Prepaid-Kreditkarten funktionieren wie die gleichnamige Handykarte: Erst Geld aufladen, dann ausgeben. Sie sind üblicherweise ohne Bonitätsprüfung zu haben und ermöglichen ihren Inhabern die volle Kostenkontrolle. Abgesehen davon sind sie ganz normale, weltweit anerkannte Visa- oder Mastercard-Kreditkarten. Schauen wir uns näher an, wie aufladbare Kreditkarten funktionieren und was bei der Auswahl der besten Kreditkarte zu beachten ist.

Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?

Prepaid Kreditkarte VergleichDas Wort prepaid ist englisch und bedeutet vorausbezahlt. Eine Prepaid-Kreditkarte ist demzufolge eine vorausbezahlte Kreditkarte. Damit beschreibt der Name die Funktionsweise sehr gut: Es handelt sich nämlich um eine Bezahlkarte auf Guthabenbasis. Ihre Nutzer müssen erst Geld auf das Kreditkartenkonto überweisen, bevor sie darüber mit der Kreditkarte verfügen können.

Abgesehen davon handelt es sich um eine ganz normale Kreditkarte, die von den Kreditkartengesellschaften Visa oder Mastercard stammt und über Banken oder sekundäre Anbieter herausgegeben wird. (American Express bietet momentan kein Prepaidmodell an.) Sie dienen als sicheres Zahlungsmittel an allen entsprechenden Akzeptanzstellen und Bargeld kann mit ihnen an jedem Visa- oder Mastercard-Geldautomaten bezogen werden.

Vorteile

Da Inhaber einer Prepaid-Kreditkarte in Vorkasse gehen und die ausgebende Bank keinerlei finanzielles Risiko eingeht, wird bei diesem Produkt üblicherweise keine Bonitätsprüfung durchgeführt. Deshalb bewerben einige Anbieter es als „Kreditkarte ohne SCHUFA“. Sie sind ideal für Menschen, die aufgrund eines negativen Eintrags bei der Wirtschaftsauskunftei keine Kreditkarte bekommen, und verschaffen ihnen Zugang zum sicheren Bezahlen mit Kreditkarte oder zur Nutzung von Mobile-Payment-Methoden wie Apple Pay oder Google Pay.

Das Guthaben auf einer Prepaid-Visa- oder Mastercard ersetzt den Verfügungsrahmen. Es kann nur Geld ausgegeben werden, dass zuvor auf die Karte aufgeladen wurde. Damit erlauben Prepaid-Kreditkarten 100%ige Kostenkontrolle. Bei Karten mit anderen Abrechnungsmodellen wie Charge Cards oder Revolving Cards sammelt die Bank zunächst alle Umsätze, bis der Karteninhaber sein Kartensaldo einmal im Monat ausgleichen muss. Wer da nicht aufpasst und den Überblick verliert, gibt leicht mehr Geld aus, als er eigentlich hat und kann so unbedacht in die Schuldenfalle rutschen. Mit einer Prepaid-Karte ist das unmöglich. Menschen ohne festes Einkommen und alle, die die Unverbindlichkeit des Prinzips schätzen, können ebenfalls eine Prepaid-Kreditkarte beantragen.

Aus demselben Grund eignet sie sich gut für Jugendliche, die so relativ risikofrei den Umgang mit dem Plastikgeld üben können. Kein Wunder, dass bei vielen Jugendkonten eine kostenfreie Debit- oder Prepaid-Kreditkarte zum Leistungsumfang gehört. Prepaid-Kreditkarten sind für junge Nutzer ab 12 oder 14 Jahren erhältlich.

Der Verzicht auf die Bonitätsprüfung hat noch einen weiteren Vorteil: Er beschleunigt den Antragsprozess. Für gewöhnlich wird die Kreditkarte innerhalb weniger Tage verschickt.


