In europäischen und internationalen Vergleichen schneidet Deutschland beim Thema Mobilfunk regelmäßig erschreckend schlecht ab. In wenigen Worten zusammengefasst lautet das Urteil: unzureichende Netzabdeckung, hohe Preise. Betrachtet man die LTE-Verfügbarkeit, liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit abgeschlagen auf einem der letzten Plätze, negativ übertroffen nur noch von Irland und Weißrussland. Die Gründe hierfür erkennen Fachleute einerseits in der geringen Konkurrenz auf dem deutschen Mobilfunkmarkt und andererseits in einer eher ablehnenden Haltung der Bevölkerung gegenüber den sichtbaren Folgen des Netzausbaus in Gestalt von Sendemasten. Die Konkurrenzsituation trägt aller Wahrscheinlichkeit nach dazu bei, dass mobiles Telefonieren und Surfen im Internet noch recht teuer ist. Als Maßstab zum Vergleich der Preise dienen die Kosten für die Nutzung des mobilen Internets. Im Preisvergleich unbegrenzter Datenflatrates landen deutsche Netzbetreiber im Vergleich von zehn europäischen Ländern lediglich auf Platz acht. Gerade weil Deutschland im Mobilfunk noch Nachholbedarf zeigt, ist bei der Wahl eines Mobilfunktarifs Sorgfalt wichtig. Zum Preisvergleich ziehen Untersuchungen üblicherweise die Tarife der drei großen Netzbetreiber heran. Im innerdeutschen Vergleich gehören diese ebenfalls zu den teureren Angeboten. Neben ihnen haben sich in den letzten Jahren Drittanbieter, darunter zahlreiche Mobilfunkdiscounter, etabliert. Diese stehen untereinander sowie mit den Netzbetreibern in regem Wettbewerb. Der macht sich für die Kunden positiv in stetig sinkenden Preisen bemerkbar.

Grundsatzfrage Mobilfunktarif – Postpaid oder Prepaid?

In Deutschland konkurrieren zwei Arten von Mobilfunktarifen um die Gunst der Kundschaft: Laufzeitvertrag und Prepaidtarif. Beide unterscheiden sich aus Sicht der Kunden in erster Linie durch die Bezahlung der Mobilfunkkosten. Beim Laufzeitvertrag als Postpaidvariante wird eine monatliche Rechnung gestellt, die jeweils zum Ende des Monats fällig ist und üblicherweise im Lastschriftverfahren vom Girokonto abgebucht wird. Darin können Pakete aus Inklusivleistungen zum Pauschalpreis und verbrauchsabhängig kalkulierte Kosten enthalten sein. Im Gegensatz dazu bezahlen Mobilfunkkunden beim Prepaidtarif im Voraus. Zu diesem Zweck laden sie Guthaben auf ihr Kartenkonto, um es anschließend aufzubrauchen. Das Aufladen erfolgt durch Abbuchung von einem Girokonto, einem PayPal-Konto oder mit Guthabenkarten aus dem Einzelhandel. Vom vorhandenen Guthaben werden die Kosten für einzelne Telefonminuten, SMS oder übertragene Datenmengen nach den im Tarif vereinbarten Konditionen abgezogen. Alternativ kaufen Prepaidkunden zu Beginn eines Abrechnungszeitraums von üblicherweise 30 Tagen ein Paket aus Inklusivminuten, Frei-SMS oder Flatrates sowie Datenvolumen in unterschiedlicher Größe. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile, die ausschlaggebend für eine individuelle Entscheidung sein können. Das Postpaidverfahren zeichnet sich vor allen Dingen durch Bequemlichkeit aus. Die Tatsache, dass ein einmal abgeschlossener Vertrag dauerhaft keine weitere Arbeit verursacht, ist sicher einer der Hauptgründe, weshalb drei Viertel aller Mobilfunkkunden diese Variante wählen. Insbesondere Pakettarife sind aufgrund gleichbleibender Kosten optimal kalkulierbar, wenn sie den individuellen Anforderungen entsprechend ausgesucht wurden. Die Tarifvereinbarungen sind für beide Seiten, Mobilfunkanbieter und Kunden, über die gesamte Laufzeit bindend. Im Direktvergleich mit Prepaidtarifen sind Laufzeitverträge oft erkennbar günstiger und zeigen zudem Merkmale, in denen sie Ersteren überlegen sind. So finden sich besonders große Datenvolumenpakete oder echte Datenflatrates ohne Volumenbegrenzung allein in Handyverträgen. Außerdem haben Vertragskunden bei vielen Anbietern die Möglichkeit, zum gewählten Tarif mit der monatlichen über 24 Monate Rechnung ein Mobiltelefon zu finanzieren. Die Vorzüge eines Laufzeittarifs erkaufen Kunden mit einigen Einschränkungen. An erster Stelle steht hier sicherlich die längerfristige Vertragsbindung. Nach aktuell noch gültiger Rechtslage hat ein Mobilfunkvertrag in der Regel eine anfängliche Laufzeit von 24 Monaten. Sind diese um, verlängert sich der Vertrag jeweils um weitere zwölf Monate, solange der Kunde ihn nicht fristgerecht kündigt. Die Bindung des Laufzeitvertrags bringt gleichermaßen Vor- und Nachteile mit sich. Zwar kann der Anbieter den Vertrag weder ohne Weiteres kündigen noch die Gebühren anheben, gleichzeitig profitieren aber auch die Kunden nicht von sinkenden Preisen. Insgesamt ist der Handyvertrag eher unflexibel. Wenn sich das Nutzungsverhalten der Kunden regelmäßig verändert, können sie den einmal gewählten Tarif nicht so einfach anpassen.

