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Wer dringend Geld braucht, um ein kaputtes Auto zu finanzieren oder das überzogene Girokonto umzuschulden, kann sich mit einem Ratenkredit welches von seiner Bank borgen. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat der Bedarf an Privatdarlehen zugenommen. Das liegt daran, dass die Konditionen durch die anhaltende Niedrigzinsphase günstig ausfallen und die Rückzahlung des Kredits in gleichbleibenden kalkulierbaren Raten erfolgt. Doch was sollte beim Abschluss eines Ratenkredits beachtet werden und ab welchem Einkommen gibts überhaupt einen?


Ein Ratenkredit, was ist das?

Bei einem Ratenkredit wird Unternehmen oder Privatleuten eine ausgewählte Summe auf einen Schlag zur Verfügung gestellt. Die Rückzahlung der Geldmenge plus Zinsen erfolgt in gleichen Beträgen, den sogenannten Raten, einmal pro Monat, bis die Schuld nach Ablauf eines im Voraus festgelegten Zeitraums getilgt ist.

Traditionell werden Ratenkredite bei Banken aufgenommen. Während einige Darlehen an einen bestimmten Zweck gebunden sind, gibt es daneben flexibel verwendbare Kredite. Das bedeutet, dass der Kreditnehmer das Geld ganz nach Belieben ausgeben darf, unter anderem zur Hochzeits-, Reise- oder Kfz-Finanzierung und Umschuldung. Lediglich Renovierungen oder Bauvorhaben (das kann schon ein Carport oder Schuppen sein) sind oft von der Finanzierung mit einem Ratenkredit ausgeschlossen, da viele Geldinstitute für solche Zwecke vorgesehene Baukredite vergeben.

Außerdem finden sich in Elektromärkten oder Autohäusern spezielle Finanzierungsangebote. Mit deren Hilfe haben Personen mit finanziellen Einschränkungen die Möglichkeit, beispielsweise eine neue Waschmaschine, ein Handy oder Auto zu erwerben.

Welche Unterschiede gibt es bei Ratenkrediten?

Es ist wichtig zu beachten, dass der Begriff Ratendarlehen lediglich die Art der Rückzahlung bezeichnet und auf dem Markt unterschiedliche Arten des Geldverleihs existieren. Aus diesem Grund finden Interessierte Darlehen mit und ohne Zweckbindung, die beide als Ratenkredit gelten.

Ratenkredite ohne eine Zweckbindung sind häufig Konsumentendarlehen. Dieser Kredittyp dient beispielsweise dazu, neue Möbel, einen Umzug oder große Haushaltsgeräte zu erwerben. Außerdem können davon Hochzeiten oder Weiterbildungen bezahlt oder teure Altkredite abgelöst werden.

Im Vergleich dazu stellt der Autokredit ein Ratendarlehen mit einer Zweckbindung dar. Das bedeutet, dass von dem geliehenen Geld ausschließlich ein Auto gekauft werden darf, ob gebraucht oder neu, das ist egal. Ein Vorteil dieser zweckgebundenen Finanzierung besteht in den besseren Konditionen, die möglich sind, weil das Auto selbst als Kreditsicherheit gilt. Überhaupt sollte bei der Kreditaufnahme stets die geplante Verwendung angegeben werden, weil sich das positiv auf die Zinsen auswirkt.

Ebenso fallen Klein- und Sofortkredite in die Kategorie der Ratenkredite. Erstere sind Darlehen von maximal 10.000 Euro. Aufgrund des geringeren Risikos sind Kleinkredite mitunter ohne Schufa-Auskunft erhältlich. Daher kommen diese für jene Personen infrage, die in der Vergangenheit eine schlechte Zahlungsmoral zeigten.

Sofort- oder Schnellkredite werden üblicherweise im Internet beantragt und der Interessent erhält innerhalb kürzester Zeit Bescheid, ob seine Kreditanfrage bewilligt wurde. Allerdings muss dafür die Antragstellung komplett online (inkl. Legitimation per Videochat) und während der Öffnungszeiten des entsprechenden Geldinstituts erfolgen. Ausgezahlt wird das Darlehen dann nach einer eingehenden Prüfung aller Daten, weshalb der Kreditnehmer das Geld für gewöhnlich einige Tage nach dem Unterzeichnen des Vertrags erhält. Dennoch ist die Bearbeitung schneller als in vielen Bankfilialen.