Unterschiede zu regulären Kreditkarten

Prepaid Kreditkarte bestellenGrundsätzlich werden Prepaid-Kreditkarten an allen Akzeptanzstellen der jeweiligen Kreditkartengesellschaft angenommen. Einzig beim Mieten eines Hotelzimmers oder Leihwagens kann es zu Problemen kommen, weil ein Großteil der Hotels und Autovermietungen einzig echte Kreditkarten als Zahlungsmittel anerkennen. Der Grund: Sie reservieren im Kreditrahmen eine gewisse Summe als Pfand, die beim Auschecken oder der Rückgabe des unversehrten Wagens wieder freigegeben wird. Das geht mit Prepaid-Kreditkarten aber nicht (und mit Debit-Kreditkarten ebenso nicht), und zwar unabhängig vom darauf befindlichen Guthaben. Mittlerweile bieten Onlinereisebüros jedoch weitere Zahlungsmethoden an, sodass Inhaber einer Prepaid-Kreditkarte hier keine Abstriche machen müssen.

Fakt ist, dass Prepaid-Zahlkarten durch den fehlenden Kreditrahmen weniger flexibel sind und der Umgang mit ihnen etwas Planung erforderlich macht. Dabei ist zu bedenken, dass Aufladungen per Überweisung häufig einen bis zwei Bankarbeitstage in Anspruch nehmen, spontane Einkäufe mit der Kreditkarte am Wochenende sind nicht möglich, wenn das Guthaben alle ist. Dies kann als Einschränkung empfunden werden.

Unabhängig von Girokonten angebotenen Prepaid-Visa- oder Mastercards haben sie gelegentlich eine etwas verwirrende Kostenstruktur. Überhaupt fallen meistens höhere Gebühren an als bei regulären Kreditkarten, da die Bank kein Einkommen aus Zinsen hat. Hier gilt es, das Preisverzeichnis vor der Bestellung sorgfältig zu lesen, da dieses ungewöhnliche Entgelte – etwa für Inaktivität – enthalten kann.


Woran erkennt man eine Prepaid-Kreditkarte?

Die ersten Prepaid-Kreditkarten von Visa oder Mastercard waren leicht an der fehlenden Hochprägung und dem Aufdruck Electronic use only identifizierbar. Diese Kennzeichen wurden schlicht eingespart, was diesem Kreditkartentyp ein billiges Image einbrachte.

Ein Großteil der modernen, von Banken herausgegebenen Prepaid-Kreditkarten ist optisch nicht mehr von einer normalen Credit Card unterscheidbar. Und das, obwohl die Hochprägung – zumindest in Deutschland – verzichtbar geworden ist. Sie war dazu da, um mit einem analogen Lesegerät, dem sogenannten Imprinter oder Ritschratsch-Gerät, die relevanten Daten auf einen Papierbeleg durchzudrücken. Der Händler brachte den Beleg dann zu seiner Bank und die Kartenzahlung wurde mit zeitlicher Verzögerung abgewickelt. Heutzutage sind Imprinter selten geworden, ab und an können sie noch an abgelegenen Orten oder in Taxen angetroffen werden. Aus diesem Grund ist die Hochprägung überflüssig, gilt jedoch weiterhin als Qualitätsmerkmal einer Kreditkarte und symbolisiert damit eine gute Zahlungsmoral ihres Inhabers.

Die folgenden Angaben finden sich auf allen Kreditkarten, auch auf denen mit Prepaidmodell.

  • Die 16-stellige Kartennummer ist keine beliebige Abfolge von Ziffern, sondern ein hochkomplexes Gefüge. Ihre ersten sechs Ziffern bilden die Bank Identification Number (BIN). Sie beginnt bei Mastercards mit einer 51–55 und bei Visa-Karten stets mit einer 4. Die folgenden fünf bis sechs Zahlen stehen für die herausgebende Bank und verraten den Kartentyp, also ob es beispielsweise eine Partner- oder Firmenkreditkarte ist. Die letzte Zahl in der Kolonne ist eine Prüfziffer. Mit ihr kann festgestellt werden, ob eine Kreditkartennummer echt oder ausgedacht ist. Dafür wird der Luhn-Algorithmus
  • Vor- und Nachname des Inhabers stehen ebenfalls auf der Karte. Diese Angabe ist bei jeglichen Zahlungen mit der Kreditkarte wichtig, um Betrug zu vermeiden.
  • Wie alle Kreditkarten haben Prepaid-Kreditkarten ein Verfallsdatum. Sie sind bis zum letzten Tag des auf der Vorderseite angegebenen Monats gültig. Je nach Anbieter liegt dieser Termin ein bis fünf Jahre nach der Ausgabe.

