Hinweis*

Im Durchschnitt beträgt der effektive Zweidrittelzins eines Konsumentenkredits lediglich 4,78 %. Aus diesem Grund lohnt es sich, Altkredite mit höheren Zinsen umzuschulden. Umschulden heißt, dass der Kredit durch ein günstigeres Darlehen einer anderen Bank abgelöst wird. Das war im 2019 übrigens der fünfthäufigste Grund zur Aufnahme eines Ratenkredits. Wie genau das geht und was es dabei zu beachten gibt, darum dreht sich dieser Artikel.


Was heißt Umschuldung und was ist das?

Eine Umschuldung stellt eine Umfinanzierung dar. Diese hat den Zweck, die Verbindlichkeiten des Schuldners umzustrukturieren. Ein alter Kredit wird somit durch ein neues Darlehen ersetzt. Deshalb gelten andere Konditionen. Diese sind für den Kreditnehmer vorteilhafter, da sie in geringeren Gesamtkosten resultieren. Privatpersonen haben die Möglichkeit, alle Kreditarten umzuschulden:

  • Autokredit
  • Sofort- und Schnellkredit
  • Ratenkredit
  • Dispositionskredit
  • Schufafreier Kredit
  • Rahmenkredit
  • Kontokorrentdarlehen

Da Beamtenkredite, Kleinkredite und Privatdarlehen häufig mit besseren Konditionen einhergehen, erfolgt bei diesen seltener eine Ablösung. Um herauszufinden, ob sich ein Umschulden lohnt, wird ein Kreditvergleich online oder vor Ort empfohlen, um eine passende Finanzierung zu finden.

Ab wann ist eine Umschuldung möglich?

Generell gelten keine gesetzlichen Vorschriften, Kreditnehmer können jederzeit eine vorzeitige Ablösung vornehmen. Seitens der Kreditinstitute bestehen zum Teil Einschränkungen, die zu beachten sind, beispielsweise ein eingeschränktes Kündigungsrecht. Meistens kann ein Darlehen abgelöst werden, sobald die Sollzinsbindung erlischt. Diese beträgt in einigen Fällen 10 Jahre. Nach dem Ablauf dieser Zeitspanne besteht zusätzlich eine sechsmonatige Kündigungsfrist.

Wann ist eine Umschuldung sinnvoll?

Stehen günstigere Kredite zur Wahl, lohnt sich eine Verlagerung der Verbindlichkeiten. Wer ein Angebot mit niedrigeren Kreditzinsen als bei seinem laufenden Kredit findet, könnte somit von einer Umschuldung profitieren. Die meisten Banken vergeben bonitätsabhängige Zinsen. Hat sich die Kreditwürdigkeit verbessert, ist es ebenfalls zu empfehlen, sich über eine Ablösung zu informieren.

Tipp: Check24 bietet einen Kreditcheck zur Umschuldung an. Im Rahmen des Vergleichs sind Angebote mit Einsparpotenzial leicht zu entdecken.

Menschen, die mehrere Darlehen zur selben Zeit haben, profitieren ebenso von einer Schuldenverlagerung. Dadurch wird ein günstigerer Darlehenszins erreicht. Außerdem erlangen Schuldner auf diese Weise einen Überblick über alle offenen Verbindlichkeiten.

Wann lohnt sich eine Umschuldung weniger?

Manchmal wird davon abgeraten, einen neuen Kredit mit günstigeren Konditionen aufzunehmen. Trotz eines guten Zinssatzes kann es passieren, dass das Ablösen des Darlehensvertrags teuer ist. Dies hängt mit der Vorfälligkeitsentschädigung zusammen. Die ist fällig, wenn der Verbraucher das Darlehen verfrüht teilweise oder ganz zurückzahlt und soll die Bank für entgangene Zinseinnahmen entschädigen. Die Höhe der Gebühr ist für Konsumentenkredite gesetzlich festgelegt und beträgt höchstens 1 % der Restschuld. Liegt die restliche Laufzeit unter 12 Monaten, darf die Bank nicht mehr als 0,5 % verlangen.

Zum Teil gibt es Banken, die eine frühe Rückzahlung unterstützen und keine Zusatzgebühren erheben oder bei denen eine kostenfreie Sondertilgung im Jahr erlaubt ist. Genaueres zu diesem Thema finden Kreditnehmer in ihren Vertragsunterlagen.

