Handytarife – mit dem Vergleich zum Wunschtarif

handytarif vergleichenRund zwei Milliarden Stunden lang telefonierten die Deutschen im Jahr 2018 im Mobilfunknetz. Im gleichen Zeitraum versendeten sie neun Milliarden SMS und übertrugen knapp zwei Milliarden Gigabyte an Daten. Was in seiner Gesamtheit gigantisch wirkt, bedeutet für den Einzelnen: Ohne Mobiltelefon gehts nicht mehr. Wer sich auf der Straße oder im Bus umschaut, bemerkt sofort, dass das Smartphone der tägliche Begleiter von Menschen aller Altersklassen ist.

Gesamtwirtschaftlich ein bedeutender Faktor, ist die Mobilfunknutzung für den einzelnen Verbraucher vor allen Dingen mit Kosten verbunden. Laut Statistik nutzten im Jahr 2018 in knapp 57 Mio. Deutsche ein Smartphone. Im Durchschnitt bezahlte jeder von ihnen pro Monat zwischen 20 und 30 Euro für die Mobilfunknutzung. Hinzu kommen die Anschaffungskosten für das neue Handy, das deutsche Nutzer laut Statistik alle zweieinhalb Jahre austauschen, sowie für weitere Hardware.

Neben dem Augenmerk auf das eigene Nutzungsverhalten ist die Wahl des richtigen Mobilfunktarifs von entscheidender Bedeutung für die Höhe der individuellen Kosten. Ein Tarif, dessen Vertragsbedingungen nicht mit den persönlichen Anforderungen übereinstimmen, stellt eine unnötige finanzielle Belastung dar. Ein regelmäßiger Handytarifvergleich vor Abschluss eines Neuvertrags und bei Erreichen der Kündigungsfrist des laufenden Vertrags ist deshalb die beste Möglichkeit, seine Ausgaben für Telefonie und mobiles Internet auf das mögliche Minimum zu reduzieren.


Welche Bedeutung hat das Smartphone im alltäglichen Leben?

Schon Grundschulkinder besitzen mitunter ein eigenes Smartphone, vorrangig um für ihre Eltern erreichbar und für den Notfall gerüstet zu sein. Für Jugendliche und junge Erwachsene ist das intelligente Telefon fester Bestandteil ihres Alltags, ob für die Kommunikation, Navigation oder Nutzung sozialer Medien. Und sogar Senioren, heute gerne Neudeutsch als Best Ager bezeichnet, nutzen ihr Mobiltelefon konsequent, texten mit Verwandten und Bekannten und surfen routiniert im Netz.

Mobilfunk ist aus all diesen Gründen ein riesiges Geschäft. Die drei großen Mobilfunkanbieter erwirtschafteten im Jahr 2018 insgesamt rund 42 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Umsätze der zahlreichen Handyanbieter sowie zahlloser Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen rund um die mobile Kommunikation und Internetnutzung anbieten.


Wie unterscheiden sich einzelne Handytarife?

handytarif anpassenUm Tarife sinnvoll gegenüberstellen zu können, ist es zunächst erforderlich, die Eigenschaften zu benennen, die für einen Vergleich von Bedeutung sind. Alleine auf die Kosten zu achten, kann sich hierbei schnell als kurzsichtig erweisen. So kann eine Ersparnis mit Einschränkungen verbunden sein, die den Nutzen deutlich schmälern. Andererseits können sich preislich identische Angebote durch Tarifmerkmale unterscheiden. Außerdem setzen sich die Kosten in einem Mobilfunktarif aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen:

  • Grundgebühren/Pauschalpreise
  • Kosten pro Telefonminute
  • Preis pro SMS
  • Gebühren für Datenübertragung im Internet
  • Zusatzgebühren z. B. für ein Vertragshandy

Für die Bewertung einzelner Attribute ist vorrangig das individuelle Nutzungsverhalten ausschlaggebend. Wer einzelne Handytarife miteinander vergleichen möchte, sollte zuvor grundlegende Informationen recherchieren und in die Betrachtung einbeziehen:

  • Tariftyp (Laufzeitvertrag oder Prepaid)
  • Vertragslaufzeit
  • Mobilfunknetz
  • Übertragungsgeschwindigkeit
  • Enthaltene Tarifleistungen
  • Optionale Zusatzleistungen
  • Kosten