Des Weiteren finden sich auf der Kreditkarte die Logos des Anbieters und der Kreditkartengesellschaft, in diesem Fall Visa oder Mastercard. Ein Wellensymbol zeigt an, ob die Prepaid-Kreditkarte mit Near Field Communication (NFC) ausgestattet ist und sich folglich zum kontaktlosen Bezahlen eignet. Auf ihrer Rückseite befindet sich ein Feld für die Unterschrift, außerdem ist dort der Card Validation Code (CVC) vermerkt, der beim Bezahlen im Internet abgefragt wird.


Für wen eignen sich Prepaid-Kreditkarten?

Prepaid-Kreditkarten stellen für bestimmte Personen eine gute Alternative zu echten Visa- oder Mastercards dar. Sie verschaffen Menschen Zugang zur Kreditkartenzahlweise, die einen Eintrag bei der SCHUFA haben oder die noch nicht volljährig sind. Genauso können Studierende, Rentner und Selbstständige sowie alle ohne regelmäßiges Einkommen problemlos eine Prepaid-Kreditkarte erhalten.

Des Weiteren eignen sie sich gut als Zweitkarte für einen Urlaub, auf der ein Notgroschen geparkt wird. Kommt die Hauptzahlkarte abhanden, verhindert das Guthaben auf der Prepaidkarte eine finanzielle Ausnahmesituation. Mitunter geben Menschen Prepaid-Visa- und Mastercards den Vorteil, weil sie die mit einer Revolving Card einhergehende Verantwortung abschreckend finden oder eine Kreditkarte ohne finanzielle Verpflichtungen haben möchten, um ab und an etwas im Internet zu bestellen. Mit den meisten Prepaidkarten ist Bezahlen in Euro kostenlos, während Transaktionen in anderen Währungen sowie Bargeldbezüge zumeist mit Gebühren einhergehen.

Wer sich in dieser Beschreibung nicht wiederfindet, kommt mit einer Charge Card, Debitkarte oder Revolving Card wahrscheinlich besser weg. Um die passende Kreditkarte zu finden, lohnt es sich, das Angebot der Hausbank in Augenschein zu nehmen und einen Kreditkartenvergleich zu nutzen.

Wie funktioniert eine Prepaid-Kreditkarte?

Prepaid-Kreditkarten funktionieren so: Erst werden sie mit Guthaben aufgeladen (welche Optionen es hierfür gibt, schauen wir uns gleich an), dann sind sie wie jede andere Kreditkarte verwendbar. Sie dient als Zahlungsmittel in Geschäften, an Automaten und in Onlineshop sowie dem Bargeldbezug. Das Guthabenvolumen stellt hierbei den begrenzenden Faktor dar. Ist es aufgebraucht, sind keine weiteren Verfügungen durchführbar, bis das Kartenkonto erneut aufgeladen wurde.

Im Grunde ist ihr Abrechnungsprinzip das genaue Gegenteil von dem einer Karte mit Kreditrahmen. Bei Letzterer wird nämlich erst eingekauft und später die Rechnung bezahlt.

Übrigens gibt es Wege, um eine Kreditkarte des Charge-Card-Typs in eine Prepaidkarte umzuwandeln. Hierfür muss das Limit im Onlinebanking oder durch einen Anruf beim Kundendienst auf null gesetzt werden. Bei der DKB-Visa-Karte ist das unkompliziert. Jetzt sind Transaktionen lediglich noch innerhalb des auf der Karte befindlichen Guthabens möglich.

