Datentarife – die richtige Wahl für mobiles Internet

Der Umgang mit dem Internet hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten elementar verändert. Schneller Datentransfer über Breitbandleitungen ermöglicht dem Nutzer am heimischen Computer vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. In Windeseile jede beliebige Information abrufen zu können, ist heute ebenso selbstverständlich wie internetbasierte Telefonie (VoIP) oder das Streamen von Musik und Videos. Der Zugriff auf das Internet beschränkt sich nicht mehr ausschließlich auf stationäre Desktoprechner oder in ein Netzwerk eingebundene Laptops und Tablet-PCs. Modernes Internet ist mobil. Smartphones und andere tragbare Endgeräte nutzen das Mobilfunknetz neben dem Telefonieren für einen schnellen Zugriff auf Onlinedaten.

Voraussetzung für die Nutzung des mobilen Internets ist ein geeigneter Datentarif bei einem Mobilfunkanbieter. Er bietet die technischen Voraussetzungen für die Onlineverbindung und regelt die Bedingungen ihrer Nutzung.

Die Wahl von Anbieter und Tarif entscheidet darüber, welche technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen und welche Kosten mit ihrem Einsatz verbunden sind. Die Wahl des passenden Datentarifs ist deshalb, neben der Entscheidung für ein geeignetes Endgerät, ausschlaggebend dafür verantwortlich, welche Möglichkeiten das mobile Internet für den Einzelnen bereithält.

Was leistet ein Datentarif?

Rund 60 Millionen Deutsche nutzen ein Smartphone. Durch Mehrfachnutzung und den Einsatz in anderen Endgeräten bringen es die Deutschen insgesamt auf knapp 140 Millionen Mobilfunkanschlüsse. Alle sind ausschließlich im Rahmen eines Mobilfunktarifs nutzbar. Er gewährt den Zugang zu einem der drei großen Mobilfunknetze:

  • D1-Netz der Telekom
  • Vodafone D2-Netz
  • O2-Netz der Telefónica S.A.

Jeder dieser Netzbetreiber nutzt seine eigene Infrastruktur aus Sendeanlagen, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind und mit ausländischen Netzen ein globales Kommunikationsnetz bilden, das den Zugriff auf ebenfalls weltweit vernetzte Internetserver erlaubt.

Seit Beginn der 2000er-Jahre wächst der Markt für sogenannte Mobilfunkprovider rasant. Das sind Anbieter, die kein eigenes Mobilfunknetz betreiben, sondern die Infrastruktur der genannten Mobilfunknetzbetreiber nutzen.

Der seither stetig wachsende Wettbewerb um die Gunst der Mobilfunkkunden hat fast durchweg positive Effekte. Mobiles Telefonieren ist billiger denn je, die Preise für die Nutzung des mobilen Internets sinken ebenfalls kontinuierlich. Die Wettbewerbssituation sorgt außerdem dafür, dass die Tarifbedingungen einzelner Anbieter einander ähnlicher werden. Trotzdem sind bei näherer Betrachtung Unterschiede zwischen einzelnen Mobilfunktarifen bezüglich der technischen Grundlagen, Tarifbedingungen und Kosten erkennbar.

Der Begriff des Datentarifs ist in der Selbstdarstellung der verschiedenen Mobilfunkprovider nicht immer exakt definiert. Die überwiegende Mehrheit der aktuell verfügbaren Mobilfunktarife bietet Regelungen zur Datennutzung im mobilen Internet, weshalb die Bezeichnung als Datentarif grundsätzlich richtig ist. Gleichzeitig ermöglichen diese Tarife mobiles Telefonieren. Ein reiner Datentarif verzichtet dagegen auf diese Option und beschränkt sich auf den mobilen Internetzugang. Dies ergibt in erster Linie dann Sinn, wenn die zugehörige SIM-Karte in einem tragbaren Endgerät ohne Telefonfunktion zum Einsatz kommt. Klassische Vertreter dieser Produktkategorie sind Tablet-PCs, Surfsticks und mobile Router.

Welche Unterscheidungsmerkmale zeigen Datentarife?