Laufzeitverträge vs. Prepaid Tarife

handytarif für SparerEine grundsätzliche Entscheidung bei der Suche nach dem passenden Mobilfunktarif ist die zwischen einem klassischen Laufzeitvertrag und einem Prepaidhandy. Der Laufzeitvertrag wird üblicherweise auf 24 Monate abgeschlossen. Nach Ablauf dieser Frist verlängert er sich um weitere zwölf Monate. Im Vertrag sind die genauen Tarifbedingungen für die gesamte Laufzeit vereinbart. Eine automatische Anpassung an veränderte Umstände findet in der Regel nicht statt.

Die Abrechnung der pauschalen und verbrauchsabhängigen Kosten erfolgt monatlich, üblicherweise im bequemen Lastschriftverfahren vom Girokonto. Einmal abgeschlossen ist ein Laufzeitvertrag unkompliziert und macht keinen Aufwand. Das Mobiltelefon ist jederzeit einsatzbereit. Selbst wenn im Vertrag Inklusivminuten oder Frei-SMS vereinbart sind, bleibt die Nutzung unverändert erhalten, wenn diese aufgebraucht sind. Allerdings fällt in dem Fall die Handyrechnung höher aus.

Aktuell haben rund drei Viertel aller deutschen Handybesitzer einen solchen Vertrag. Sicherlich handelt es sich um eine größere Zahl Altverträge, die in der Zeit vor dem wachsenden Angebot an Prepaidtarifen abgeschlossen wurden. Mittlerweile wählen Neukunden bewusst Prepaid-SIM-Karten als Alternative zum Handyvertrag. Dafür haben sie unterschiedliche Gründe.

Ein Prepaidtarif ermöglicht optimale Kostenkontrolle. Mobilfunkkunden zahlen die Leistungen, die sie tatsächlich in Anspruch genommen haben. Mehr nicht. Solange das Telefon ungenutzt in der Schublade liegt, kostet es seinen Besitzer keinen müden Cent.

Prepaidtarife funktionieren auf Guthabenbasis. Die einmal erworbene Prepaid-SIM muss mit Geld aufgeladen werden. Etwa per Überweisung, mit Guthabenkarten aus dem Einzelhandel oder automatisierter Abbuchung vom Girokonto. Manche Banken wie die DKB gestatten außerdem die Aufladung des Prepaidhandys über das Onlinebanking. Dieser Service ist allerdings nicht für alle Provider verfügbar. Von dem Guthaben werden die Kosten für Telefonate oder mobiles Internet abgebucht. Ist es alle, kann das Mobiltelefon nicht oder lediglich eingeschränkt genutzt werden.

Neben der Möglichkeit der rein verbrauchsabhängigen Nutzung bieten viele Prepaidtarife Paketmodelle mit Inklusivminuten, Frei-SMS oder Pauschalpreisen. Die Abrechnung der Onlinenutzung erfolgt oftmals über die letztgenannte Variante. Dabei handelt es sich üblicherweise nicht um echte Onlineflatrates, sondern um Pakete mit begrenztem Datenvolumen, das mit einer bestimmten Geschwindigkeit genutzt werden kann. Ist es aufgebraucht, drosselt der Mobilfunkprovider die Übertragungsrate auf ein Minimum. Auf Wunsch kann der Nutzer weiteres Datenvolumen manuell hinzubuchen.

Prepaidtarife eignen sich für Mobilfunkkunden, die aktiv Einfluss auf ihre monatlichen Kosten nehmen wollen. Außerdem profitieren Gelegenheitsnutzer von ihnen. Prepaidhandys taugen gut als Notfallhandys oder für den Einsatz im Urlaub. Selbst günstige Handyverträge sind für diese Anwendung zu teuer. Zudem kommen sie für Personen infrage, die ohne Weiteres keinen Handyvertrag erhalten. Hierzu zählen hauptsächlich Minderjährige, für die höchstens ihre Erziehungsberechtigten einen Laufzeitvertrag abschließen können.