Bezahlen

Kreditkarten sind als bargeldloses Zahlungsmittel in Millionen von Geschäften anerkannt. Weltweit. Moderne-Prepaidkarten besitzen beinah durchweg die NFC-Technologie, die kontaktloses Zahlen erlaubt. Der Kunde gibt die Karte nicht mehr aus der Hand, sondern hält sie in die unmittelbare Nähe des Lesegeräts, bis ein Signal ertönt. Mit Visa- oder Mastercards dürfen auf diese Weise Einkäufe bis zu einer Summe von 50 Euro ohne PIN-Eingabe oder Unterschrift beglichen werden. Diese Variante ist nicht nur sicher und schnell, sie ist auch hygienisch.

Falls die ausgebende Bank daran teilnimmt, kann die aufladbare Kreditkarte bei einem mobilen Zahlungsdienstleister wie Apple Pay oder Google Pay hinterlegt werden. Anschließend wird bequem mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt. Das ist an denselben Akzeptanzstellen möglich, die kontaktloses Bezahlen per Kreditkarte anbieten.

Kreditkarten gelten als eines der sichersten Zahlungsmittel im Internet und aufladbare Kreditkarten stellen diesbezüglich keine Ausnahme dar. Bei der Kaufabwicklung im Onlineshop wird Kreditkarte als Zahlweise ausgewählt. Anschließend sind die folgenden Daten in eine Eingabemaske einzutragen:

  • Kreditkartennummer
  • Name des Karteninhabers
  • Gültigkeit der Karte
  • CVC-Nummer

Falls der Händler an den 3D-Securemaßnahmen VisaSecure oder Mastercard Identity Check teilnimmt, muss der Käufer anschließend die Zahlung bestätigen, indem er z. B. eine TAN eingibt, die er zuvor in einer App generiert hat. Der genaue Ablauf hängt vom Kartenanbieter ab.

Geld abheben

Mit Prepaid-Kreditkarten kann wie mit allen Credit Cards überall auf der Welt Bargeld abgehoben werden, nämlich an Bankautomaten mit Visa- bzw. Mastercardlogo. Das ist praktisch, weil Reisende so leicht und zu einem guten Kurs Bares in der jeweiligen Landeswährung erhalten. Innerhalb Deutschlands können Karteninhaber an den Kassen einiger Supermärkte und am Schalter der ausgebenden Bank Cash bekommen. Allerdings ist das Geldabheben mit einer Prepaid-Kreditkarte teilweise recht kostspielig.


Wie kann man Prepaid-Kreditkarten aufladen?

Je nachdem, von welcher Bank oder welchem Anbieter die Prepaid-Kreditkarte stammt, gibt es unterschiedliche Varianten, um Guthaben aufzuladen. Am weitesten findet sicherlich die Überweisung Anwendung. IBAN und BIC sind beim ausgebenden Geldinstitut zu erfragen. Damit die Zahlung eindeutig zuordenbar ist, muss im Verwendungszweck die Kreditkartennummer stehen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass das Geld nicht umgehend auf dem Kreditkartenkonto landet, sondern mit einer Verzögerung von einem bis zwei Tagen. Falls Girokonto und Kreditkarte von derselben Bank stammen, geht die überwiesene Summe schneller auf dem Guthabenkonto ein. In diesem Fall kann eine Aufladung am Schalter oder SB-Terminal des entsprechenden Kreditinstituts stattfinden. Darüber hinaus ist es möglich, einen Dauerauftrag einzurichten, um jeden Monat seiner Prepaidkarte einen festen Betrag gutzuschreiben.

Schnellere Aufladungsmethoden per Giropay oder Sofortüberweisung können je nach Anbieter mit Gebühren verbunden sein. Wer die Paysafe-Mastercard besitzt, kann diese allein über Paysafe aufladen. Wer sich wundert, welche Prepaid-Kreditkarten die Aufladung via PayPal anbieten, muss leider enttäuscht werden: Diese Option ist bisher bei keiner Prepaidkarte verfügbar.