Vorteile des Laufzeitvertrags

  • Bequemlichkeit
  • Bessere Tarifkonditionen (niedrigere Preise und größere Datenvolumen)
  • Optional Tarife mit Handy
  • Preisbindung (keine unerwarteten Preiserhöhungen)

Nachteile des Laufzeitvertrags

  • Langfristige Bindung an den Vertrag
  • Einhaltung der Kündigungsfrist
  • Geringe Flexibilität
  • Preisbindung (keine kurzfristige Anpassung an sinkende Preise)

Ein Prepaidtarif kann in vielen Bereichen punkten, die beim Laufzeitvertrag negativ ins Gewicht fallen. Er überzeugt vor allen Dingen durch maximale Flexibilität. Ohne eine Vertragsbindung lässt sich der Tarif spontan veränderten Anforderungen problemlos anpassen. Da es ausschließlich auf Guthabenbasis arbeitet, kann das Prepaidhandy über Monate ungenutzt im Schrank liegen, ohne Kosten zu erzeugen. Deshalb eignen sich Prepaidhandytarife gut für Urlaubs- oder Notfallhandys. Kunden profitieren jederzeit von sinkenden Preisen am Mobilfunkmarkt oder verbesserten Tarifkonditionen und müssen sich an keine Kündigungsfristen halten. Dank Rufnummernmitnahme ist es unkompliziert möglich, bei gleichbleibender Telefonnummer zu einem anderen Prepaidanbieter oder in einen Laufzeitvertrag zu wechseln. Ein entscheidender Vorteil für viele Mobilfunknutzer zeigt sich bei der Beantragung eines Prepaid-Mobilfunkanschlusses. Beim Laufzeitvertrag besteht der Anbieter in aller Regel auf eine Bonitätsprüfung. Mit einer Abfrage der Schufa-Daten versucht er, sich vor Zahlungsausfällen zu schützen. Das hat zur Folge, dass Verbraucher mit negativer Schufa Schwierigkeiten haben, einen Anbieter zu finden, der sie als Neukunden akzeptiert. Ebenfalls ist es Minderjährigen oder anderweitig beschränkt Geschäftsfähigen nicht möglich, auf ihren eigenen Namen einen Mobilfunkvertrag abzuschließen. Bei Prepaidtarifen verzichten Mobilfunkprovider üblicherweise auf eine solche Bonitätsprüfung. Da sie ausschließlich auf Guthabenbasis nutzbar sind, geht der Anbieter kein Risiko ein. Die Pluspunkte des Laufzeittarifs erweisen sich beim Prepaidhandy als Defizite. In einzelnen Bereichen ist Prepaid teurer als Postpaid, was sich in vielen Fällen durch eine nutzungsgerechte Tarifauswahl ausgleichen lässt. Beim reinen Prepaidtarif ist die Finanzierung eines Mobiltelefons nicht vorgesehen. Bieten Provider zu Prepaidtarifen Handys an, handelt es sich hierbei um eine separate Finanzierung mit einer vertraglichen Bindung. Obwohl aktuell keine zu erwarten sind, sind Prepaidnutzer nicht vor kurzfristigen Preiserhöhungen geschützt. Außerdem ist der Prepaidtarif mit etwas mehr Aufwand verbunden. So müssen Nutzer immer daran denken, dass genug Guthaben vorhanden ist, um weitere Gespräche einzeln zu bezahlen oder nach Ablauf des Buchungsmonats den gewählten Tarif automatisch zu verlängern. Ist ein Tarifpaket vorzeitig aufgebraucht, müssen Kunden zum Beispiel zusätzliches Datenvolumen hinzukaufen. Die Abbuchung des Guthabens lässt sich automatisieren. Monatlich kann ein Festbetrag aufgeladen werden oder bei Unterschreiten eines Mindestbetrags die neue Gutschrift selbstständig erfolgen. Hierfür sind ein SEPA-Lastschriftmandat und ein Girokonto erforderlich. Wer Guthabenkarten nutzt, ist gezwungen, diese rechtzeitig zu erwerben. Mit dieser Maßnahme lässt sich der wohl wichtigste Unterschied zum Laufzeitvertrag, die mit ihm verbundene Bequemlichkeit, weitestgehend ausgleichen.