Tipp: Wer sich in den zugegeben wenig lesefreundlichen Geschäftsbedingungen seiner Bank nicht zurechtfindet, kann einen Berater um Hilfe bitten. Ein Besuch vor Ort, ein Anruf oder eine E-Mail helfen, um eine Antwort auf die wichtige Frage zu erhalten.

Wer zahlt wie viel: Was kostet eine Umschuldung?

Wie teuer das Umschulden ausfällt, hängt von den vertraglich festgelegten Konditionen ab. Auch die Zinsbindung und der Nettodarlehensbetrag sind von Bedeutung. Um genaue Details herauszufinden, stellen Verbraucher eine Anfrage bei der Bank. Diese kann Geld kosten. Meist liegen die Gebühren für diesen Aufwand bei 250 Euro. Aus diesem Grund greifen viele Personen zu einem kostenlosen Onlinerechner. Dieser gibt die Ausgaben für die Umfinanzierung jedoch ungenau an.

Außer den Ermittlungsgebühren der Bank entstehen wie oben erwähnt manchmal Kosten aufgrund der verfrühten Tilgung eines Darlehens. Diese Vorfälligkeitskosten betragen bei Ratenkrediten bis zu 1 % der Restschuld. Wer eine Baufinanzierung ablösen möchte, sollte mit höheren Kosten rechnen. Zum Teil verlangen Banken bis zu 10 % des ausstehenden Betrags.

Ebenso fallen für einige Personen Ausgaben für den Notar an. Steht das Darlehen im Grundbuch, wird dieses bei einem Kreditwechsel geändert. Üblicherweise liegen die Ausgaben für diesen Aufwand bei etwa 0,2 % der restlichen Schuld der Geldleihe.

Welche Voraussetzungen sind bei einer Umschuldung zu erfüllen?

Wie beim Beantragen eines Kredits gelten bei einer Ablösung der Geldleihe die allgemeinen Kriterien. Wichtigste Voraussetzung ist, dass der Darlehensnehmer mindestens 18 Jahre alt ist und seinen Erstwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat. Zudem muss er über ein Konto bei einem deutschen Geldinstitut verfügen. Da bei der Umschuldung eines Kredits ein neues Darlehen aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bonität notwendig. Deshalb kann eine Umschuldung für folgende Personengruppen problematisch ausfallen:

  • Studierende
  • Arbeitslose
  • Menschen in Rente
  • Selbstständige
  • Freelancer

Beim Umschulden von kleineren Kreditbeträgen finden die genannten Zielgruppen meist eine Möglichkeit, einen neuen Vertrag abzuschließen. Daher kann dies für sie eine sinnvolle Option darstellen, um beispielsweise einen überstrapazierten Dispo umzuschulden.

Ablauf der Umschuldung

Ehe die Umschuldung beantragt wird, sollte der Kreditnehmer seinen aktuellen Kreditvertrag genau durchsehen. In diesem findet er die genauen Klauseln für eine vorzeitige Kündigung. Somit kann kalkuliert werden, ob sich eine Umlage der Verbindlichkeiten überhaupt lohnt.

Nachdem der Verbraucher die Höhe der Entschädigung herausgefunden hat, beschäftigt er sich mit den Vertragskonditionen der ausgewählten Kreditinstitute. Am einfachsten geht dies mit einem Onlinevergleich, der Umschuldungsangebote berücksichtigt.

Tipp: Umschuldungen von Alt- oder Dispokrediten werden überall dort angeboten, wo klassische Ratenkredite möglich sind. Für gewöhnlich kann im Antragsformular der Verwendungszweck „Umschuldung“ ausgewählt werden. Somit sollten Verbraucher Banken, Peer-to-Peer-Plattformen und Crowdlending-Agenturen bei ihrer Suche berücksichtigen.

Sobald die entsprechenden Angebote eingeholt wurden, vergleicht der Kreditnehmer die Gesamtkosten des neuen Darlehens (inkl. Vorfälligkeitsentschädigung) mit den zu erwartenden Ausgaben, falls er den Kredit unverändert weiterlaufen lässt. Ist die Summe des gesparten Geldes größer als der Gesamtaufwand der neuen Verbindlichkeit, sollte eine Umlagerung des alten Kredits erfolgen.