Ein regelmäßiges Einkommen aus Gehalt, Rente oder Beamtensold ist bei vielen Banken die wichtigste Voraussetzung, um einen Kredit aufzunehmen. Freiberufler und Gewerbetreibende werden oft abgelehnt. Manche Kreditinstitute vergeben unter bestimmten Bedingungen Ratenkredite an Selbstständige und Freiberufler. Beispielsweise muss ein zweiter Kreditnehmer angegeben werden, der eine Festanstellung hat, oder es werden nur Angehörige bestimmter Berufsgruppen (Ärzte, Anwälte usw.) akzeptiert. Solche Kredite sind ebenfalls ausschließlich zur privaten Verwendung vorgesehen. Freiberufler, die in ihre Tätigkeit investieren wollen, müssen einen Firmenkredit aufnehmen.

Ferner gibt es günstige Darlehen zur Baufinanzierung. Personen, die eine Wohnung renovieren möchten, sollten daher auf einen solchen Kredit zurückgreifen. Solche Finanzierungen sind zudem dafür nutzbar, um ein Haus zu bauen.

Dispo vs. Ratenkredit: Was ist besser?

Kredite zu vergleichen und zu beantragen, kostet Zeit und Mühe. Aus diesem Grund machen manche Verbraucher von ihrem Dispositionskredit Gebrauch, indem sie ihr Girokonto überziehen. Das ist bequem, hat jedoch den Nachteil der hohen Zinskosten. Im Durchschnitt liegt die Verzinsung bei etwa 13 %. Im Vergleich dazu gibt es Ratendarlehen abhängig von der Kreditwürdigkeit bereits zu einem Zinssatz von 5 %.

Solange es um einen vergleichsweise niedrigen Geldbetrag geht, der zügig wieder zurückgezahlt wird, spricht nichts dagegen. Für größere Anschaffungen ist es aber sinnvoller, einen Ratenkredit zu wählen. Dieser ermöglicht längere Laufzeiten von bis zu 120 Monaten, zudem können die Raten flexibel gestaltet und den finanziellen Verhältnissen des Darlehensnehmers angepasst werden.

Tipp: Aufgrund der hohen Gebühren beim Dispo stellt eine Umschuldung oftmals eine gute Lösung dar, die Geld spart. Vor allem, wenn die Kontoüberziehung versehentlich oder aus Mangel an Alternativen geschah. Dabei wird die Schuld mit einem extra zu diesem Zweck aufgenommenen Ratenkredit abgelöst.

Wann erhalte ich einen Ratenkredit?

Generell erhalten geschäftsfähige Menschen ein Darlehen, also alle, die volljährig sind. Zusätzlich ist es notwendig, seinen Erstwohnsitz in Deutschland zu haben. Außerdem wird ein Girokonto bei einer deutschen Bank vorausgesetzt, darauf wird das Darlehen ausgezahlt und von dort werden die monatlichen Raten abgebucht.

Die meisten Kreditinstitute nehmen nur Anträge von Menschen mit unbefristetem Arbeitsverhältnis an. In diesem Zusammenhang ist dessen Dauer von Bedeutung. Wer sich noch in der sechsmonatigen Probezeit befindet, hat ein höheres Kündigungsrisiko und wird deshalb manchmal abgelehnt. Für Selbstständige und Freiberufler kann dieser Punkt eine Hürde darstellen, da es Kreditinstitute gibt, die diese Berufsgruppen grundsätzlich ablehnen. Bankabhängig haben sie durch den Nachweis eines regelmäßigen Zahlungseingangs jedoch eine gute Chance auf ein Darlehen zur privaten Nutzung.

Tipp: Ein abgelehnter Kreditantrag stellt keinen Beinbruch dar. Häufig sind mehrere Versuche bei unterschiedlichen Banken notwendig, um ein Darlehen zu bekommen. Wer trotzdem Probleme hat, ein Angebot zu finden, sollte seine Bonität prüfen und über eine Bürgschaft nachdenken.

Was ist eine Bürgschaft?

Eine Bürgschaft soll sicherstellen, dass ein Gläubiger seine Forderungen erhält. Bei einem Darlehen hat die Bank ein geringeres Risiko, weil sich der Bürge verpflichtet, die Ratenzahlung zu übernehmen, falls der Kreditnehmer seine Rate(n) nicht zahlen kann.