Vorteile des Prepaidtarifs

  • Hohe Flexibilität
  • Keine Vertragsbindung, keine Kündigungsfrist
  • Optionale Rufnummernmitnahme
  • Keine Preisbindung (Reaktion auf kurzfristige Preissenkungen möglich)
  • Verzicht auf Bonitätsprüfung

Nachteile des Prepaidtarifs

  • Höhere Verbrauchspreise
  • Kleinere Datenvolumenpakete
  • Höherer Aufwand durch Guthabenkontrolle
  • Keine Preisbindung (Kein Schutz vor steigenden Preisen)

Wie findet man den besten Mobilfunktarif?

Der erste Schritt zum individuell besten Mobilfunktarif besteht in der Wahl zwischen Laufzeitvertrag und Prepaidtarif. Ist diese Wahl anhand der eigenen Nutzungsgewohnheiten und Voraussetzungen getroffen, sollte eine Betrachtung der einzelnen Tarifbedingungen folgen.

Das beste Mobilfunknetz

Dem deutschen Mobilfunkkunden stehen drei Mobilfunknetze zur Wahl:

  • D1-Netz der Telekom
  • D2-Netz von Vodafone
  • O2/Telefónica

Die drei Netze nutzen jeweils ihre eigene Infrastruktur aus Sendeanlagen, die über die gesamte Bundesrepublik verteilt sind. Aus den einzelnen Sendemasten ergibt sich ein Geflecht, dessen Ziel es ist, flächendeckenden Zugang zum Mobilfunknetz zu ermöglichen. Dies gelingt in Deutschland bisher nur teilweise. Während in Städten und Ballungsgebieten das Telefonieren überwiegend problemlos möglich ist, zeigen sich in schwach besiedelten, ländlichen Regionen nach wie vor Lücken in der Netzabdeckung. Während der für die Telefonie erforderliche GSM-Standard eine Fläche von annähernd 100 Prozent abdecken kann, hinkt das mobile Internet in diesem Bereich noch erkennbar hinterher. Schnelles LTE steht auf rund 80 Prozent des Bundesgebiets zur Verfügung. Selbst in Großstädten erreicht 4G häufig noch nicht die angestrebte vollständige Netzabdeckung. In Zahlen verfügt derzeit die Telekom über das am weitesten geschlossene Netz, sowohl im GSM-Standard als auch bei der LTE-Verfügbarkeit. Telefonieren ist vor allen Dingen in abgelegenen, ländlichen Gebieten wenn überhaupt im D1-Netz der Telekom möglich. Nicht alle drei Netze sind in allen Regionen in gleichem Maße verfügbar. Das heißt für den Verbraucher bei der Wahl des geeigneten Mobilfunknetzes, dass die prozentualen Angaben der einzelnen Netzbetreiber zur generellen Netzabdeckung wenig hilfreich sind. Welches Netz das beste ist, lässt sich ausschließlich individuell beurteilen. Hierbei können Netzabdeckungskarten der verschiedenen Netzbetreiber helfen, die einen Überblick darüber vermitteln, an welchen Orten der Mobilfunkempfang in welchen Übertragungsstandards gesichert und wo noch mit Einschränkungen zu rechnen ist. Die drei Mobilfunknetze werden von den zugehörigen Netzbetreibern deren Tochtergesellschaften sowie unabhängigen Drittanbietern genutzt. Bei Letzteren handelt es sich um Mobilfunkbetreiber und -discountern, wie zum Beispiel Aldi und Lidl.