Um Datentarife miteinander vergleichen zu können, ist es unverzichtbar, zunächst grundlegende Merkmale eines Mobilfunktarifs zu definieren und anhand der individuellen Nutzungsgewohnheiten zu gewichten.

Laufzeitvertrag oder Prepaidtarif?

Die erste und oft entscheidende Frage, die sich ein Mobilfunknutzer auf der Suche nach einem geeigneten Datentarif stellen sollte, ist die nach der Art der Geschäftsbeziehung zwischen Mobilfunkanbieter und Mobilfunknutzer.

Ein Großteil der Kunden schließt einen Laufzeitvertrag ab. Er regelt die Bedingungen der Mobilfunknutzung für einen Zeitraum von anfänglich zwei Jahren. Nach Ablauf der Kündigungsfrist verlängert er sich um weitere zwölf Monate. Verbindlich vereinbart sind darin einerseits die Pflichten des Mobilfunkanbieters hinsichtlich der Bereitstellung eines Zugangs zum Mobilfunknetz, die Bedingungen der Telefonie, der mobilen Internetnutzung sowie tarifabhängig weitere Leistungen. Andererseits erfasst der Vertrag die Kosten sowie weitere leistungsabhängige Zahlungen, die der Anbieter monatlich in Rechnung stellt.

Die zunehmend beliebte Alternative zum Laufzeitvertrag ist der Prepaidtarif. Durch die Registrierung und Nutzung einer Prepaid-SIM erkennt der Mobilfunkkunde die Geschäftsbedingungen des Anbieters an, was einer Vertragsunterzeichnung gleichkommt. Im Leistungsumfang gleicht er dem Vertragstarif. Der bedeutendste Unterschied ist die Nutzung auf Guthabenbasis. Das heißt, Kosten für Telefonate, SMS oder mobile Daten werden von zuvor aufgeladenem Guthaben abgezogen. Dies gilt für jede einzelne Gesprächsminute, Kurznachricht und jedes übertragene Megabyte sowie für gebuchte Pakete aus Inklusivminuten, Inklusiv-SMS und Datenvolumen.

Da dem Prepaidtarif keine längerfristige vertragliche Vereinbarung zugrunde liegt, entfällt die Kündigungsfrist. Ein Datentarif ist monatlich kündbar. Die Verwendung ist lediglich im Rahmen des vorhandenen Guthabens möglich. Ist dieses aufgebraucht, ruht der Tarif, bis der Nutzer erneut Guthaben auf das Prepaidkonto überträgt.

Reine Datentarife sind als Laufzeitverträge und Prepaidvariante erhältlich. Verbraucher treffen ihre Wahl abhängig von ihrem Nutzungsverhalten. Wer viel Zeit im Netz verbringt, findet die besten Konditionen und günstigsten Preise in Verbindung mit einem Handyvertrag. User, die gelegentlich unterwegs im Internet surfen, zum Beispiel im Urlaub oder auf Reisen, profitieren von der Flexibilität eines Prepaiddatentarifs, der nur Kosten erzeugt, wenn er genutzt wird. Prepaid-SIMs eignen sich auch gut für Menschen, die keine zweijährige Zahlungsverpflichtung eingehen wollen sowie für Kinder und Jugendliche.

Ein weiterer und für viele Mobilfunknutzer bedeutender Grund für einen Prepaiddatentarif bzw. gegen einen Laufzeitvertrag ist die Tatsache, dass viele Verbraucher keine andere Wahl haben. Der Abschluss eines langfristig finanziell verbindlichen Vertrags setzt ausreichende Bonität voraus. Wer gegenüber dem Anbieter belegen kann, dass er während der gesamten Mindestlaufzeit in der Lage ist, seine monatliche Rechnung zu bezahlen, kommt als Kunde überhaupt infrage. Um diese in Erfahrung zu bringen, holen die Unternehmen üblicherweise eine Schufa-Auskunft ein. Die bei der Auskunftei gespeicherten Daten geben Aufschluss über das Bezahlverhalten eines Antragstellers. Negativmerkmale wie aktuelle und zurückliegende Mahnverfahren weisen auf ein erhöhtes Risiko für den Mobilfunkanbieter hin und führen zur Ablehnung.