Abhängig von der ausgebenden Bank können Aufladungen limitiert sein. Wer eine Mastercard des Anbieters Viabuy hat, darf höchstens dreimal am Tag oder sechzigmal im Monat deren Guthaben aufstocken. Außerdem begrenzen einige Anbieter das maximale Guthaben, richten ein Transaktionslimit ein oder schränken gar die Gesamtsumme ein, die innerhalb eines Jahres auf die Kreditkarte aufladbar ist. Beispielsweise liegt das Jahreslimit bei der eben erwähnten Viabuy-Kreditkarte bei 15.000 Euro.

Wer prüfen möchte, wie viel Geld sich noch auf der Prepaid-Kreditkarte befindet, kann dies direkt im Onlinebanking tun. Denn ein Großteil der Anbieter von aufladbaren Visa- und Mastercards stellt ihren Kunden ein Nutzerkonto zur Verwaltung der Karte zur Verfügung. Ebenso wird die Abfrage in einer Banking-App immer beliebter. Inhaber einer Prepaid-Karte der Sparkasse können ihren Kontostand telefonisch erfragen.

Was kostet eine Prepaid-Kreditkarte?

Prepaid-Kreditkarten sind selten kostenlos. Falls auf eine Jahresgebühr verzichtet wird – z. B. bei der Black&White Mastercard – ist dafür eine einmalige, mit einem Kaufpreis vergleichbare Bereitstellungsgebühr zu entrichten. Neben den Kreditkarten-typischen Entgelten für Bargeldbezug im In- und Ausland oder Umsätze in Fremdwährungen können je nach Anbieter weitere Leistungen kostenpflichtig sein, etwa bestimmte Auflademethoden oder das Nichtbenutzen der Karte. Einen Überblick über mögliche Kosten, die durch die Benutzung einer Prepaid-Kreditkarte entstehen, soll die nachstehende Tabelle vermitteln, in der beispielhaft zwei Produkte vorgestellt werden.

 Viabuy Prepaid-MastercardBlack&White Mastercard
Anschaffungsgebühr69,90 €89,00 €
Jahresgebühr19,90 €0 €
Kontoführungsgebühr9,95 €1 pro Monat-
Bezahlen in Euro0 €0 €
Fremdwährungsentgelt2,75 %2,49 %
Bargeldauszahlung am Automaten5,00 €4,99 €
Aufladen per Überweisung0 €1 %, mind. 1,79 €
Aufladen per Giropay1,75 %1 %, mind 1,79 €
Bereitstellung der Zahlungsfunktion-1,99 € pro Monat2
Fehlgeschlagener Ladevorgang-9,99 €3
Verwaltung von Restguthaben nach Kartenschließung-1,99 €4 pro Monat
Guthabenerstattung-14,99 €
1 Ab dem 13. Monat nach Kontoeröffnung. Entfällt, wenn innerhalb der 12 vorangegangenen Monate mindestens eine Zahlung stattfand.

2 Entfällt, falls der Kunde in den sechs Monaten zuvor eine Zahlung mit der Karte getätigt hat.

3 Wird erhoben, wenn eine Aufladung die geltenden Limits über- oder unterschreitet.

4 Entfällt, falls sich kein Guthaben auf der Karte befindet oder der Kunde bis 30 Tage nach Kündigung einen Rücktauschantrag übermittelt.

Es zeigt sich, dass die Preisverzeichnisse vereinzelt einige ungewöhnliche Posten enthalten. Aus diesem Grund ist interessierten Verbrauchern anzuraten, sich vor einem Vertragsabschluss genau über die Entgelte des jeweiligen Produkts zu informieren.

Wo gibt es Prepaid-Kreditkarten zu kaufen?

Wer sich eine Prepaid-Kreditkarte zulegen möchte, kann diese im Internet bei verschiedenen Anbietern und Kreditinstituten kaufen oder in einer Bankfiliale beantragen. Wer ein Girokonto hat, findet unter Umständen bei seiner Hausbank eine günstige Prepaid-Visa- oder Mastercard.