Der beste Mobilfunkanbieter

Bei der Suche nach dem passenden Mobilfunkanbieter trifft man in Deutschland auf drei unterschiedliche Kategorien:

  • Netzbetreiber
  • Eigenmarken der Netzbetreiber
  • Mobilfunkprovider/Mobilfunkdiscountern

Die großen Mobilfunknetzbetreiber Telekom und Vodafone treten unter ihrem eigenen Namen auf. Der Dritte im Bunde, Telefónica Germany, nutzt nach dem Zusammenschluss mit dem Netzbetreiber E-Plus den Markennamen O2. Darüber hinaus betreiben die drei Mobilfunkgiganten weitere Marken, die nach außen hin eigenständig auftreten und eigene Tarife anbieten.

Eigenmarken der Telekom

  • Congstar

Eigenmarken von Vodafone

  • Otelo

Eigenmarken von Telefónica Germany

  • Blau Mobilfunk
  • Fonic
  • netzclub
  • Ortel

Darüber hinaus gibt es über 40 weitere Mobilfunkprovider, die als Wiederverkäufer die verschiedenen Netze nutzen und unabhängige Tarifangebote bereitstellen. Viele der Anbieter werben mit Laufzeitverträgen und Prepaidtarifen. Es finden sich außerdem Provider, die sich ausschließlich auf eine der beiden Abrechnungsvarianten spezialisiert haben. Zu Letzteren zählen beispielsweise die in den letzten Jahren zunehmend erfolgreichen Lebensmitteldiscounter. Mittlerweile ist Aldi mit seinem Tarifangebot Aldi Talk mit rund acht Millionen aktiven SIM-Karten der erfolgreichste Prepaidanbieter. Genaue Angaben liegen nicht vor, da Aldi die Zahl seiner Kunden öffentlich nicht bekannt gibt. Das bei Prepaidkunden beliebteste Netz ist O2/Telefónica mit mehr als 20 Millionen Mobilfunkanschlüssen. An zweiter Stelle steht die Telekom mit knapp 20 Millionen aktivierten SIM-Karten. Der geringe und zunehmend schwindende Vorsprung des O2-Netzes und sein großer Abstand zum Vodafone-Netz mit rund 11 Millionen Prepaid-Karten erklärt sich vor allen Dingen durch den Zusammenschluss von O2 und E-Plus im Jahr 2014. Insgesamt teilen sich die drei Netze den Markt zu annähernd gleichen Teilen. Im dritten Quartal 2019 waren laut Bundesnetzagentur rund 138 Millionen Teilnehmer im Mobilfunk registriert. Ein Großteil davon nutzt das D2-Netz, gefolgt von O2 und schließlich mit geringem Abstand der Telekom. Die Wahl des geeigneten Mobilfunkanbieters steht in logischem Zusammenhang mit der Wahl des bevorzugten Mobilfunknetzes. Die Entscheidung für ein Netz schränkt die Auswahl deutlich ein. Viele Verbraucher entscheiden sich bewusst für einen der Premiumanbieter. Die Vermutung liegt nahe, dass der Netzbetreiber selber die höchste Qualität liefert. Außerdem sind die großen Drei im Alltag, primär durch Werbung, dauerhaft präsent. Ein Großteil der kleinen Mobilfunkprovider ist dagegen zumindest einem Teil der Verbraucher völlig unbekannt. Die Größe der Netzbetreiber erscheint bei der Suche nach dem passenden Anbieter oft als Garantie für Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Servicequalität. Aus diesen und anderen Gründen sind viele Kunden bereit, mehr für einen Direktanbieter zu. Preisbewusste Verbraucher finden bei den Drittanbietern und Mobilfunkdiscountern dagegen meist die günstigsten Tarife.