Für Verbraucher mit ungenügender Kreditwürdigkeit ist ein Prepaiddatentarif eine gute Alternative zum Handyvertrag. Anbieter verzichten hierbei auf eine Bonitätsprüfung. Da sie ausschließlich auf Guthabenbasis arbeiten, also der Kunde per Aufladung in Vorkasse tritt, entfällt das Risiko und damit die Notwendigkeit einer Absicherung.

Mobilfunknetz und Übertragungsgeschwindigkeit

Vor der Wahl eines Handydatentarifs entscheidet sich der Nutzer für eines der drei Mobilfunknetze. Zwei Kriterien sind hierbei ausschlaggebend: der Ort, an dem der Datentarif bevorzugt zum Einsatz kommt, und die dabei benötigte Übertragungsgeschwindigkeit.

Wer in einer Großstadt oder einem Ballungsgebiet lebt, hat gute Chancen auf optimalen Empfang in allen drei Netzen. Insgesamt zeigt der Mobilfunkatlas in Deutschland bis heute Gebiete, in denen kein oder eingeschränkter Empfang möglich ist. Dies gilt sowohl fürs Telefonieren als auch das mobile Internet. Einfach ausgedrückt: Wo kein ausreichendes Telefonsignal vorhanden ist, kommt keine schnelle Internetverbindung zustande.

In Hinblick auf die Übertragungsgeschwindigkeit kommen für Datenverträge zwei Mobilfunkstandards in Frage: 3G/UMTS und 4G /LTE. UMTS bietet eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 42 MBit/s (HSPA+). Das LTE-Netz überträgt mit bis zu 400 MBit/s. Beide Geschwindigkeiten reichen für Standardanwendungen des mobilen Internets aus. Wer datenintensive Dienste wie Musik- und Videostreaming nutzt, erzielt im LTE-Netz Geschwindigkeiten, die den heimischen DSL-Breitbandanschluss noch übertreffen.

Obwohl Betreiber bereits am neuen 5G-Mobilfunkstandard arbeiten, befindet sich das LTE-Netz in Deutschland nach wie vor im Ausbau und bietet nicht überall optimale Bedingungen. Sogar in Großstädten wie Berlin gibt es einzelne Gebiete, in denen LTE nicht verfügbar ist. Darüber hinaus sind weite Landstriche in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg oder Hessen, hauptsächlich ländliche Gebiete mit dünner Besiedlung, bisher unzureichend in das LTE-Netz eingebunden.

Die insgesamt beste Netzabdeckung in LTE-Geschwindigkeit bieten Telekom-Datentarife. Vodafone liegt geringfügig zurück und behauptet sich überwiegend im UMTS-Netz. An letzter Stelle steht das O2-Netz, das in den letzten Jahren zunehmend zu den beiden Konkurrenten aufschließen konnte.

Datenvolumen

Telefonie steht in Datentarifen nicht im Vordergrund. Insbesondere Nutzer, die eine Lösung fürs ortsunabhängige Surfen mit dem Tablet oder Surfstick suchen, brauchen diese Funktion nicht. Reine LTE-Datentarife beschränken sich deshalb auf den Transfer mobiler Daten. Wer mit seinem Smartphone surfen und telefonieren möchte, aber keinen entsprechenden Tarif findet, sollte sich für ein Paket mit minutengenauer Abrechnung entscheiden. Einzelne Telefonminuten sind zwar teurer als Inklusivminuten, werden sie nicht genutzt, erzeugen sie unnötig Kosten.