Die als Bürge eingesetzte Person sollte eine gute Bonität haben. Häufig bürgen Eltern für ihre Kinder oder Partner füreinander. Freunde, Arbeitskollegen oder Bekannte können ebenso finanziell füreinander einstehen.

Um eine Bürgschaft abzuschließen, wird ein Vertrag aufgesetzt. Eine Ausnahme besteht, wenn der Bürge schon geleistet hat, denn in diesem Fall zählt die Leistung als Zustimmung zur Hilfsleistung.

Wer einen Bürgen hat, sollte beachten, dass es nur wenige Möglichkeit gibt, den Vertrag zu kündigen. Somit ist eine Bürgschaft kein komplett risikoloses Unterfangen. In diesen Situationen kann der Bürge aus dem Vertrag aussteigen:

  • Kreditnehmer stirbt und Bürge erbt
  • Vertrag war sittenwidrig (Ehemann hat Ehefrau überredet)
  • Widerruf im Rahmen des Widerrufsrechts (Bürge überlegt es sich kurz nach dem Vertragsabschluss anders)
  • Verbindlichkeit wurde beglichen
  • Bürge ist finanziell überfordert
  • Schuldnerwechsel (eine andere Person übernimmt den Kredit)

Manchmal kann der Bürge aus dem Vertrag austreten, wenn die finanzielle Lage des Schuldners deutlich besser ist.

Wie viel Ratenkredit kann ich mir leisten?

Personen, die daran interessiert sind, einen Kredit aufzunehmen, sollten zuerst darüber nachdenken, ob ihre finanzielle Situation dies erlaubt. Schließlich werden sie die Monatsraten über mehrere Jahre hinweg zahlen müssen und dazu ohne Weiteres in der Lage sein. Um herauszufinden, wie hoch die maximal mögliche Rate ist, empfiehlt sich die Aufstellung eines Haushaltsplans. Allen Einnahmen aus Lohnarbeit, Vermietung usw. werden sämtliche Ausgaben gegenübergestellt. Dabei sind folgende Posten zu berücksichtigen:

  • Fixe Kosten (Strom, Gas, Miete, Versicherungsbeiträge, Sparpläne)
  • Geplante Investitionen/Anschaffungen (Kauf von Weihnachtsgeschenken oder einer neuen Küche)
  • Spontane Ausgaben (Waschmaschine geht kaputt, Auto versagt)

Unkompliziert geht die Kalkulation mithilfe eines Rechners. Diesen finden Verbraucher bei der Sparkasse oder auf unabhängigen Seiten. Empfehlungen zufolge sollten vom monatlich frei verfügbaren Betrag höchstens 80 Prozent für eine Kreditrate eingeplant werden, um Puffer für ungeplante Kosten zu haben. Wenn unterm Strich 500 Euro übrig bleiben, sind also höchstens 400 Euro fürs Abzahlen eines Darlehens zu verwenden.

Die höchstmögliche Monatsrate und die Laufzeit spielen bei der Ermittlung der maximalen Kreditsumme eine wesentliche Rolle. Beispielsweise kann bei einer Laufzeit von 36 Monaten und einer Rate von 401 Euro das Darlehen höchstens 13.000 Euro betragen.

Tipp: Wer Schwierigkeiten hat, seine Kreditmöglichkeiten zu berechnen, der kann eine Beratung in einer Bankfiliale nutzen. Zusammen mit einem Finanzberater finden Verbraucher heraus, welche Optionen ihnen offen stehen und wie hoch ein Darlehen maximal ausfallen sollte.

Um einen Kredit aufnehmen zu können, wird standardmäßig eine Bonitätsprüfung verlangt. Einige Banken und Plattformen vergeben Kleinkredite ohne eine Schufa-Auskunft. Diese haben jedoch schlechtere Konditionen und verursachen somit höhere Tilgungskosten.