Die wichtigsten Tarifmerkmale

Mobilfunktarife enthalten Regelungen in drei Bereichen:

In einem Handytarifvergleich stehen diese drei Merkmale im Mittelpunkt der Betrachtung. Zum einen lassen sich daran die jeweiligen Kosten vergleichen, zum anderen die Art der Abrechnung. Drei Varianten sind gebräuchlich:

  • Abrechnung pro Gesprächsminute/SMS/Megabyte
  • Pakete mit Inklusivminuten/Frei-SMS/Datenvolumen
  • Flatrates

Die Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch erscheint auf den ersten Blick als die günstigste Variante. Gerade bei Laufzeitverträgen gibt es wiederum zwei unterschiedliche Tarifmodelle: mit und ohne Grundgebühr. Hier gilt das gleiche Prinzip, dass manche Verbraucher vom Stromtarifvergleich kennen: je höher die Grundgebühr, desto geringer die Verbrauchspreise. Welche Variante die beste ist, hängt von den individuellen Nutzungsgewohnheiten ab. Wenigtelefonierer können von einem Tarif ohne Grundgebühr profitieren, da er keine Kosten erzeugt, wenn das Mobiltelefon nicht zum Einsatz kommt. Vieltelefonierer sollten einen Tarif ins Auge fassen, der bei höherer Grundgebühr niedrige Verbrauchspreise bietet. Komplizierter gestaltet sich die Auswahl bei wechselndem Nutzungsverhalten. Gleiches gilt für die verbrauchsabhängige Abrechnung von SMS und Datenverkehr. Pakettarife eignen sich für alle Mobilfunknutzer, die ihr Nutzungsverhalten präzise einschätzen können und dauerhaft beibehalten. Trotzdem der Flatrate Bewerbung des mobilen Internets, handelt es sich auch hier in der Regel um Volumenpakete. Die Bezeichnung als Flatrate bezieht sich auf die Tatsache, dass ein Datentransfer unabhängig vom Verbrauch dauerhaft möglich ist. Allerdings steht die maximale Übertragungsgeschwindigkeit einzig für das tarifabhängige Datenvolumen zur Verfügung. Ist dieses ausgeschöpft, drosselt der Provider die Geschwindigkeit auf ein Mindestmaß. Mit der deutlich geringeren Geschwindigkeit sind einfache Onlineanwendungen zwar nach wie vor möglich, allerdings kann sich schon der Aufruf einer Webseite als Geduldsprobe erweisen. Einige Anbieter sind zwar inzwischen dazu übergegangen, die Mindestgeschwindigkeit auf 1 MB/s anzuheben, viele Smartphone-Nutzer erreichen höchstens eine Geschwindigkeit im EDGE-Standard (max. 260 kBit/s). Die kleinsten Volumenpakete in Laufzeitverträgen liegen bei 400 MB, das Maximum der meisten Anbieter beträgt 120 GB pro Monat. Prepaidtarife können in diesem Bereich nicht konkurrieren. Bei ihnen liegt das maximale Datenvolumen bei 10 GB. Weit verbreitet sind heute Flatratetarife für Telefonie und SMS-Versand. Gegen einen Monatspreis kann der Nutzer unbegrenzt telefonieren und SMS verschicken. Beschränkt sich die Telefonflat nicht auf einzelne Netze, sondern gilt für den gesamten Mobilfunk und das Festnetz, spricht die Werbung von einer Allnet-Flatrate. Echte Flatrates im Datenverkehr sind bisher eine teure Ausnahme einiger Vertragsanbieter. Damit können Kunden unbegrenzt bei maximaler Geschwindigkeit im Internet surfen und Onlinedienste nutzen.