Viele Mobilfunkanbieter werben mit Datenflatrates. Allerdings entpuppt sich dieses Angebot bei genauerer Betrachtung als leeres Werbeversprechen. Die Bezeichnung Flatrate bezieht sich auf die Tatsache, dass ein Zugang zum mobilen Internet, Empfang vorausgesetzt, dauerhaft und gegen einen festen Pauschalpreis garantiert ist. Allerdings arbeitet die überwiegende Mehrheit der Anbieter mit Volumenpaketen und Drosselung. Das heißt, ist ein vereinbartes, zu Beginn des Abrechnungszeitraums bereitgestelltes Datenvolumen aufgebraucht, reduziert der Betreiber die Übertragungsgeschwindigkeit auf ein Minimum. Zwar stellen danach viele Mobilfunkprovider eine Mindestgeschwindigkeit von 1 MBit/s bereit, doch es existieren weiterhin zahlreiche Tarife, in denen die Übertragungsrate deutlich darunter liegt und die Nutzung des mobilen Internets praktisch unmöglich machen. Zwar kann der Nutzer neues High-Speed-Volumen nachkaufen, im Rahmen einer sogenannten Datenautomatik sogar ohne eigenes Zutun, hierdurch entstehen jedoch zusätzliche Kosten, die jene des tariflich vereinbarten Volumenpreises übersteigen können.

Entsprechend ist ein zentrales Auswahlkriterium für einen Datentarif die Größe des enthaltenen Datenvolumenpakets. Hier werden erneut Unterschiede zwischen Laufzeitverträgen und Prepaiddatenvolumen deutlich. Der Vertragskunde muss bei Vertragsabschluss ein monatliches Datenvolumen festlegen, das ihm jeden Monat zur Verfügung steht, allein durch Zukauf erweiterbar ist und in Rechnung gestellt wird, egal ob der Nutzer es aufbraucht oder nicht. Dagegen kann der Nutzer eines Prepaiddatentarifs jeden Monat neu entscheiden, welches Datenvolumen er vorab bucht. Sollte dieses einmal nicht genügen, ist ein manueller oder automatischer Nachkauf möglich. Um die letztgenannte Funktion mit einem Prepaidtarif nutzen zu können, muss sich ausreichend Guthaben auf dem Prepaidkonto befinden. Der Nutzer kann zusätzlich ein SEPA-Lastschriftmandat erteilen und dadurch die Aufladung von einem Girokonto automatisieren.

Inzwischen existieren Anbieter, die echte Datenflats bereitstellen. Für einen deutlich höheren Monatspreis verzichtet der Datenvertrag auf eine Drosselung und liefert dauerhaft und ohne Begrenzung die maximale Übertragungsgeschwindigkeit. Solche Tarife lohnen sich aufgrund der Kosten bevorzugt für Personen, die das mobile Internet intensiv beruflich nutzen oder mit einem Datentarif zu Hause einen kabelgebundenen Breitbandanschluss ersetzen.

Wie viel Datenvolumen brauche ich?

Einen Datentarif wählen Mobilfunknutzer, für die das mobile Internet übergeordnete Bedeutung hat. Wollen sie es regelmäßig nutzen, benötigen sie ein ausreichend großes Datenvolumen. Wie viel Traffic ein Vertrag oder ein Prepaidtarif pro Monat durch Volumenpakete abdecken sollte, hängt vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Surfen im Internet, Versenden von Mails und WhatsApp-Nachrichten und die durchschnittliche Nutzung der sozialen Medien verursachen zusammengenommen einen überschaubaren Datenverkehr. Wer hingegen die Möglichkeiten des mobilen Internets voll ausschöpft, Bilder und Videos teilt, Musik und Filme streamt und insgesamt rund um die Uhr nach Belieben auf das Internet zugreift, kommt schnell auf ein deutlich größeres Datenvolumen, das durch den Tarif abgedeckt sein sollte.

Datentarife halten ganz unterschiedliche Datenpakete bereit. Kleine Pakete mit unter 500 MB sind zur Ausnahme geworden. Die größten Tarife mit Volumenbegrenzung enthalten bis zu 250 GB. Darüber liegen höchstens echte Datenflatrates, die ihren Kunden unbegrenzten Internetgenuss erlauben.

Für Gelegenheitsnutzer reichen in aller Regel Tarife mit 1 bis 3 GB für die alltäglichen Aufgaben aus. Wer das mobile Internet intensiver nutzt, sollte mit 3 bis 6 GB gut über den Monat kommen. Echte Power-User und gewerbliche Nutzer benötigen Tarife mit über 6 GB. Deutlich höhere Datenvolumen sind derzeit nur mit einem Laufzeitvertrag erhältlich, beim Prepaid liegt die Obergrenze bei 10 GB.