Eine aufladbare Visa- oder Mastercard kann sich zulegen, wer ...

... mindestens 18 Jahre alt ist (Ausnahme: spezielle Produkte für Jugendliche, z. B. die Targobank-Prepaid-Kreditkarte),

... einen Wohnsitz in Deutschland und

... ein Girokonto bei einer deutschen Bank hat. Letzteres wird fürs Aufladen von Guthaben benötigt. Das ist von einem Fremdkonto mehrheitlich nicht gestattet, da hierfür der Inhaber von Konto und Karte identisch sein muss.

Die Bestellung einer Prepaid-Kreditkarte im Internet ist rasch erledigt, wobei der exakte Ablauf vom Anbieter abhängt. In der Regel ähnelt sich der Prozess einer Kontoeröffnung, obwohl weniger persönliche Daten abgefragt werden. Beispielsweise müssen Antragsteller üblicherweise keine Angaben zu ihrem Einkommen machen.

Bei der Antragstellung findet meistens eine Identitätsprüfung statt, in deren Rahmen bei der Post oder in einem Onlineshop das Personaldokument geprüft wird. Ferner gibt es Anbieter, die zunächst darauf verzichten und ihre Kunden unterschiedlichen Identifikationsstufen zuordnen. Noch nicht authentifizierte Neukunden haben beispielsweise ein stärker beschränktes Aufladelimit, das sie erst durch Teilnahme am Videoident-Verfahren erweitern können. Der Anbieter Viabuy hat sogar drei Level. Kunden, die sehr hohe Summen auf ihre Kreditkarte laden wollen, müssen zuvor einen Nachweis für die Herkunft des Geldes liefern.


Welche Prepaid-Kreditkarte ist zu empfehlen?

Wie bei so vielen Dingen kommt es bei der Wahl der besten Prepaid-Kreditkarte darauf an, wofür diese genutzt werden soll. Allerdings ist die Auswahl deutlicher kleiner, was die Suche nach der idealen Kreditkarte ohne SCHUFA nicht unbedingt erleichtert.

Wer mit der Kreditkarte vor allem seine alltäglichen Einkäufe bezahlen möchte, sucht sich ein Produkt mit niedriger Jahresgebühr, denn bargeldlose Transaktionen in Euro sind mit den meisten Karten kostenlos. Fürs Shoppen im Internet oder um Apple Pay, Google Pay oder einen anderen Anbieter zu nutzen, reicht eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte wie die von Boon. Die sind mitunter besonders günstig. Meistens kann optional gegen eine einmalige Zahlung eine Plastikkarte bestellt werden.

Zum Geldabheben erweist sich eine aufladbare Kreditkarte mit geringer, idealerweise gar keiner Auszahlungsgebühr als vorteilhaft. Und wer mit seiner Prepaid-Kreditkarte verreisen möchte, braucht ein Produkt, bei dem Transaktionen in fremden Währungen und Bargeldverfügungen außerhalb Deutschlands möglichst wenig kosten.

Weitere Auswahlkriterien stellen die angebotenen Auflademethoden, Limits und natürlich die Bewertungen anderer Verbraucher dar.


Fazit der Prepaid-Kreditkarte

Prepaid-Kreditkarten sind eine gute Alternative für alle, für die eine reguläre Kreditkarte aus bestimmten Gründen nicht infrage kommt. Es gibt sie bei Banken und Finanzdienstleistern im Internet. Ihr größter Vorteil ist natürlich die Kostenkontrolle, auch der schnelle Antragsprozess ist an dieser Stelle hervorzuheben. Schließlich muss sie vor der Benutzung beispielsweise per Überweisung oder Giropay aufgeladen werden. Allerdings erheben einige Anbieter ungewöhnliche Gebühren, etwa für den Nichtgebrauch einer Prepaidkarte oder die Erstattung von Guthaben. Deshalb ist vor der Bestellung ein Blick ins Preisverzeichnis unverzichtbar.