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Prepaidtarife – Individuelle Handynutzung für jeden!

Prepaid Tarif Vergleich findenHeutzutage ist ein Mobiltelefon für viele Menschen ein unverzichtbarer Alltagsgegenstand. Unterwegs mit Freunden über WhatsApp in Kontakt bleiben, E-Mails checken, Musik hören, Pokémons fangen, E-Roller ausleihen, den Einkauf bezahlen und so weiter – die Liste könnte noch ewig so weiter gehen.

Smartphones sind allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken. Moderne Chiptechnologie macht aus einfachen Funktelefonen mobile Hochleistungscomputer im Hosentaschenformat und mit allen Finessen. Zur Kommunikationszentrale mit Internetzugang entwickelt sich das Mobiltelefon erst in einem WLAN-Netzwerk oder durch Einlegen einer SIM-Karte und Einwahl ins Mobilfunknetzwerk.

Die Grundlage hierfür ist ein Mobilfunkvertrag. Er stellt die erforderliche Infrastruktur, die für die Datenübertragung unverzichtbar ist. Diese Dienstleistung ist natürlich kostenpflichtig und basiert häufig auf einem Mobilfunkvertrag zwischen dem Nutzer und einem Mobilfunkanbieter, der über eine vorgegebene Laufzeit eine monatliche oder eine verbrauchsabhängige Zahlung vereinbart. Mehr als die Hälfte aller deutschen Mobilfunk-Anschlüsse nutzen das Postpaid-Verfahren.

Die anderen 50 Prozent der Handynutzer entscheiden sich gegen eine langfristige Vertragsbindung und nutzen stattdessen einen Prepaid-Tarif. Alle großen Anbieter bieten daher neben Mobilfunkverträgen SIM-Karten auf Guthabenbasis an.


Wie funktioniert ein Prepaidtarif?

Wie der Name beschreibt, wird bei einer Prepaidkarte die Leistung des Mobilfunkanbieters im Voraus bezahlt, während der klassische Mobilfunkvertrag die erbrachte Leistung zum Ende des Monats (Postpaid) in Rechnung stellt. Man spricht deshalb von guthabenbasierten Tarifen.

Während bei einem Mobilfunkvertrag nach Vertragsabschluss die SIM-Karte und alle erforderlichen Zugangsdaten per Post eintreffen und der Netzzugang im Rahmen der Tarifbedingungen nach Freischaltung der Karte unbegrenzt zur Verfügung steht, erwirbt der Nutzer bei einem Prepaid-Tarif die SIM-Karte, üblicherweise in Kombination mit einem Startguthaben, das er nach Belieben abtelefonieren kann.

Früher arbeiteten Prepaid-Tarife im pay-per-use Verfahren. Pro Gesprächsminute oder SMS wurde ein festgelegter Betrag vom Guthaben abzogen. Heute kaufen Kunden überwiegend Minuten- und Daten-Pakete. Oftmals sind Prepaid-Tarife eine Kombination aus Telefonflatrate, einem SMS-Kontingent und begrenztem monatlichen Datenvolumen zu einem fixen Gesamtpreis, der monatlich, immer zu Beginn des neuen Abrechnungszeitraums, vom Guthaben abgezogen wird. Sind die mobilen Daten vorzeitig aufgebraucht, drosselt der Anbieter die Übertragungsgeschwindigkeit auf einen geringen Wert. Durch manuellen Zukauf kann der Nutzer über ein weiteres Datenpaket verfügen und mit seinem Mobiltelefon online gehen.

Nach Ablauf der einmonatigen Laufzeit verlängert sich der Tarif automatisch, sofern ausreichend Guthaben vorhanden ist. Andernfalls endet der Tarif. Bei den meisten Anbietern bleibt der Nutzer für einen begrenzten Zeitraum weiter unter der vergebenen Rufnummer der Prepaid-Handykarte erreichbar, kann sie selber aber erst wieder nach dem Aufladen weiteren Guthabens und Reaktivierung des Tarifs nutzen. Zum Ablauf eines Monats ist außerdem ein Wechsel in einen anderen Tarif, zum Beispiel mit mehr oder weniger Datenvolumen möglich.


Wie lässt sich Guthaben aufladen?

