu spezifizieren. Versicherungsnehmer sollten die Versicherungsbedingungen deshalb vor dem Abschluss detailliert durchlesen, um bestimmte Klauseln, die einen Ausschluss des Versicherten verhindern würden, nicht zu übersehen.


Wie werden Versicherungsformen eigentlich klassifiziert?

versicherung-preis-vergleichVon einer Sozialversicherung wird gesprochen, wenn es um die Absicherung im Sozialsystem geht und sie in den meisten Fällen vom Staat gesetzmäßig verankert ist. Dennoch haben Versicherungsnehmer in Teilen die Chance, ihren Anbieter frei zu wählen oder diesen zu wechseln. Eine Individualversicherung kommt bei persönlichen Risiken zum Zuge. Sie ist nicht gesetzlich verpflichtend, minimiert allerdings im Schadensfall die finanzielle Belastung des Versicherungsnehmers. Anders sind Sachversicherungen an Gegenstände gebunden, wie die persönlichen Besitztümer und Möbel in einem Haus oder einer Wohnung.

Kurzer Überblick über mögliche Versicherungsformen:

  • Sozialversicherung
  • Individualversicherung
  • Personenversicherung
  • Sachversicherung
  • Vermögensversicherung
  • Summenversicherung
  • Schadensversicherung

Ferner sind Versicherungsangebote in Personen- und in Nichtpersonenversicherungen gegliedert. Erstere umfassen Lebensversicherungen, Krankheiten sowie Pflege-, Krankheits- und Pflegezusatzversicherungen. Unfallversicherungen werden ebenfalls in solch eine Kategorie eingeordnet. Sachversicherungen und Vermögensversicherungen gelten als Nichtpersonenversicherungen und sorgen für eine Minimierung des Risikos bei Schäden, wie der Zerstörung eines teuren Kunstwerkes oder von kostspieligen Anschaffungen, wie einem Motorboot. Außerdem existieren als Versicherungsformen die sogenannten Summen- und Schadensversicherungen. Erstere zahlt eine exakte, im Voraus vereinbarte Summe aus, zum Beispiel bei Berufsunfähigkeit oder einer Risikolebensversicherung. Bei Schadensversicherungen ist die Leistungshöhe davon abhängig, wie teuer der Schaden ist. So wird bei einer Haftpflichtversicherung ein im Vertrag genauer definierter Wert (z. B. Reparaturkosten, Zeit- oder Wiederbeschaffungswert) ersetzt und keine pauschale Summe ausgezahlt.

Was sind passive und aktive Versicherungen?

Versicherungen für Schadensabsicherungen besitzen die Unterteilung in passiv und aktiv. Passive Ausführungen bieten Schutz, wenn gegenüber Dritten eine Beschädigung stattfindet. Als Beispiel würde die Versicherung eines Mietwagens dienen. Aktive Versicherungen kommen dann zum Einsatz, wenn es Sachen sind, die unmittelbar einen Schutz erhalten sollen. Etwa ein Wohnhaus (Wohngebäudeversicherung). Bei Versicherungen, die zu dieser Kategorie gehören, besteht häufig eine Unterversicherung. Bei Passivabsicherungen kann das Schadensmaß bis zur vollen Deckungssumme ausgeschöpft werden. Welche Version infrage kommt, hängt von individuellen Bedingungen ab.

Fazit zum Versicherungsvergleich

Versicherungen sind unverzichtbar, doch ihre Auswahl fällt oft schwer. Hilfe bieten Versicherungsvergleiche, in denen Verbraucher auf ihre Bedürfnisse oder zu ihren Umständen zugeschnittene Tarife übersichtlich präsentiert bekommen, deren Vor- und Nachteile, Leistungen und Kosten in Ruhe anschauen können und dann auf der Basis dieser Erkenntnisse ihre Wahl treffen. Es ist jedoch wichtig, vor dem Vertragsabschluss die Bedingungen genau durchzulesen und darauf zu achten, dass keine Ausschlussklauseln im Kleingedruckten enthalten sind. Sprich, wenn ein Schadensfall eintritt, möchte der Versicherte sicher sein, dass er finanzielle Unterstützung erhält. Schließlich zahlt er für diese Absicherung mehrere Monate oder sogar Jahre lang viel Geld. Wer sich beim Versicherungsvergleich geschickt anstellt und umfassend informiert, bevor er den Vertrag unterzeichnet, kann im Anschluss ruhig schlafen, denn wenn mal was passiert, ist für ihn gesorgt.

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