Das Handy zum Mobilfunktarif

Der Mobilfunktarif ist für Verbraucher in der Regel etwas Abstraktes. Sich damit auseinanderzusetzen ist nicht für jeden ein Vergnügen. Darum entscheiden sich viele Verbraucher eher spontan und ohne eingehenden Vergleich für einen der großen Netzbetreiber. Hier gilt für viele das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Deutlich intensiver beschäftigen sich die meisten Mobilfunknutzer mit dem eigenen Mobiltelefon. Ob als rein funktionales Handy oder technisch ausgereiftes Smartphone, dieses ist täglicher Begleiter, vielseitiges Hilfsmittel, Spielzeug und Statussymbol in einem. Im Schnitt kaufen Mobilfunknutzer etwa alle drei Jahre ein neues Handy und bezahlen dafür knapp 500 Euro. Premium-Smartphones sind deutlich teurer und können in Einzelfällen sogar 1000 Euro und mehr kosten. Zwar greift lediglich ein Bruchteil aller Handynutzer so tief in die Tasche. Dennoch sind viele Mobilfunkkunden bereit, für das Gerät der Wahl große Summen auszugeben. Telefone der großen Markenhersteller sind stark nachgefragt. Ein iPhone, das neuste Samsung Galaxy oder zunehmend hochwertige Modelle neuerer Hersteller wie Huawei stehen weit oben auf der Wunschliste. Nicht jeder Verbraucher ist in der Lage, ein teures Smartphone auf einmal zu bezahlen. In diesem Fall bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Besonders beliebt ist der Gebrauchtkauf. Da viele Handynutzer den Kauf eines neuen Modells zumindest teilweise durch den Verkauf ihres alten Smartphones finanzieren, ist das Angebot des privaten und gewerblichen Gebrauchthandels riesig. Allerdings sind hier die neuesten Modelle begehrt und dementsprechend rar. Premiummodelle in gutem Zustand sind weiterhin vergleichsweise teuer und insbesondere beim Privatverkauf besteht grundsätzlich das Risiko, dass das Telefon nicht funktioniert oder der Käufer anderweitig über den Tisch gezogen wird. Eine beliebte Alternative ist aus diesem Grund die Finanzierung. Sie ermöglicht den Kauf der neuesten Markenmodelle mit voller Garantie und ohne Risiko und wird von vielen Mobilfunkanbieter angeboten. Zum Mobilfunkvertrag stellen sie eine große Auswahl passender Vertragshandys zur Wahl. Einfach bei Beantragung des Laufzeitvertrags mitbestellt, erfolgt die Zahlung der monatlichen Rate während der Mindestvertragslaufzeit zusammen mit der Mobilfunkrechnung. Um teurere Modelle über 24 Monate finanzieren zu können, ist dabei in der Regel eine anteilige Einmalzahlung vorgesehen. Prepaidtarife bieten diese Möglichkeit nicht. Da keine Vertragsbindung besteht, wird der Handykauf über einen separaten Vertrag geregelt. Damit geht zumindest der Vorteil des Verzichts auf eine Bonitätsprüfung verloren.

Der passende Mobilfunktarif zu Surfstick & Co.

Die SIM-Karte eines Mobilfunkproviders funktioniert nicht nur in einem Mobiltelefon. Andere mobile Endgeräte können ebenfalls mit einer Telefonkarte ausgerüstet eine Verbindung zum Mobilfunknetz und damit zum Internet herstellen.

Smartwatches

Das Smartphone am Handgelenk wird immer beliebter. Telefonate führen, SMS- und Messenger-Nachrichten empfangen, im Internet surfen oder andere Online-Apps nutzen – all das ist mit der stylishen Armbanduhr möglich, die gleichzeitig wie ein Fitnesstracker Schritte zählt und modellabhängig Herzschlag oder Schlafrhythmus überwacht. Immer mehr Eltern rüsten sogar schon die Kleinsten mit kindgerechten Smartwatches aus. Diese sind beliebte Spielzeuge und gleichzeitig eine Möglichkeit, mit dem Nachwuchs in Kontakt zu bleiben. Über die eingelegte SIM-Karte ist außerdem eine Ortung der Uhr und damit seines Trägers möglich, die besorgten Eltern Sicherheit vermittelt, wenn die lieben Kleinen beginnen, selbstständig die Welt zu entdecken. Klassische Smartwatches benötigen nicht zwingend eine eigene SIM-Karte. Via Bluetooth lassen sich die solche Modelle mit einem Smartphone koppeln und so dessen Funktionen steuern. Mit einer eigenen Micro- oder Nano-SIM ausgestattet, arbeiten sie als eigenständiger Mobilfunk-Client und sind nicht auf ein Telefon in Bluetooth-Reichweite angewiesen. Für die Smartwatch eignet sich im Grunde jeder beliebige Mobilfunktarif. Welche Merkmale dieser im Detail benötigt, hängt in erster Linie davon ab, ob die Smartwatch als Telefon dient oder verschiedene Onlinefunktionen nutzt.