Die Verwaltung einer Prepaid-SIM-Karte erfolgt wahlweise über die Webseite des Prepaid-Anbieters oder eine Smartphone-App, die auf dem Prepaidhandy installiert ist. Nachdem der Nutzer seine frisch gekaufte Prepaidkarte durch Registrierung freigeschaltet hat, kann er sich mit seiner Telefonnummer und einem Passwort in sein Konto oder die App einloggen. Dort findet er alle Informationen des aktuellen Tarifs, wie dessen Bezeichnung, das Ende des laufenden Abrechnungszeitraums, das verbleibende Datenvolumen sowie vorhandenes Guthaben. Übers Konto lässt sich die Geschwindigkeit kostenpflichtig wiederherstellen und der Tarif zum nächsten Buchungsmonat ändern.

Ist nicht ausreichend Guthaben für den bereits gewählten oder einen anderen Tarif vorhanden, kann der Nutzer Geld aufladen. Hierzu gibt es mehrere Verfahrensweisen:

  • Abbuchung vom Girokonto
  • Buchung über ein Paypal-Konto
  • Aufladen per Guthabenkarte
  • Aufladung am EC-Geldautomaten

Um vom Girokonto Guthaben auf die Handykarte zu laden, muss dieses einmalig registriert sein. Hierzu ist ein schriftliches Lastschriftmandat erforderlich. Anschließend kann der Kunde mit einem Klick in der App oder der Onlineverwaltung einen Betrag, beispielsweise in 5-Euro-Schritten, auswählen und umbuchen. Üblicherweise müssen SIM-Karten- und Kontoinhaber identisch sein. Die Aufladung via Paypal verläuft ähnlich, wobei die App auf die Paypal-Seite umleitet und hier die gewählte Aufladung zu bestätigen ist. Bei Hinterlegung eines Girokontos kann der Nutzer die Aufladung zudem automatisieren. Wahlweise wird monatlich ein fester Betrag in beliebiger Summe automatisch auf das Prepaid-Kartenkonto überwiesen oder es bei Unterschreiten eines bestimmten Mindestguthabens aufgestockt.

Die Aufladung am Geldautomaten steht nicht für alle Prepaidanbieter und nicht an allen Geldautomaten zur Verfügung. Ist dies der Fall, zeigt der ATM im Menü diese Option an. Die Bedienung gleicht dem gewöhnlichen Bargeldabheben, wobei der Automat den gewählten Betrag nicht auszahlt, sondern auf das Prepaidkonto bucht.

Ganz ohne Konto kommt die Aufladung mit einer Guthabenkarte aus. Solche Karten aller namhaften Anbieter finden sich flächendeckend im Einzelhandel, in Supermärkten, bei Discountern, an Kiosken oder Tankstellen. Die eigentliche Karte dient der Vorlage an der Kasse. Nach dem Bezahlen erhält der Kunde einen Ausdruck, auf dem ein mehrstelliger Zahlencode abgedruckt ist. Diesen gibt er anschließend über die App oder eine vorgegebene Tastenkombination am Handy ein. Üblicherweise steht das neue Guthaben binnen weniger Minuten zur Verfügung. Eine SMS bestätigt den Vorgang. Sollte der Buchungsmonat bereits ausgelaufen sein und war zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend Geld für eine Verlängerung vorhanden, ist es in der Regel erforderlich, den Tarif erneut zu aktivieren.


Für wen eignet sich ein Prepaid-Tarif?

Prepaid Tarif Vergleich anwendenPrepaid-Tarife sind gefragt und gewinnen an Beliebtheit. Ihre Handhabung ist unkompliziert und in grundlegenden Funktionen unterscheiden sie sich nicht erkennbar von Tarifen mit Vertragsbindung. Durch die Nutzung der verschiedenen Aufladeoptionen, vor allen Dingen durch die automatische Buchung des erforderlichen Guthabens, ist in der täglichen Handhabung kaum ein Unterschied zwischen Pre- und Postpaid zu erkennen. Da sowohl Laufzeitverträge als auch Prepaidtarife mit Telefonflatrates und variablen Datenpaketen zu finden sind, gibt es wenig erkennbare Leistungsdifferenzen. Inzwischen bieten einige Prepaidtarife die Möglichkeit, nicht genutztes Datenvolumen in den Folgemonat zu übertragen, was lange nur in Laufzeitverträgen möglich war.