Diese Schritte folgen als Nächstes:

  • Ausgewähltes Kreditinstitut nach Umschuldungskredit fragen
  • Bei Zustimmung alten Vertrag kündigen
  • Neuen Vertrag unterzeichnen

Wichtig ist, dass Personen den alten Vertrag erst kündigen, wenn ihnen die Zusage ihres Kreditinstituts vorliegt, weil die Restschuld innerhalb weniger Wochen nach der Vertragsauflösung zu begleichen ist.

Was muss ich sonst noch beachten?

Häufig gewähren Banken neben der Umschuldung weitere Leistungen. Eine davon ist der Baranteil. Dieser ist praktisch, falls eine Anschaffung geplant wird, die das eigene Budget übersteigt. Der Baranteil ist eine bestimmte Geldmenge, die es zusätzlich zum geplanten Umschuldungsbetrag gibt. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom ausgewählten Kreditinstitut und den Wünschen des Kreditnehmers ab.

In einigen Fällen wird Personen eine Restschuldversicherung angeboten. Eine solche Absicherung kann sinnvoll sein, wenn es um hohe Kreditsummen geht. Darlehensnehmer, die ihre Familie im Fall ihres Ablebens absichern möchten, sollten daher über diese Leistung nachdenken und die Versicherungsbedingungen genau durchlesen, da sich darin Ausschlussklauseln verbergen. Menschen, die bereits eine Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung besitzen, benötigen keine Restschuldabsicherung, weil sich die Leistungen überlappen würden.

Eine Restschuldversicherung ist kaum sinnvoll, da der Versicherungsfall äußerst selten eintritt. So übernahmen die entsprechenden Versicherungsgesellschaften im Jahr 2015 nur in 5000 Fällen die Ratenzahlung, das sind gerade mal 0,3 Prozent aller Ratenkreditverträge. Aufgrund der teilweise hohen Kosten dieser Absicherung ist sie daher in Verruf geraten. Trotzdem bieten viele Banken Restschuldversicherungen an. Schließlich reduziert diese das Ausfallrisiko des Kreditinstituts.

Tipp: Interessierte Privatpersonen sollten beachten, dass der Abschluss einer Ratenschutzversicherung keine Voraussetzung für eine Umschuldung darstellt. Falls dies der Fall ist, ist die entsprechende Bank unseriös und der Ablösekredit sollte anderswo aufgenommen werden.

Welche Dokumente benötige ich bei einer Umschuldung?

Bestimmte Unterlagen werden benötigt, wenn ein Kreditvergleich zum Zweck einer Umschuldung erfolgt. Wichtig ist vor allem ein Nachweis über die noch offene Restschuld, etwa in Form eines Kontoauszugs des Kreditkontos. Dieser ermöglicht eine genaue Kalkulation der Konditionen des neuen Darlehensvertrags. Für den Vertragsabschluss sind dann folgende Dokumente erforderlich:

  • Selbstauskunft des Interessenten
  • Gehalts- und Lohnbescheinigungen des Arbeitgebers
  • Kopie des Personalausweises
  • Nachweise über Verbindlichkeiten

Wer Objekte als Sicherheit angeben möchte, benötigt weitere Unterlagen. Zu diesen gehören meist:

  • Aktueller Grundbuchauszug vom Grundbuchamt
  • Amtliche Lagepläne/Flurkarten
  • Objektangaben wie Baujahr und Nutzfläche

Welche Angaben beinhaltet eine Selbstauskunft bei der Bank?

In der Selbstauskunft machen Kreditnehmer zuerst Angaben zu ihrer Person. Zu diesen gehören neben dem Namen und der Anschrift auch der Familienstand, die Bankverbindung, das Geburtsdatum, die Staatsangehörigkeit, Telefonnummer und Informationen zur aktuellen Beschäftigung. Sollte es einen Bürgen, Ehepartner oder Mitantragsteller geben, sind dieselben Angaben von dieser Person erforderlich.

Nachfolgend erfolgt eine Auflistung der Vermögenswerte des Antragstellers und Mitantragstellers. Zu den Vermögenswerten gehören unter anderem:

  • Wertpapiere
  • Guthaben bei der Bank
  • Betriebsvermögen
  • Beteiligungen

Zusätzlich listen die Antragsteller ihr aktuelles Einkommen auf. Unter diesem Punkt verstehen Banken das klassische Gehalt aus angestellter oder freiberuflicher Lohnarbeit sowie Einnahmen durch Vermietung sowie Verpachtung. Ebenso fallen Beteiligungen und Kapitalvermögen in diese Kategorie.