Zur Berechnung der Kreditwürdigkeit gibt es unterschiedliche Kriterien, die zu beachten sind. Zu diesen gehören:

  • Höhe des Einkommens und dessen Regelmäßigkeit
  • Familienverhältnisse
  • Arbeitgeberinformationen
  • Wohnort
  • Vermögenswerte
  • Zahlungsmoral im Hinblick auf Versicherungsbeiträge, Handyverträge oder die Führung des Kontos
  • Einträge bei der Schufa

Tipp: Um herauszufinden, ob Einträge bei der Schufa bestehen, dürfen Verbraucher einmal im Jahr eine kostenlose Datenkopie anfordern.

Mit guter Bonität zu niedrigen Kreditzinsen

Um einen Kredit günstig abzuschließen, sollten Personen ihre Rechnungen innerhalb des angegebenen Zeitlimits begleichen und auf vorbildliche Kontoführung achten. Ebenso wirken sich getilgte Darlehen positiv auf den Bonitätsscore aus.

Außerdem ist die Kündigung unnötiger Kreditkarten und Bankkonten ratsam. Denn zu viele Konten und Karten stehen mit einer schlechteren Zahlungsmoral im Zusammenhang. Auf der anderen Seite beeinflusst es die Bonität positiv, wenn der Verbraucher ein Girokonto seit vielen Jahren hat und aktiv nutzt.

Personen, die ihre Rechnungen zu spät bezahlen und folglich viele Mahnungen erhalten, riskieren einen Eintrag bei der Schufa. Nach einer zweiten unbezahlten Zahlungserinnerung kommt es zu einem Vermerk im Register der Auskunftei, sofern der Gläubiger den Schuldner darüber in der Mahnung informiert. Aus dieser sollte hervorgehen, dass im Falle einer ausbleibenden Zahlung eine Meldung an die Schufa stattfindet. Außerdem wirken sich folgende Dinge negativ auf die Bonität aus:

  • Insolvenz
  • Mahnverfahren
  • Wohnortwechsel (aufgrund von Geoscoring)
  • Häufige Kreditanfragen
  • Zu hohe Ausgaben

Sowohl das Bestehen eines Mahnverfahrens als auch das Vorliegen einer Insolvenz bedeuten ein Risiko für die Bank. Darum beeinflussen diese Punkte den Schufa-Score von Personen.

Ein Wohnortwechsel kann zu einem niedrigeren Score führen. Das liegt daran, dass es Wohngebiete mit einer hohen Arbeitslosenquote gibt. An diesen Orten erhalten die Menschen somit ein geringeres Einkommen. Zieht jemand lange Zeit nicht um, steigt sein Score wieder, weil Gläubiger ihn schneller erreichen könnten.

Wer einen Kreditvergleich vornimmt und Angebote von verschiedenen Banken einholt, sollte darauf achten, dass diese eine schufaneutrale und unverbindliche Konditionsanfrage anbieten, keine Kreditanfrage, denn Letztere wird der Schufa gemeldet und ist zehn Tage lang bei der Auskunftei für alle Kreditgeber zu sehen. Das hat negative Konsequenzen, wenn mehrere Banken innerhalb kurzer Zeit kontaktiert werden.

Wie lange bleibt ein negativer Schufa-Eintrag bestehen?

Die Dauer von negativen Vermerken hängt von der Art der Eintragung ab. Wer eine fehlerhafte Notiz bei der Schufa hat, kann diese sofort löschen lassen. Desgleichen besteht die Möglichkeit, bei Forderungen von weniger als 1000 Euro eine sofortige Löschung zu beantragen, insofern die Schuld beglichen wurde. Darüber hinaus entfernt die Schufa sofort alle Informationen zu Kreditkarten und Bankkonten, sobald diese gekündigt wurden.

Anfragen für Kredite sind zehn Tage lang für Banken sichtbar und bleiben ein Jahr lang bei der Schufa gespeichert. Erst nach drei Jahren löscht die Auskunftei alle Angaben zu beglichenen Krediten. Verbraucher sollten beachten, dass die Löschung am Jahresende erfolgt. Daher vergehen in einigen Fällen sogar bis zu vier Jahre, bis die alte Darlehenslast aus der Datei der Schufa verschwindet.

Welche Punkte sollte ich bei der Wahl eines Ratenkredits beachten?

Bei der Suche nach dem besten Kredit sollten Verbraucher auf die Konditionen achten. In diesem Zusammenhang sind folgende Aspekte von großer Bedeutung:

  • Effektiver Jahreszins
  • Kreditsumme
  • Höhe der Rate
  • Kreditsicherheit
  • Widerrufsrecht

Erst wenn alle genannten Punkte zu ihren Bedürfnissen passen, ist ein Abschluss des Ratendarlehens sinnvoll.