Ein elementarer Vorzug der Prepaid-Handykarte besteht darin, dass ohne eine Vertragsbindung die Bonitätsprüfung entfällt. Wer sich für einen klassischen Handyvertrag entscheidet, geht damit eine anfänglich zweijährige Vertragsbindung ein. Erst zum Ablauf dieser Mindestvertragslaufzeit können der Vertrag gekündigt und der Anbieter gewechselt werden. Geschieht dies nicht, verlängert sich der Vertrag automatisch um weitere 12 Monate. Oftmals treten die Mobilfunkanbieter oder mit diesen kooperierende Vertriebsunternehmen vor Ablauf der Vertragslaufzeit mit Kunden in Kontakt, um diese durch Lockangebote, wie zum Beispiel günstigere Konditionen oder eine Preisanpassung, zu einer Verlängerung des Vertrags zu bewegen. Diese gleicht einem Neuabschluss und dehnt die Laufzeit wieder auf zwei Jahre aus.

Um einen Vertrag abzusichern, überzeugen sich die Anbieter im Vorfeld von der Zahlungsfähigkeit und -willigkeit des Vertragspartners. Das geschieht üblicherweise durch eine Abfrage der bei der Schufa gespeicherten Verbraucherdaten. Diese enthalten Informationen zum Bezahlverhalten des potenziellen Neukunden, zu bereits laufenden Verträgen und eventuell vorhandenen Negativmerkmalen, wie Vollstreckungsbescheiden, Titeln oder sogar Haftbefehlen in Zusammenhang mit einer nicht bedienten Zahlungsverpflichtung. Weist das von der Schufa genutzte Scoring-Verfahren auf ein erhöhtes Ausfallrisiko hin, lehnen die meisten Mobilfunkanbieter einen Vertrag ab. Prepaidtarife verzichten auf eine Vertragsbindung, da sie auf Guthabenbasis funktionieren: Erst wird gezahlt, dann geleistet. Dadurch entfällt für den Anbieter das Verlustrisiko und damit die Notwendigkeit der Bonitätsprüfung.

Eine weitere Voraussetzung für den Abschluss eines Mobilfunkvertrags ist ein Girokonto, von dem der Anbieter die monatlichen Rechnungsbeträge abbucht. Seit 2016 gibt es durch Bestimmungen der Zahlungskontenrichtlinie der EU für Banken eine Verpflichtung, mit einem sogenannten Jedermann-Konto allen Menschen, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten, den Zugang zu einem Girokonto als Grundlage des bargeldlosen Zahlungsverkehrs zu gestatten. Trotzdem gehen Untersuchungen davon aus, dass heute noch rund eine halbe Million Deutsche kein eigenes Girokonto besitzen. Entsprechend ist ihnen der Abschluss eines Handy-Vertrags unmöglich. Da ein Prepaidhandy ohne Konto aufgeladen werden kann, ist es für jene Personen zugänglich.

Darüber hinaus muss ein Verbraucher zum Abschluss eines Handyvertrags voll geschäftsfähig sein. Dies bedeutet vor allen Dingen, dass er zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung volljährig sein muss. Grundsätzlich sind nach dem Gesetz Kinder bis zur Vollendung des siebten Lebensjahres nicht geschäftsfähig und dürfen entsprechend keine Verträge schließen. Mit Vollendung des siebten Lebensjahres gelten Schüler als beschränkt geschäftsfähig. Das heißt, Verträge sind grundsätzlich möglich, bedürfen aber bis zum 18. Geburtstag der Einwilligung der gesetzlichen Vertreter, also üblicherweise der Eltern. Das gilt ebenso für Tarife, die von Mobilfunkanbietern speziell auf junge Leute zugeschnitten sind.

Die Bestimmung gilt nicht für Prepaidhandys. Einerseits handelt es sich hierbei nicht um Verträge im Sinne des Gesetzes, da keine monatliche Zahlungsverpflichtung besteht, andererseits sind die Ausgaben für die individuelle Aufladung der SIM-Karte durch den Taschengeld-Paragrafen (§ 110 BGB) abgedeckt, der Kindern und Jugendlichen erlaubt, über Beträge zu verfügen, die vom üblichen Taschengeld abgedeckt sind. So können schon Kindern ein eigenes Mobiltelefon nutzen und ihre Eltern brauchen sich keine Sorgen um horrende Handyrechnungen zu machen. Selbst wenn das Guthaben leer ist, bleibt der Nachwuchs telefonisch erreichbar. Mit einer Telefonflatrate kann er dauerhaft selber telefonieren.