Zudem werden Ausgaben und Verbindlichkeiten aufgeführt. Zu Letzteren zählen:

  • Valuten wie Grundschulden und Hypotheken
  • Bankdarlehen
  • Bürgschaften
  • Verbindlichkeiten bei der Steuer
  • Wechselverbindlichkeiten
  • Verbindlichkeiten durch Leasing

Von den Kreditinstituten wird ebenso eine Aufstellung über alle regelmäßigen Ausgaben benötigt. Damit berechnen sie das frei verfügbare Einkommen ihrer Neukunden und dessen Höhe verrät ihnen, welche Monatsrate sie höchstes stemmen können. Folgende Ausgaben zählen für Banken:

  • Lebenshaltungskosten (pauschal aus Anzahl der im Haushalt lebenden Personen kalkuliert)
  • Mietkosten
  • Tilgungen von anderen Darlehen
  • Raten für Leasingprodukte
  • Abgaben für die Steuer
  • Versicherungsbeiträge
  • Andere Ausgaben wie Bausparen

Häufig fordern Banken Details zu Versicherungen wie Lebensversicherungen. Auf diese Weise schätzen sie ein, wie hoch der Rückkaufswert und die Versicherungssumme ausfallen. Dies wirkt sich auf die Konditionen der Umschuldung aus, da eine Versicherung eine zusätzliche Sicherheit darstellen kann.

Personen machen außerdem Angaben zu möglichen Mahnverfahren. Diese sind relevant, falls sie innerhalb der letzten 10 Jahre stattfanden. Dasselbe gilt für Zwangsvollstreckungen, Zahlungsklagen, Vergleichs- sowie Insolvenzverfahren und Verfahren zur Abgabe. Eidesstattliche Versicherungen sind ebenfalls anzugeben.

Welche Bank macht eine Umschuldung?

Verbraucher sollten Umschuldungskredite von verschiedenen Banken vergleichen. Generell ermöglichen die meisten Kreditinstitute eine Umschuldung von Privatkrediten (dazu gehören ebenfalls überzogene Girokonten oder Kreditkartenschulden), Onlinekrediten, Zwischen- und Baufinanzierungen und sogar Baukrediten. Trotzdem gibt es einige Unternehmen, die bei Antragstellern besonders beliebt sind. Zu diesen zählen:

  • Kredite24
  • Bank of Scotland
  • Younited Credit
  • Postbank
  • Sberbank direct
  • DKB
  • 1822 direkt
  • Swkbank
  • Targobank
  • HypoVereinsbank
  • Santander
  • ING
  • S Kredit-per-Klick

Unter den genannten Banken sind die Angebote von ING, Kredite24, S Kredit-per-Klick, Santander und HypoVereinsbank bevorzugt gefragt. Welche Angebote Verbraucher zur Umlagerung von Verbindlichkeiten erhalten, hängt von ihrer Bonität und von der notwendigen Kreditsumme ab. Ebenso ist die Rückzahlungsvereinbarung von großer Bedeutung.

Umschuldung bei Kredite24

Beim Kreditberechnen fällt das Angebot von Kredite24 auf. Der zu Check24 gehörende Kreditvermittler offeriert einen Sofortkredit mit freiem Verwendungszweck ab einem effektiven Jahreszins von 0,68 %, der Zweidrittelzins liegt momentan bei 6,49 % p. a.

Kredite24 vermittelt Onlinedarlehen mit sofortiger Entscheidung. Nachdem Interessierte einen Antrag gestellt und ihre Bankverbindung zur schnellen Einschätzung ihrer finanziellen Situation geteilt haben, bekommen sie sofort eine Darlehensbewilligung oder -ablehnung und ein unverbindliches Angebot. Falls sie dieses annehmen möchten, identifizieren sie sich bequem per Videocall und finden das Geld spätestens am nächsten Bankarbeitstag auf ihrem Konto. Hier die Bewilligungskriterien des Unternehmens auf einen Blick:

  • keine negativen Einträge bei der Schufa
  • Volljährigkeit, ständiger Wohnsitz in Deutschland und deutsches Bankkonto
  • unbefristetes Arbeitsverhältnis bei einem deutschen Arbeitgeber, das seit mindestens sechs Monaten besteht

Umschuldung bei ING

Der Ratenkredit von ING kann zur Umschuldung verwendet werden, sein effektiver Jahreszins ist dabei abhängig von der Höhe des Darlehens:

  • ab 5000 Euro: 3,99 %
  • ab 10.001 Euro: 3,29 %
  • ab 35.0001 Euro: 3,19 %

Die Antragstellung geht bei dieser Bank leicht. Im Rahmen der Onlinebeantragung wird „Kredit ablösen“ als Verwendungszweck ausgewählt, anschließend sind Höhe der Restschuld und die IBAN des Kredits anzugeben. Außerdem muss ein Screenshot vom Kreditkontostand bzw. Kreditkontoauszug hochgeladen werden. Nach der Identifizierung per Videoident folgt die Kreditprüfung, die Mehrzahl der Darlehen genehmigt ING noch am selben Tag und überweist dann die entsprechende Summe direkt an die Bank, bei der der Altkredit besteht.

Besonders interessant bei einer Umschuldung mit ING ist die kostenlose Sondertilgung. Selbst eine Gesamttilgung wird angeboten. Dafür bietet die ING keine Absicherung von Krediten.

Die ING stellt zudem folgende Ansprüche an die Kreditnehmer:

  • Bankkonto und ständiger Wohnsitz in Deutschland sowie Volljährigkeit
  • Keine negativen Einträge bei der Schufa
  • Gute Bonität
  • Pfändbarer Teil von Lohn oder Gehalt wird Bank zugesichert
  • stabiles Einkommen aus angestellter oder freiberuflicher Tätigkeit, Rente oder Besoldung

Umschuldung bei der HypoVereinsbank

Bei der HypoVereinsbank kann der Ratenkredit HVB KomfortKredit verwendet werden, um einen Altkredit abzulösen. Der effektive Jahreszins ist bonitätsabhängig und liegt zwischen 1,99 und 13,99 %. Hier die Voraussetzungen zur Darlehensaufnahme:

  • Volljähriger Darlehensnehmer mit Hauptwohnsitz in Deutschland
  • Auskunfteien ohne negative Einträge
  • Gehalts- oder Lohnabrechnungen der vergangenen zwei Monate
  • Falls notwendig Rentenbezüge, die höchstens 12 Monate alt sind
  • Gewährung der teilweisen Pfändung von Gehältern und Löhnen

Wie viele andere Geldinstitute dürfen Freiberufler und Selbstständige keinen Kredit bei der HypoVereinsbank aufnehmen. Ebenso gibt es keine kostenfreien Ratenpausen.

Interessierte können den Umschuldungskredit online beantragen, sich per Videochat identifizieren und alle entsprechenden Dokumente hochladen. Dazu benötigen sie folgende Nachweise und Informationen:

  • Ausweisdokument
  • Höhe der Warmmiete bzw. Nebenkosten und der sonstigen monatlichen Ausgaben
  • monatliches Nettoeinkommen und sonstige monatliche Einnahmen
  • Anzahl der bestehenden Kredite und Höhe der jeweiligen Restschuld sowie IBAN aller Kredite
  • Bankverbindung

Der Entscheid erfolgt sofort, sobald der Bank alle notwendigen Unterlagen vorliegen. Diese können alternativ zum Hochladen per Post oder in einer HVB-Filiale eingereicht werden. Fällt die Entscheidung positiv aus, wird die Kreditsumme innerhalb weniger Tage ausgezahlt.

Bei der HypoVereinsbank sind kostenlose Sondertilgungen bis zu 80 Prozent der aktuellen Restschuld gestattet. Eine komplette vorzeitige Rückzahlung des Darlehens wird gegen einen Aufpreis angeboten. Wer möchte, kann eine Kreditabsicherung – also eine Restschuldversicherung – dazubuchen, dies resultiert in höheren Kreditkosten. Ferner gilt bei der HypoVereinsbank eine Widerrufsfrist von 28 Tagen, bei den meisten anderen Banken sind es lediglich die gesetzlich festgelegten 14 Tage.