Effektiver Jahreszins

Um unterschiedliche Darlehen miteinander zu vergleichen, sollten Verbraucher einen Blick auf den effektiven Jahreszins werfen. Das liegt daran, dass dieser Zinssatz neben dem Sollzins alle Nebenkosten enthält, die im Rahmen der Kreditaufnahme innerhalb eines Jahres entstehen. Auf diese Weise kommt es später zu keinen teuren Überraschungen und der Kreditnehmer hat einen guten Blick auf die Gesamtkosten des Darlehens. Unter anderem setzt sich der Effektivzins aus diesen Kosten zusammen:

  • Nominalzinssatz (Zinsen für die aufgenommene Kreditsumme)
  • Abschläge vom Ausgangsbetrag (Disagio)
  • optional: Prämie für die Restschuldversicherung

Kreditsumme

In der Regel gewährt die Bank höchstens so viel Geld, wie der Kreditnehmer innerhalb einer festgelegten Zeitspanne zurückzuzahlen in der Lage ist. Aus diesem Grund findet vor einer Darlehensgewährung eine strenge Prüfung der finanziellen Verhältnisse statt. Je nach Kreditinstitut variiert die zur Verfügung gestellte Summe des Darlehens. Da jede Verschuldung eine finanzielle Belastung für die kommenden Jahre darstellt, sollte die Kreditsumme nicht zu hoch gewählt werden. Wer beispielsweise ein neues Auto kaufen will, sollte sich nur so viel Geld leihen, wie dafür benötigt wird.

Neben der zugesicherten Summe variiert auch die Höhe des tatsächlich ausgezahlten Betrags in Abhängigkeit vom Kreditinstitut. Viele Banken nutzen ein Disagio. Dieses stellt einen Abzug vom zugesicherten Kreditbetrag dar. Das Ziel dieses Abschlags ist die Vorauszahlung von Zinsen. Auf den ersten Blick erscheint ein Disagio eine schlechte Idee, da der Kreditnehmer weniger Geld bekommt. Von Vorteil ist allerdings, dass der Sollzinssatz durch die geringere Auszahlungssumme geringer ausfällt.

Höhe der Rate

Unter der Rate ist die Rückzahlung eines Darlehens zu verstehen. In dieser Summe sind ein Tilgungsbetrag und die vereinbarten Zinsen enthalten. Als Faustregel gilt, dass Kreditnehmer, die ihr Darlehen schnell zurückzahlen wollen, weniger Zinsen bezahlen, allerdings ist die Rate dann höher. Wer eine lange Laufzeit der Geldleihe bevorzugt, der sollte mit höheren Zinskosten und einer niedrigeren Monatsrate rechnen.

Kreditsicherheit

Vor dem Abschluss eines Kreditvertrags verlangt die Bank eine Sicherheit, um einen Ausgleich für den Fall zu haben, dass der Kreditnehmer seine Rate nicht bezahlen kann. Das kann bei einem Autokredit der damit erworbene Wagen sein, eine Bürgschaft oder eine sogenannte Grundschuld, die auf Grundstücke und Wohneigentum bezogen wird. Um im Notfall auf die Vermögensgegenstände zuzugreifen, erfolgt ein Eintrag im Grundbuch.

Widerrufsrecht

Es stellt die Pflicht eines Kreditinstituts dar, den Darlehensnehmer über die Bedingungen des Widerrufs zu informieren. Letzterer hat die Möglichkeit, einen Kredit innerhalb von zwei Wochen zu widerrufen. Dabei ist keine Angabe von Gründen notwendig.

Wer einen Vertrag vor Ort abschließt, sollte beachten, dass die Frist am Tag nach dem Vertragsabschluss beginnt. Manche Banken verlängern diese Frist freiwillig, um ihren Kunden eine längere Bedenkzeit zu gewähren.

Welche Möglichkeiten habe ich bei der Rückzahlung eines Ratenkredits?