Insgesamt bietet ein Prepaid-Handy optimale Kostenkontrolle. Die rein verbrauchsbasierte Abrechnung verhindert Risiken wie eine Überschuldung durch laufende Kosten in einer finanziellen Krisensituation. Außerdem eignen sich günstige Prepaidtarife gut für Wenigtelefonierer. Wer zum Beispiel sein Handy lediglich auf Reisen oder am Wochenende in der Gartenlaube benötigt oder sich ein reines Notfallhandy zulegen möchte, ist mit einem Handytarif ohne Vertrag deutlich günstiger unterwegs. Gleiches gilt für die Nutzung einer Prepaidkarte in anderen Endgeräten, wie einer Kinder-Smartwatch, einem Ortungssystem für das Kraftfahrzeug oder einem Tablet-PC mit SIM-Karten-Slot zum gelegentlichen mobilen Surfen im Internet. Außerdem bietet ein günstiger Handytarif ohne Vertrag, als Zweitkarte in einem Dual-SIM Smartphone genutzt, die Möglichkeit eine zweite Telefonnummer geschäftlich zu nutzen oder einen Laufzeitvertrag mit geringem Datenvolumen durch zusätzliche Datenpakete auf der Prepaidkarte zu ergänzen.


Welche Einschränkungen hat ein Prepaidtarif?

Prepaidtarife bieten zahlreiche Vorzüge gegenüber Laufzeitverträgen bei gleichzeitig geringen Einschränkungen. Auch wenn sie zunehmend gefragt sind, entscheiden sich trotzdem noch mehr als die Hälfte der deutschen Handynutzer für eine feste Vertragsbindung. Dies hat unterschiedliche Gründe: An erster Stelle steht für viele Nutzer sicherlich die Bequemlichkeit. Wer einen Vertrag abschließt, muss sich prinzipiell nach Freischaltung der SIM-Karte um nichts mehr kümmern. Die Rechnung wird monatlich zum immer gleichen Termin vom Konto eingezogen. Sind beim Anbieter eine Flatrate und ein Datenpaket gebucht, können zusätzliche Kosten nur durch separat berechnete Dienste, wie zum Beispiel Sonderrufnummern, Auslandsgespräche oder gegebenenfalls nachträglich hinzu gebuchtes Datenvolumen entstehen.

Wer sein Mobiltelefon ganz oder zumindest teilweise beruflich nutzt, profitiert von einem Laufzeitvertrag. Der Vertragskunde erhält automatisch jeden Monat eine detaillierte Rechnung, wahlweise per Post oder digital als Mailanhang sowie einen Einzelverbindungsnachweis. Das hilft dabei, Kosten für private und geschäftliche Telefongespräche zu trennen. Belege über aufgeladenes Guthaben und Einzelvermittlungsnachweise erstellen zwar auch Prepaidanbieter, dies geschieht in der Regel ausschließlich auf Verlangen und ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden.

Bis vor einiger Zeit zeichneten sich Laufzeitverträge gegenüber den Prepaidtarifen durch höhere Übertragungsraten im Datenverkehr, also in der Nutzung des mobilen Internets, aus. Inzwischen bieten die Mehrzahl der Tarife ohne Vertrag ebenfalls 4G/LTE als aktuell verbreitet schnellsten Funkstandard. Trotzdem gelten Prepaidkunden bei vielen Anbietern gewissermaßen als Kunden zweiter Klasse. Insgesamt kann die Internetnutzung mit einer Prepaid-SIM teurer als mit einem Vertrag sein. Das gilt vor allen Dingen dann, wenn der Nutzer Datenvolumen hinzukaufen muss. Zusätzliche Kosten ergeben sich dadurch, dass viele Provider den Prepaid-Monatszyklus grundsätzlich mit 28 Tagen berechnen und nicht mit der tatsächlichen Monatslänge. So bezahlt der Nutzer über das Jahr hinweg statt 12 tatsächlich 13 Monate.

Außerdem fehlen Prepaidtarifen einige Komfortfunktionen, die mit einem Vertrag möglich sind. Beispielsweise unterstützen nicht alle Prepaid-SIM eine individuelle Rufumleitung auf eine andere Nummer als die eigene Mailbox. Die Nutzung mehrerer SIM-Karten unter einer Rufnummer ist ebenfalls Inhabern von Laufzeitverträgen vorbehalten.