Geeignete Hardware

Das Herzstück eines jeden Datentarifs ist die Daten-SIM-Karte. Ihr Chip trägt die Informationen, die es einem mobilen Endgerät ermöglicht, sich in ein Mobilfunknetzwerk einzuwählen und darüber Daten zu senden und zu empfangen.

Der bevorzugte Begleiter mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten ist das Smartphone. Als tragbare Computer mit Telefonfunktion sind moderne Geräte gleichzeitig Kommunikationszentrale, Internetterminal, Multimediacenter, Bürocomputer und nicht zuletzt Statussymbol, alles vereint in einem Gehäuse im Hosentaschenformat. In letztgenannter Eigenschaft liegt die Schwäche der Smartphones. Obwohl sie in den letzten Jahren zunehmend größer geworden sind, bedingen ihre Dimensionen gewisse Einschränkungen. Grundsätzlich ermöglichen fünf oder sechs Zoll große Touchscreens alle denkbaren Anwendungen. Wer allerdings schon einmal einen längeren Text auf der virtuellen Tastatur verfasst oder einen abendfüllenden Film auf seinem Telefonbildschirm betrachtet hat, versteht wahrscheinlich, dass technische Möglichkeiten, Nutzwert und Komfort nicht immer miteinander zu vereinbaren sind.

Aus diesen Gründen sind insbesondere für Officeanwendungen und andere Bereiche der professionellen Nutzung des mobilen Internets Alternativen zum Handy empfehlenswert. Manche Hersteller bilden mit sogenannten Phablets (Phone + Tablet) eine Brücke zwischen Smartphone und Tablet. Mit Bildschirmdiagonalen von sieben Zoll und mehr handelt es sich auf den ersten Blick um kleine Tablets. Im Unterschied zu diesen besitzt das Phablet eine herkömmliche Telefonfunktion. Wenig elegant in der gewöhnlichen Nutzung als Telefon kann es zum Beispiel mit einem Headset diese Funktion sinnvoll erfüllen. Vollwertige Tablet-PCs messen zwischen 7 und 11 Zoll. Mit ihnen kann nicht telefoniert werden, da sie technisch näher am Laptop als am Handy liegen. Nur noch wenige Modelle besitzen einen Slot für die SIM-Karte, der sie von einem WLAN-Netzwerk unabhängig macht. Allerdings können moderne Smartphones zum Modem werden und Tablets und andere Endgeräte via Bluetooth, USB oder WLAN mit dem Internet verbinden. Abhängig vom Gerät und Provider ist diese als Tethering bekannte Funktion stark eingeschränkt.

Ein tragbarer WLAN-Hotspot ist die vielleicht komfortabelste Lösung, um mit Geräten ohne SIM-Karte oder USB-Anschluss das mobile Internet zu nutzen. Das sind kleine Router, die ein drahtloses Netzwerk erzeugen, und zwar ebenfalls auf Grundlage eines mobilen Datentarifs.

Geeignete Geräte vom Smartphone bis zum mobilen Hotspot sind im Handel in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen erhältlich. Im Rahmen eines Handyvertrags können sie außerdem gemietet oder erworben werden. Der Kaufpreis wird in Raten mit der monatlichen Rechnung bezahlt. Datentarife im Prepaid ermöglichen dies üblicherweise nicht.

Wie findet man den geeigneten Datentarif?

Egal ob Laufzeitvertrag oder Prepaiddatentarif, die Auswahl an Anbietern und Tarifen ist riesig. Wer sich für ein Netz entschieden hat, findet neben den Tarifen der großen Netzbetreiber etliche Mobilfunkprovider und eine wachsende Zahl an Mobilfunk-Discountern, die vorwiegend mit Prepaiddatentarifen werben. Diese können die Kunden ganz einfach beim Einkauf im Supermarkt als Startersets mitnehmen und jederzeit ebenfalls dort mit Guthaben aufladen.