Außerdem ist der Prepaidtarif eine hervorragende Alternative für Verbraucher, die aufgrund mangelnder Bonität von Mobilfunkanbietern nicht als Vertragspartner akzeptiert werden. Unternehmen nutzen üblicherweise die Dienste der Schufa, um über das Zustandekommen eines Laufzeitvertrags zu entscheiden. Antragsteller mit negativen Einträgen werden abgelehnt. Bei Prepaidtarifen verzichten die Anbieter auf eine solche Bonitätsprüfung, da Nutzer solcher Tarife in Vorkasse gehen und dadurch für den Provider kein Ausfallrisiko besteht.

Prepaidtarife sind nicht laufzeitgebunden, haben keine Kündigungsfrist und müssen grundsätzlich nicht gekündigt werden. Wird die SIM-Karte über längere Zeit nicht genutzt und kein Guthaben aufgeladen, kann der Herausgeber den Zugang deaktivieren und die Rufnummer neu vergeben. Wie lange diese Frist ist, ergibt sich aus den allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters. Eine Kündigung ist erforderlich, falls der Nutzer seine Rufnummer in einen neuen Tarif oder Vertrag mitnehmen möchte.

Beim Prepaidtarif profitieren Kunden kurzfristig von wettbewerbsbedingten Tarifanpassungen. Da die Tarifbedingungen nicht langfristig zwischen Anbieter und Kunden vertraglich festgeschrieben sind, gelten für Bestandskunden die gleichen Bedingungen wie für Neukunden.

Entscheidung für ein Mobilfunknetz

Seit 2015 gibt es in Deutschland noch drei große Mobilfunknetzbetreiber:

  • Telekom (D1)
  • Vodafone (D2)
  • O2/Telefónica

Vor 2015 gab es ein viertes Netz des Betreibers E-Plus. Dieses wurde von der Telefónica Deutschland Holding AG gekauft und ins O2-Netz integriert.

Alle Netzbetreiber teilen sich den Markt zu annähernd gleichen Teilen. Gemessen an der Zahl aktivierter SIM-Karten führt das Vodafone-Netz die Rangfolge mit 35,7 % an, gefolgt von O2/Telefónica mit 32,2 % und der Deutschen Telekom mit 32,1 %. Popularität ist natürlich kein vorrangiges Entscheidungskriterium in der individuellen Netzauswahl. Das Hauptaugenmerk gilt üblicherweise der Netzabdeckung. Wer in einer Großstadt wie Berlin lebt, muss sich hinsichtlich der Ermittlung des stärksten Netzes wenig Gedanken machen. Allerdings gibt es auf dem Stadtplan in Bezug auf die Verfügbarkeit des schnellen LTE-Netzes bis heute weiße Flecken. Zumindest was die Telefonie betrifft, bestehen in Großstädten und in Ballungsgebieten kaum Lücken in der Netzabdeckung. Anders sieht es im ländlichen Raum aus. Auf dem platten Land existieren bundesweit noch etliche Gebiete mit schlechtem Empfang.

Insgesamt bescheinigen aktuelle Erhebungen dem Mobilfunknetz der Deutschen Telekom die beste Netzabdeckung. An zweiter Stelle steht das D2-Netz von Vodafone und schließlich mit wachsender Verbreitung das O2-Netz. Bei den Angaben handelt es sich um prozentuale Werte in Bezug auf das gesamte Bundesgebiet. Bei der individuellen Entscheidung sollte der Suchende seinen eigenen Standort prüfen oder die Gebiete einbeziehen, in denen er sein Mobiltelefon überwiegend nutzen wird. Genaue Informationen liefert der Mobilfunkatlas, der auf einer Landkarte der Bundesrepublik die Abdeckung der einzelnen Netze im Detail grafisch darstellt. Informationen hierzu finden sich auf den Seiten der einzelnen Mobilfunknetzanbieter sowie auf Online-Vergleichsplattformen wie Verivox.de oder Check24.de.

Entscheidend für die Auswahl ist ebenfalls das Nutzungsverhalten. Selbst wenn zum Beispiel die Netzabdeckung zum Telefonieren am bevorzugten Standort gegeben ist, kann eine genauere Betrachtung offenlegen, dass dies für eine schnelle Internetverbindung im LTE-Netz nicht der Fall ist.