Ein wichtiger Grund, weshalb sich Nutzer für einen Handyvertrag anstelle eines Prepaidtarifs entscheiden, besteht in der Option, ein Handy zum Vertrag hinzu zu buchen. Neben einer anfänglichen Einmalzahlung zahlt der Nutzer das Telefon in Raten über die Mindestvertragslaufzeit hinweg. So ist es ohne größere finanzielle Mittel möglich, in den Genuss eines aktuellen Markenhandys zu kommen. Dadurch ist die monatliche Belastung deutlich höher. Wer auf ein teureres Neugerät nicht verzichten möchte, aber die Kaufsumme momentan nicht parat hat, findet hier eine Alternative zum klassischen Ratenkauf. Wer sich für ein solches Tarifmodell entscheidet, sollte die Vertragsdetails genau studieren, um zum Beispiel eine hohe Belastung über die Mindestvertragslaufzeit hinaus zu verhindern.

Prepaidtarife mit Handy sind eine Ausnahme. Das Prinzip des Verzichts auf eine Vertragsbindung macht einen Ratenkauf schlicht unmöglich. Ein Handy oder Smartphone muss zur Nutzung einer Prepaid-SIM vorhanden sein. Es kommen also lediglich der Neukauf, gegebenenfalls mit Teilzahlung, der Kauf eines gebrauchten Handys oder die Miete bei einem separaten Anbieter infrage.

Bei einigen Prepaidanbietern finden sich Bundle-Angebote aus Prepaid-SIM und Telefon. Allerdings beschränkt sich das Angebot auf preisgünstigere Modelle. Außerdem handelt es sich um eine Einmalzahlung zu geringfügig günstigeren Konditionen als der Kauf ohne SIM.

Ein wichtiges Thema, das in Umfragen und Untersuchungen zum Thema Prepaidtarife immer wieder erwähnt wird, ist die Servicequalität. So lange die SIM-Karte im Telefon erfüllt, was von ihr erwartet wird, lernt der Kunde den Service nicht kennen. Erst wenn es zu Schwierigkeiten oder Störungen kommt, wird die Service-Hotline hervorgekramt. Die Mehrheit der Prepaidkunden stellt dem Kundendienst insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Dennoch sollte klar sein, dass Anbieter in den Service für Prepaidtarife weniger investieren als in die Betreuung von Laufzeitkunden.


Welcher Prepaid-Tarif ist der Beste?

Prepaid-Tarife finden sich in allen Netzen:

  • Telekom
  • Vodafone
  • O2 / E-Plus / Telefónica

Dabei stellen sowohl die eigentlichen Netzbetreiber Tarife zur Verfügung als auch zahlreiche Drittanbieter, die unter eigenem Namen am Markt auftreten. Besondere Bedeutung haben die großen Lebensmitteldiscounter erlangt. Diese erscheinen seit einigen Jahren als Mobilfunkanbieter und profitieren insbesondere vom engmaschigen Filialnetz. In jeder Filiale erhält der Kunde das Starterpaket mit der erforderlichen SIM-Karte sowie Aufladekarten, um nach Belieben Guthaben auf die Karte zu buchen. Wer sowieso dort einkauft, kann also ohne zusätzlichen Aufwand dafür sorgen, dass immer ausreichend Guthaben vorhanden ist.

Der mit Abstand größte Anbieter, gemessen an verkauften SIM-Karten, ist Aldi. Genaue Nutzerzahlen liegen nicht vor. Laut Wirtschaftsmedien müssen es zwischen sechs und acht Millionen sein. Aldis Umsatz mit Prepaidtarifen lag im Jahr 2018 bei rund 30 Milliarden Euro. Die Überlegenheit gegenüber den anderen Discountern – Lidl liegt mit etwa 23 Milliarden Umsatz auf dem zweiten Platz – verdankt Aldi vor allen Dingen seinem frühen Markteintritt: Bereits 2005 konnten Aldikunden an der Kasse eine Prepaidkarte aufs Band legen. Hauptkonkurrent Lidl ließ sich noch zehn Jahre Zeit, bis er ein vergleichbares Angebot herausgab. Der erste Einzelhändler, der Mobilfunktarife ins Sortiment aufnahm, war der Kaffeehändler Tchibo.

Wer auf der Suche nach einem passenden Prepaid-Tarif ist, sollte einen Handytarif-Vergleich nutzen, um anhand individueller Voraussetzungen und Anforderungen den richtigen Anbieter und das optimale Angebot zu finden.