Tablet-PC

Viele Besitzer nutzen ihren Tablet PC vorwiegend im heimischen WLAN-Netzwerk. Das WLAN-Modul gehört daher zur Standardausstattung aktueller Tablets. Beim Verlassen des Senderadius endet die Internetverbindung. In vielen Cafés, Zügen und an anderen öffentlichen Orten stehen öffentliche WLAN-Hotspots zur Verfügung. Das Angebot ist in Deutschland noch stark ausbaufähig. Wer dauerhaft mit seinem Tablet surfen möchte, kann sich für eines der wenigen Modelle mit SIM-Kartenmodul entscheiden. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein großformatiges Smartphone. Tablets nutzen überwiegend Sieben- oder Zehn-Zoll-Displays. Kleinere Modelle an der Grenze zum Smartphone werden manchmal als Phablets bezeichnet.

Surfstick

Der professionelle Einsatz eines Smartphones oder Tablets ist technisch begrenzt. Obwohl grundsätzlich fast alle Anwendungen in Form von Apps zur Verfügung stehen, die auf einem klassischen Desktop-PC als Software bekannt sind, erweisen sich die technischen Eigenheiten mobiler Geräte oft als hinderlich. Kurznachrichten lassen sich zum Beispiel bequem mit dem Smartphone verfassen. Auf der virtuellen Tastatur längere Mails oder Textdokumente einzutippen, kann die Nerven ganz schön strapazieren. Um unterwegs zu arbeiten, eignet sich eher ein Laptop oder ein kleineres Netbook. Mit einer richtigen Tastatur sowie Touchpad oder Maus ausgestattet, sind selbst Officeanwendungen problemlos auf Reisen nutzbar. Notebooks können ebenfalls in WLAN-Netzwerken auf das Internet zugreifen. Wo ein solches nicht zur Verfügung steht, stellt ein USB-Surfstick die Verbindung zum mobilen Internet her. Dieser sieht aus wie ein Speichermedium, beherbergt jedoch eine SIM-Karte. Die wiederum benötigt einen geeigneten Mobilfunkanschluss über einen Mobilfunktarif. Dafür eignen sich insbesondere Datentarife, bei denen großes Datenvolumen im Vordergrund steht und Telefonie sowie SMS-Versand keine Rolle spielen. Besonders für die gelegentliche Nutzung eignen sich Prepaidtarife, die keine dauerhaften Kosten erzeugen.

Mobile Router/Hotspots

Wer daheim oder im Ferienhaus auf einen eigenständigen DSL-Anschluss verzichten möchte oder unterwegs auf ein komfortables WLAN-Netzwerk angewiesen ist, kann statt eines Surfsticks einen mobilen Hotspot nutzen. Im Gegensatz zum Internetstick können damit mehrere Endgeräte gleichzeitig online gehen und untereinander kommunizieren. Außerdem lässt sich der mobile Router mit eingebautem Akku an einer Stelle mit optimalem Empfang aufstellen und muss nicht physisch mit dem Endgerät verbunden sein. Für mobile Router eignen sich die gleichen Mobilfunktarife wie für Surfsticks. Bei ihnen sind Telefonie und SMS ebenfalls in der Regel nicht inbegriffen. Dafür sind meist Tarife mit großen Datenvolumen sinnvoll. Insofern eignen sich für eine regelmäßige und umfangreiche Nutzung eher Laufzeitverträge. Wer dagegen höchstens gelegentlich, zum Beispiel im Urlaub, in überschaubarem Maße mit Tablet oder Notebook auf das Internet zugreifen möchte, kann sich für einen Prepaidtarif entscheiden, der über diese Zeit hinaus keine weiteren Kosten verursacht.

Fazit zum Mobilfunktarif

Der Umgang mit dem Smartphone ist heute alltäglich. Jung und Alt nutzen das Mobiltelefon regelmäßig zum Telefonieren und zunehmend für Onlineanwendungen. Die Grundlage dafür bildet stets ein Mobilfunkanschluss. Als Laufzeitvertrag oder mit einer Prepaid-SIM, mit dem passenden Tarif ist die Nutzung des Smartphones zu jeder Zeit dauerhaft möglich. Mit etwas Aufwand beim Tarifvergleich findet jeder Verbraucher leicht das passende Netz, den richtigen Anbieter und den individuell günstigsten Tarif. Tatkräftige Unterstützung erhalten sie dabei von Online-Vergleichsplattformen wie Check24 oder Verivox, die Ordnung in den Dschungel aus Providern und Tarifen zu bringen helfen.