Bedeutung der Übertragungsgeschwindigkeit

Der private Mobilfunk wurde erst durch die Einführung des GSM-Standards in den frühen 90er-Jahren für breitere Bevölkerungsschichten möglich. Die volldigitale Übertragung des Telefonsignals über den GSM-Frequenzbereich erlaubt eine vergleichsweise geringe Geschwindigkeit von weniger als 20 kbit/s. Mobile Internetnutzung nach heutigem Verständnis ist damit nicht möglich. Erst die Einführung des UMTS-Standards mit bis zu 42,2 Mbit/s (HSDPA+) ebnete den Weg für schnelles mobiles Surfen. Der aktuell höchste Mobilfunkstandard 4G bzw. LTE überträgt Daten mit 50 bis 300 Mbit/s und übertrifft damit oftmals den heimischen DSL-Anschluss.

Bei der Wahl von Mobilfunknetz und -tarif stehen Verbraucher vor der Frage, auf welche Art und wie oft sie ihr Telefon nutzen wollen. 3G bzw. UMTS/HSDPA können heute in allen Mobilfunknetzen bei ausreichendem Empfang als Mindeststandard angesehen werden. Des Weiteren steigt die Anzahl von Tarifen mit LTE-Geschwindigkeit fortwährend. Deren Buchung setzt neben ausreichendem Empfang ein technisch geeignetes Mobiltelefon voraus.

Inklusivleistungen des Mobilfunktarifs

Egal ob Laufzeitvertrag oder Prepaid, die wenigsten Tarife basieren heute noch auf einer verbrauchsabhängigen Berechnung der Telefonkosten. An ihre Stelle treten seit einigen Jahren vornehmlich Tarife, die gegen eine pauschale monatliche Gebühr Inklusivleistungen bereitstellen. Hierzu zählen:

  • Gesprächsminuten
  • Inklusiv-SMS
  • Datenpakete

Sind die Inklusivkontingente aufgebraucht, unterscheidet sich der weitere Ablauf zwischen den Tariftypen. Während bei Laufzeitverträgen zumindest Telefonieren und SMS-Versand weiter möglich sind und hierfür gesondert vereinbarte Kosten anfallen, muss bei Prepaidtarifen ausreichend Guthaben vorhanden sein, um weiter Anrufe tätigen zu können.

Eine wachsende Anzahl von Tarifen enthält von vornherein Telefon- und SMS-Flatrates. Damit ist die Mobilfunknutzung, zumindest in ausgewählten Netzen, unbegrenzt im Monatspreis enthalten. Gilt die Pauschale für alle Mobilfunknetze und das deutsche Festnetz, spricht man von einer Allnet-Flatrate. Gesonderte Flatrates sind für Gespräche im europäischen und internationalen Auslandsnetz verfügbar.

Auch die mobile Internetnutzung wird in den meisten Tarifen als Flatrate beworben. Bei genauerer Betrachtung wird offenbar, dass diese Bezeichnung nicht ganz treffend ist. Die Onlinenutzung des Mobiltelefons ist auf ein tarifabhängiges Datenvolumen begrenzt. Ist dieses ausgeschöpft, reduziert der Provider die Internetgeschwindigkeit. Anbieterabhängig ist diese danach so gering, dass eine sinnvolle Nutzung des Internets beinah unmöglich ist. Inzwischen gibt es einige Tarife mit echten Flatrates, also einem unbegrenzten Zugang zum Internet bei Maximalgeschwindigkeit. Diese sind bisher deutlich teurer als Volumentarife. Bei letzteren ist eine Weiternutzung der vollen Bandbreite erst nach Ablauf des Buchungsmonats oder durch Zukauf weiterer Datenpakete möglich.

Welche optionalen Zusatzleistungen sind verfügbar?

Mobilfunkprovider bieten zunehmend Leistungen, die über die klassischen Tarifbestandteile hinausgehen. Neben Flatrates fürs Telefonieren im oder ins Ausland, sind es vorwiegend weitere Flatrates zur Nutzung des mobilen Internets. Diese trennen in der monatlichen Abrechnung ausgewählten Datenverkehr vom allgemeinen Datenvolumen ab. Eine Musikflatrate, zum Beispiel beim Anbieter Spotify, deckt die mit der zugehörigen Smartphone-App empfangenen Daten ab. So kann der Nutzer unbegrenzt Musiktitel streamen, ohne damit sein Datenvolumen zu belasten. Nach dem gleichen Prinzip können so Hörbücher, E-Books, Spiele oder soziale Medien unbegrenzt genutzt werden.