Die erste Frage ist die nach dem bevorzugten Mobilfunknetz. Bei diesem Punkt spielt vor allen Dingen der Einsatzort eine Rolle. In Großstädten und Ballungsräumen ist die Abdeckung in allen drei Netzen weitgehend flächendeckend. Anders sieht es bisher im ländlichen Raum aus. Hier zeigen sich weiterhin Lücken im geschlossenen Mobilfunknetz, die abhängig vom Betreiber kleiner oder größer ausfallen. An jedem Ort mobil telefonieren und im Internet surfen zu können, bleibt bis auf Weiteres eine Absichtserklärung der verantwortlichen Regierungsstellen. Die besten Chancen haben Nutzer in vielen Gegenden mit dem am weitesten ausgebauten D1-Netz der Telekom.

Um zu klären, welche Anbieter überhaupt infrage kommen, sollten Interessenten sich als Erstes einen Überblick verschaffen, welcher Anbieter welches Netz nutzt.

Prepaid-Anbieter im D1-Netz (Auswahl)

  • Telekom (MagentaMobil-Prepaid)
  • Congstar
  • debitel-light
  • easyTel
  • EDEKA smart
  • ja! mobil (Rewe)
  • Penny Mobil

Prepaid-Anbieter im D2-Netz (Auswahl)

  • Vodafone
  • klarmobil
  • Lidl Connect
  • OTELO
  • Rossmann mobil

Prepaid-Anbieter im Telefónica-Netz / o2 (Auswahl)

  • O2
  • Aldi talk
  • Blau
  • GALERIAmobil
  • K-Calssic (Kaufland)
  • Lufthansa Mobile
  • n-tv go!
  • NettoKOM
  • Norma MobilfunkTchibo
  • WhatsApp-SIM
  • WinSIM
  • yourfone

Die größte Zahl an Anbietern findet sich im o2-Netz, was nicht zuletzt darin begründet liegt, dass im Unternehmen Telefónica durch Zukauf die ehemals getrennten Betreiber o2 und E-Plus abschließend seit 2015 zusammengeführt sind.

Welcher Anbieter der individuell Beste ist, hängt von der Tarifauswahl ab. Grundsätzlich lassen sich im Prepaid drei Arten von Tarifen unterscheiden:

  • Basistarife
  • Volumentarife
  • Flatrates

Beim Basistarif bezahlt der Kunde für jede Gesprächsminute, jede einzelne SMS und jedes online übertragene Megabyte. Diese Variante funktioniert bedarfsabhängig und eignet sich vor allen Dingen für jene, die ihr Smartphone zum Telefonieren nutzen, eher angerufen werden, als selber anzurufen und das Handy insgesamt selten zur Hand nehmen.

Volumentarife beinhalten zu einem Pauschalpreis Freiminuten, freie SMS und Datenvolumen, die alle innerhalb eines Abrechnungsmonats nutzbar sind. Ob nicht verbrauchte Minuten, SMS oder Datenmengen in den Folgemonat mitnehmbar sind, hängt vom Anbieter und dessen Tarif ab. Wer einen Volumentarif nutzen möchte, sollte sein Nutzungsverhalten möglichst gut kennen. Ein Tarif mit zu groß gewählten Pauschalpaketen kostet unnötig Geld, ein zu kleines Paket kann sogar noch teurer ausfallen, da nach Erreichen der Volumengrenzen die weitere Nutzung zu erkennbar schlechteren Konditionen erfolgt.

Flatrates bieten zum Pauschalpreis unbegrenzten Zugriff. Telefonminuten sind ebenso uneingeschränkt enthalten wie SMS. Der Begriff der Internetflatrate ist im Falle der Prepaidtarife dagegen gewissermaßen irreführend. Tatsächlich besteht zwar unbegrenzter Internetzugriff, ein tarifabhängiges Datenvolumen bestimmt, welche Datenmengen mit der vereinbarten Maximalgeschwindigkeit verfügbar sind. Ist dieses Datenpaket ausgeschöpft, vermindert sich die Übertragungsgeschwindigkeit.

Prepaidtarife bieten im Vergleich zu Laufzeitverträgen eine begrenzte Auswahl an Datenvolumen-Varianten und ein beschränktes Maximalvolumen. Mobilfunkverträge nutzen verbreitet die Bezeichnung Internetflatrate, obwohl die Maximalgeschwindigkeit lediglich für ein begrenztes Datenpaket bereitsteht. Inzwischen bieten die großen Netzbetreiber sogenannte Unlimited-Tarife, auch XL-Tarife genannt, die eine echte Internetflatrate beinhalten und ohne Begrenzung volle Übertragungsgeschwindigkeit gewährleisten. Die entsprechend teuren Tarife lohnen sich nur für absolute Vielnutzer. Ein vergleichbares Angebot für Prepaidtarife gibt es derzeit noch nicht.