Um den richtigen Tarif für seine individuellen Ansprüche zu finden, eignen sich unabhängige Datentarifvergleiche auf einer der großen Vergleichsplattformen wie Verivox oder Check24. Hier ist die ausführliche Gegenüberstellung von mehr als 100 Datentarifen mit wenigen Klicks erledigt. Neben der Netzauswahl kann der Nutzer die Ergebnisliste nach individuell gewichteten Merkmalen selektieren:

  • Tariftyp (Laufzeit oder Prepaid)
  • Datenvolumen
  • Inklusivminuten
  • Vertragslaufzeit
  • Datengeschwindigkeit

Außerdem ist die Auswahl auf Tarife mit oder ohne Datenautomatik eingrenzbar. Die auf diese Weise gefilterte Auswahl kann der Nutzer anschließend nach verschiedenen Merkmalen sortieren, um seinen optimalen Tarif auszuwählen.

Die Vergleichsplattformen arbeiten gleichzeitig als Vermittler. Über einen Button in der Ergebnisliste gelangt der Nutzer zu einem Onlineantrag für einen ausgewählten Laufzeitvertrag oder ein Bestellformular für eine Daten-SIM im Prepaidtarif.

Die Entscheidung, einen Vertrag über die Vergleichsplattform abzuschließen, kann sich finanziell auszahlen. Für einzelne Tarife bietet zum Beispiel check24 ein einmaliges Cashback eines zwei- bis dreistelligen Betrags. Kommt es zu einem erfolgreichen Vertragsabschluss, muss der Nutzer die erste Monatsrechnung des Mobilfunkanbieters einsenden und erhält die versprochene Prämie auf sein Girokonto überwiesen.

Registrierung eines Datentarifs

SIM-Karten müssen in Deutschland registriert werden, um anonymer Nutzung und strafbaren Handlungen entgegenzuwirken. Bei Laufzeitverträgen erfolgt die Registrierung automatisch anhand der Vertragsdaten. Diese werden vom Anbieter weitergeleitet. Damit ist die SIM-Karte nach Aktivierung sofort einsatzbereit.

Etwas anders ist der Ablauf beim Erwerb einer Prepaid-SIM. Diese muss der Mobilfunknutzer nach Anschaffung erst auf seinen Namen registrieren. Für das Verfahren ist eine Identitätsprüfung erforderlich. Dies kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen.

Online bestellte SIM können direkt im Rahmen der Zustellung registriert werden. Der Postzusteller kontrolliert bei Übergabe den Ausweis des Empfängers und führt dadurch die Legitimation durch. Erwirbt der Kunde eine SIM im Einzelhandel, hat er zwei Möglichkeiten, seine Identität nachzuweisen. Er kann eine Postfiliale aufsuchen und dort im Rahmen des Postident-Verfahrens sein Personaldokument vorlegen. Allerdings vergehen bis zur Freischaltung der Daten-SIM mitunter einige Tage. Etwas bequemer ist die Legitimation mit Videoident. Dabei kontrolliert ein Servicemitarbeiter im Rahmen eines Videotelefonats den Ausweis des Mobilfunkkunden. In der Regel ist die SIM-Karte schon wenige Stunden später einsatzbereit.

Fazit zu den Datentarifen

Ein Datentarif ist die richtige Wahl für alle, die unterwegs nicht auf das Internet verzichten können oder wollen. Im richtigen Netz, mit optimaler LTE-Übertragungsgeschwindigkeit und ausreichend großem Datenvolumen stecken sie das Internet buchstäblich in ihre Tasche. Datentarife mit Telefonfunktionalität verwandeln das Smartphone in ein Werkzeug für alle internetbasierten Anwendungen. Mit großen Volumenpaketen und der passenden Hardware kann ein Datentarif auch ein Tablet oder Notebook mit dem Internet verbinden.

Das individuelle Nutzungsverhalten entscheidet darüber, ob die geeignete Variante ein Laufzeitvertrag oder ein Prepaidtarif ist und welches Datenvolumen bei welcher Übertragungsgeschwindigkeit erforderlich ist. Die Suche nach dem individuell besten Tarif vereinfachen die bekannten Vergleichsplattformen enorm. Ist der passende Datentarif gefunden, vermittelt die Vergleichsplattform den Vertragsabschluss oder übernimmt die Bestellung der Prepaid-SIM-Karte beim Mobilfunkprovider.