Hierbei kommt es auf den Kreditvertrag an, denn manche Banken räumen den Darlehensnehmern darin Sondertilgungsoptionen ein. Damit können diese zusätzlich zur gleichbleibenden Monatsrate Sonderzahlungen vornehmen und dadurch die Laufzeit des Kredits verringern. Diese außerplanmäßigen Tilgungen sind bei manchen Kreditinstituten kostenlos, andere verlangen eine Gebühr, die Vorfälligkeitsentschädigung. Deren Höhe ist zumindest bei Ratenkrediten gesetzlich gedeckelt. Wer noch ein Jahr Zeit hat, bis der Kredit abbezahlt ist, bezahlt maximal 0,5 Prozent der Restschuld. Beträgt die Laufzeit des Darlehens mehr als ein Jahr, liegt die höchstmögliche Vorfälligkeitsentschädigung bei 1,0 Prozent der noch offenen Summe.

Menschen, die einen Altkredit auf ein Darlehen mit niedrigeren Zinsen umschulden wollen, sollten die Vorfälligkeitsentschädigung einkalkulieren, falls sie von der entsprechenden Bank erhoben wird. Es gibt des Weiteren Kreditinstitute, bei denen das vorzeitige Ablösen des gesamten Darlehens keine Gebühren verursacht – jedoch sind bei denen zum Ausgleich die Zinsen etwas höher.

Welche Alternativen zum Ratenkredit gibt es?

Menschen, die auf der Suche nach einem günstigen Kredit sind, sollten auch die Alternativen zum Ratendarlehen prüfen. Je nach geplantem Verwendungszweck eignen sich diese Methoden für sie:

  • Ballon-Finanzierung
  • Kredit von privat
  • Abrufkredit

Im Rahmen eines Autokreditvergleichs stolpern Verbraucher mitunter über die Ballon-Finanzierung. Diese Art der Geldleihe zeichnet sich durch geringe monatliche Raten aus, was auf den ersten Blick verlockend erscheint. Am Ende der Tilgung des Kredits wird dann eine größere Summe fällig. Der Kreditnehmer zahlt dann entweder den Betrag auf einmal oder nimmt eine Anschlussfinanzierung in Anspruch. Eine dritte Option stellt die Rückgabe des gekauften Fahrzeugs dar.

Ein Privatdarlehen, auch Peer-to-Peer-Kredit genannt, lockt oft mit niedrigen Darlehenszinsen. Wer einen solchen Kredit wählt, hat manchmal trotz negativer Einträge bei der Schufa die Möglichkeit, Geld geliehen zu bekommen. Hierbei sollten Verbraucher beachten, dass die Zinsen entsprechend höher ausfallen. Ein Kredit von privat wird im Vergleich zum klassischen Darlehen von Plattformen wie Giromatch oder Auxmoney gewährt.

Menschen, die eine Zwischenfinanzierung suchen, wählen manchmal einen Abrufkredit oder Rahmenkredit. Das Prinzip ähnelt dem einer Revolving-Kreditkarte: Der Kreditnehmer kann innerhalb eines von der Bank festgelegten Kreditrahmens verfügen, muss diesen aber nicht ausschöpfen. Die Umsätze werden dann mit gleichbleibenden Monatsraten getilgt und nur darauf sind Zinsen zu zahlen. Manche Anbieter von Rahmenkrediten gestalten die Rückzahlung flexibler. Das Abrufdarlehen ist eine gute Alternative zum Dispo, die es geringere Zinskosten verursacht.

Fazit zum Ratenkredit Vergleich

Ein Ratenkredit ist ein Bankdarlehen, das in gleichbleibenden Monatsraten zurückgezahlt wird. Es gibt ihn zur freien Verwendung oder mit Zweckbindung, die Kreditsumme kann bis zu 75.000 Euro betragen. Die Laufzeiten eines solchen Darlehens betragen wenige Monate bis hin zu zehn Jahren. Eine kurze Kreditdauer und gute Bonität des Interessierten wirken sich in niedrigen Zinsen aus. Ist die Kreditwürdigkeit nicht so gut, steigen diese. Alternativen sind private Darlehen oder Kredite aus dem Ausland. Diese Finanzierungen gibt es zum Teil trotz negativer Schufa-Einträge, doch nicht jeder Anbieter ist seriös. Um ein passendes Angebot zu finden, ist ein Onlinekreditrechner oder eine Beratung in einer Bankfiliale zu empfehlen.

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