Neben den genannten Flatrates für Telefon, SMS und Internet bieten inzwischen einzelne Prepaidanbieter pauschalen Zugang zu Streamingdiensten wie Spotify oder Deezer. Eine Social-Flat, bei der Besuche der großen Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter & Co. das gebuchte Datenvolumen nicht belasten, bleibt ebenfalls vorerst Kunden mit Laufzeitverträgen vorbehalten.


Wie findet man den besten Tarif?

Aufgrund der Fülle an Anbietern ist die manuelle Suche nach dem besten Tarif mit einigem Aufwand verbunden. Die Webseiten der einzelnen Provider zu besuchen, um deren Tarifbedingungen zu erfassen und mit anderen zu vergleichen, ist eine unverhältnismäßig zeitraubende Aufgabe. Die Suchmaschinen der Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox übernehmen diese Aufgabe professionell und in Sekundenschnelle.

Die Vergleichsportale listen alle Anbieter und Tarife auf und bieten die Möglichkeit, diese nach bestimmten Merkmalen zu sortieren oder zu filtern. Die Anzeige kann wahlweise in aufsteigender Reihenfolge des Monatspreises und einer Empfehlung nach Kundenbewertung, Höhe einer einmaligen Zahlung, Größe des Datenvolumens oder Anzahl der Inklusivminuten erfolgen.

Eine zusätzliche Filterung ist anhand verschiedener Merkmale möglich:

  • Netz
  • Enthaltenes Datenvolumen
  • Inklusivminuten
  • Möglichkeit zur Rufnummernmitnahme
  • Datengeschwindigkeit
  • Tarife für junge Leute

Außerdem lässt sich die Auswahl auf reine Datenverträge beschränken, die als Zweit-SIM, in einem Dual-SIM Handy, Surfstick oder Tablet-PC nutzbar sind.

Ein zusätzliches Vergleichskriterium ist, wie schon angesprochen, der einmalige Einrichtungspreis. Hierbei handelt es sich um den Betrag, den Kunden im Geschäft oder online für das Starterpaket bezahlen. Dieses enthält neben der Anleitung und dem Registrierungsformular die SIM-Karte. Die meisten Anbieter statten ihre SIM-Karten mit einem Startguthaben aus. Als Gegenleistung für die Einmalzahlung erhält der Kunde das erste Guthaben direkt mit der Freischaltung auf das SIM-Karten-Konto gutgeschrieben. Während manche Provider einen Teil des Kaufpreises als Startguthaben erstatten, werben andere mit einer Gutschrift, welche die Einmalzahlung sogar übersteigt.


Was ist eine eSIM?

Egal ob Prepaid- oder Laufzeitvertrag, um sich mit einem Handy in einem Mobilfunknetz anmelden zu können, ist eine SIM-Karte erforderlich. Die Karte besteht aus einem genormten Plastikträger, auf dem ein Chip angebracht ist, der alle Anmeldeinformationen gespeichert hat. Einzelne Telefone unterscheiden sich in der Größe der nutzbaren SIM-Karte. Man unterscheidet:

  • Mini-SIM
  • Micro-SIM
  • Nano-SIM

Der Großteil der Anbieter nutzt heute eine Kombi-SIM. Das heißt, in der scheckkartengroßen Full-Size-SIM sitzt vorgestanzt die Mini-SIM. Darin wiederum, ebenfalls vorgestanzt, befindet sich die Micro-SIM, die ihrerseits die Nano-SIM trägt. Letztere hat gerade die Größe des eigentlichen Chips. Die benötigte Karte lässt sich mit wenig Kraftaufwand herausdrücken. Will man sie zu einem späteren Zeitpunkt mit einem anderen Handy in einem der größeren Formate nutzen, dient der Rahmen als Adapter.

Das Einlegen einer SIM-Karte ist bei den gängigen Telefonen unkompliziert. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass der Chip bei mehrmaligem Wechsel Schaden nimmt. Im schlimmsten Fall kann dies dazu führen, dass die Karte nicht mehr funktionstüchtig ist.