Umschuldung bei Santander

Die Santander Bank ermöglicht mit ihrem BestCredit-Ratenkredit eine Umschuldung zu einem bonitätsabhängigen effektiven Jahreszins von 1,99 bis 7,98 %. Dieser kann online abgeschlossen werden. Scans aller Dokumente werden im Rahmen der Antragstellung hochgeladen und der Vertrag nach Abschluss des Videoident-Verfahrens per digitaler Unterschrift unterzeichnet. Sogar die Bonitätsprüfung kann durch den sogenannten Konto-Check beschleunigt werden. Dabei gewährt der Antragsteller der Bank einen einmaligen und sicheren Zugriff auf sein Onlinebanking. Ein Algorithmus prüft alle Kontobewegungen und verschafft sich so einen Überblick über die Ein- und Ausgaben des Neukunden.

Wem eine Sonder- oder Gesamttilgungsoption wichtig ist, der sollte ein Angebot einer anderen Bank auswählen, weil bei Santander keine kostenlose außerplanmäßige Tilgung der Darlehensschuld offeriert wird. Dafür haben Verbraucher die Möglichkeit, eine Absicherung für die Umschuldung abzuschließen. Und falls sie mal in einen vorübergehenden finanziellen Engpass geraten, bietet Santander ihnen an, kostenpflichtige Ratenpausen einzulegen.

Personen, die zur Berufsgruppe der Freiberufler oder Selbstständigen gehören, finden bei der Santander Bank keine Umschuldungsmöglichkeiten. Zudem gelten beim Abschluss eines Darlehensvertrags folgende Kriterien:

  • Ständiger Wohnsitz sowie Bankverbindung in Deutschland
  • Mindestalter: 18 Jahre
  • Angestelltenverhältnis von wenigstens sechs Monaten
  • Frei von negativen Schufa-Einträgen
  • Gehalts- und Lohnabrechnungen der letzten drei Monate
  • Pfändbarer Anteil an Gehalt und Lohn ist bei Zahlungsverzug an die Bank abzutreten

Umschuldung bei S Kredit-per-Klick

S Kredit-per-Klick offeriert eine Darlehensumschuldung zu einem effektiven Jahreszins von 3,99 bis 12,34 %. Es handelt sich um ein Angebot der Sparkassen, das ausschließlich von Personen genutzt werden kann, die ihr Gehaltskonto bei einer Sparkasse haben und das Onlinebanking verwenden. Außerdem müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Volljährige Person mit Hauptwohnsitz in Deutschland
  • Keine negativen Einträge bei der Schufa
  • Angestelltenverhältnis seit wenigstens drei Monaten

Wie bei den meisten Banken bietet auch Kredit-per-Klick keine Möglichkeit für Selbstständige und Freiberufler an, ein Darlehen zu den genannten Konditionen abzuschließen.

Die Beantragung erfolgt komplett online, wobei das Onlinebanking als zentrales Kommunikationsportal fungiert. Dorthin wird nach positivem Kreditentscheid das Kreditangebot geschickt und dort laden Kunden jene Unterlagen hoch, die für die Erstellung des Kreditvertrags benötigt werden.

Sondertilgungen und die Gesamttilgung des Darlehens sind kostenlos möglich, auf Wunsch kann zudem eine Ratenschutzversicherung abgeschlossen werden. Wer mit der Rate einmal aussetzen möchte, kann dies tun, aber nur gegen eine Gebühr.

Fazit zur Umschuldung

Bei einer Umschuldung wird ein neuer Kredit aufgenommen, um damit ein altes Darlehen, Kreditkartenschulden oder ein überzogenes Girokonto abzulösen. Des Weiteren können mehrere offene Verbindlichkeiten so zusammengelegt werden. Das lohnt sich dank niedrigerer Zinsen oder einer verbesserten Bonität, die ebenfalls zu günstigeren Konditionen beim neuen Kredit führt. Für Personen mit negativem Schufa-Eintrag, Freelancer und Selbstständige kann es schwierig sein, eine Umschuldung zu erlangen. Es gibt allerdings Unternehmen, die eine Verlagerung von Verbindlichkeiten für Personengruppen mit geringer Bonität anbieten. Daher lohnt ein Vergleich der Kreditkonditionen bei Portalen wie Check24. Bei einer Verlagerung des Darlehens sollten Menschen an mögliche Zusatzkosten denken, wie die Vorfälligkeitsentschädigung oder eine Eintragung ins Grundbuch.

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