Die eSIM verzichtet auf das Einlegen einer physischen SIM-Karte zu Gunsten eines bereits herstellerseitig fest im Endgerät verbauten Chips. Deshalb bedeutet eSIM embedded (deutsch: eingebaute) SIM. Der Chip lässt sich durch die Eingabe eines Aktivierungscodes freischalten und installiert automatisch die benötigten Netzbetreiberprofile.

In absehbarer Zeit sollte die eSIM die konventionelle SIM-Karte zunehmend ersetzen. Bisher verbauen erst wenige Hersteller den erforderlichen Chip bei ausgewählten Gerätemodellen. Hierzu zählen im Einzelnen:

  • Apple iPhones der Modelle 11*, 11 Pro*, 11 Pro Max*, XS*, XR* und XS Max
  • Apple iPad Air
  • Apple iPad mini (2019), Pro 11, Pro 12,9 (2018)
  • Apple Watch Series 4 und 5
  • Google Pixel 3* und 3 XL*
  • Samsung Galaxy Watch

Die gekennzeichneten Geräte sind ausschließlich mit eSIM nutzbar, alle anderen verfügen zusätzlich über einen herkömmlichen SIM-Karten-Slot.


Wie funktioniert eine Rufnummernmitnahme?

Viele Handynutzer bleiben über Jahre einem Anbieter treu, selbst wenn es objektiv betrachtet preisgünstigere Alternativen gäbe. Bequemlichkeit ist eine Erklärung für dieses Verhalten. Vor allen Dingen fürchten Nutzer, mit einem Anbieterwechsel ihre Telefonnummer zu verlieren. Allen Kontakten eine neue Nummer mitteilen und eventuell sogar Briefbögen, Visitenkarten und Online-Einträge ersetzen oder ändern zu müssen, erscheint als zu hoher Aufwand für eine gering anmutende Ersparnis.

Die Option der Rufnummernmitnahme, die sogenannte Portierung, verspricht hier Abhilfe. Gegen eine einmalige Gebühr wird die Rufnummer vom alten Anbieter auf den neuen übernommen. Die Aufgabe übernimmt der neue Mobilfunkanbieter. Lange Zeit war diese Option Inhabern von Laufzeitverträgen zugänglich. Inzwischen können Prepaidkunden ebenfalls Rufnummern aus vorangehenden Verträgen oder von anderen Prepaidanbietern mitnehmen.


Was ist bei der Registrierung eines Prepaidtarifs zu beachten?

In Krimis nutzen wahlweise Schurken oder Helden auf der Flucht Wegwerfhandys, um unerkannt zu bleiben. In einigen Köpfen mag bis heute der Gedanke herumspuken, mit einer Prepaid-SIM sei die anonyme Handynutzung möglich. Das stimmt zumindest in Deutschland nicht mehr.

Schon in der Vergangenheit erhielt jeder Käufer zu einer neuen SIM-Karte ein Registrierungsformular. Mit diesem oder über eine Online-Registrierung musste er die neue SIM unter seinem Namen anmelden, um sie nutzen zu können.

Diese Regelung wurde im Juli 2017 noch einmal deutlich verschärft. Seither muss der Karteninhaber zur Freischaltung seine Identität verifizieren, indem er sich bei Postident oder per Videochat ausweist. Erst danach erfolgt die Freischaltung der SIM-Karte. Das bedeutet, dass zumindest bei Wahl des PostIdent-Verfahrens einige Werktage vergehen können, bevor ein Prepaidhandy einsatzbereit ist.


Fazit

Prepaidtarife eröffnen breiten Bevölkerungsschichten unterschiedlichen Alters und mit individuellen Voraussetzungen und Anforderungen den Zugang zur mobilen Telefonie und dem mobilen Internet. Ein Prepaidtarif verspricht volle Kostenkontrolle und unterscheidet sich in seinen Leistungsmerkmalen nur geringfügig von einem Laufzeitvertrag.

Trotzdem zeigen sich beim Prepaidtarif Einschränkungen im Vergleich mit einem vertraglich gebundenen Tarif. Ob sich ein guthabenbasierter Vertrag trotzdem lohnt und gegen den Postpaid-Tarif behaupten kann, ist eine individuelle Abwägung, die in erster Linie von den persönlichen Nutzungsgewohnheiten abhängt.

Fällt die Wahl auf ein Prepaidhandy, bieten der Vergleich eine bequeme und zuverlässige Möglichkeit, die zahllosen Tarife der Anbieter einander gegenüberzustellen.

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