Eine weitere, für viele Mobilfunkkunden entscheidende Zusatzleistung eines Mobilfunktarifs ist die Möglichkeit, ein Tophandy zum Tarif hinzuzubuchen. Diese Angebote beschränken sich auf Handyverträge. Der Kaufpreis eines Smartphones wird auf die Mindestvertragslaufzeit umgelegt und so das Gerät im über die monatliche Rechnung abbezahlt. Seltener sind Modelle, bei denen das Smartphone gemietet wird und nach Ablauf des Vertrags an den Mobilfunkanbieter zurückgeht.

Wer benötigt was?

Die wichtigste Aufgabe bei der Suche nach dem passenden Mobilfunktarif besteht in der Einschätzung des persönlichen Nutzungsverhaltens. Wer weiß, wie und in welchem Umfang er sein Mobiltelefon nutzt, kann zuverlässig beurteilen, welche Eigenschaften ein geeigneter Handytarif haben sollte. Um das herauszufinden, hilft es, die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Wo nutze ich das Mobiltelefon überwiegend?
  • Wie oft und wie lange telefoniere ich?
  • Wie viele SMS verschicke ich pro Monat?
  • In welchem Umfang nutze ich das mobile Internet?
  • Besitze ich bereits ein Smartphone?

Wie beschrieben, entscheidet die herkömmliche Telefonnutzung über das passende Mobilfunknetz. Abhängig von der Nutzungshäufigkeit und Kreditwürdigkeit fällt die Wahl auf einen Prepaidtarif oder Handyvertrag. Von besonderer Bedeutung für eine zeitgemäße Mobilfunknutzung ist das Onlineverhalten. Hier hat sich eine Einteilung in charakteristische Nutzertypen bewährt.


Gelegenheitsnutzer

handytarif smartphoneTrotz der Allgegenwärtigkeit des Smartphones gibt es heute noch viele Menschen, für die das Mobiltelefon eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn überhaupt, nutzen sie das Handy um erreichbar zu sein oder in Notfällen Anrufe tätigen zu können. Insgesamt verwenden sie es ausgesprochen selten. Das mobile Internet ist für sie ebenfalls uninteressant, sie gebrauchen es höchstens, um Textnachrichten über Messenger-Dienste zu verschicken. Das tun sie überwiegend im heimischen WLAN-Netzwerk.

Für Gelegenheitsnutzer sind Prepaidtarife die beste Wahl, die sie bei seltener Handynutzung preiswerter als ein Vertrag sind. Gleichzeitig bietet diese Variante maximale Flexibilität. Bei Bedarf kann das gebuchte Paket spontan geändert werden. Selbst ein Wechsel in einen Laufzeitvertrag ist unkompliziert und mitsamt der gewohnten Telefonnummer möglich.

Im Laufzeittarif profitieren Gelegenheitsnutzer von Tarifen ohne oder mit einer geringen Grundgebühr und vergleichsweise hohen verbrauchsabhängigen Gebühren. Für den Fall, dass sie die Onlinefunktion nutzen, genügen ihnen kleine Datenpakete. Mittlerweile sind Tarife mit einem Datenvolumen unter 500 MB selten geworden. Mehr als 1 GB ist für die gelegentliche Nutzung nicht erforderlich. Da Gelegenheitsnutzer auf eine schnelle Internetleitung keinen großen Wert legen, muss der Tarif nicht unbedingt Zugang zum LTE-Netz gestatten.

Gelegenheitsnutzer stellen in der Regel keine großen Anforderungen an ein Mobiltelefon. Billige oder gebrauchte Handys reichen ihnen völlig.


Durchschnittliche Nutzer

Bei aller Individualität sind Durchschnittsnutzer leicht charakterisierbar. Sie nutzen ihr Mobiltelefon, wann immer es ihnen sinnvoll und notwendig erscheint, ohne sich dabei bewusst einzuschränken.

Das mobile Internet verwenden durchschnittliche Nutzer ebenfalls zweckgebunden und in überschaubarem Umfang. Unterwegs recherchieren sie etwa notwendige Informationen wie Adressen und Öffnungszeiten von Geschäften und Lokalen. Sie kommunizieren über Messenger und versenden gelegentlich Fotos. Wenn sich hierzu Gelegenheit findet, besuchen sie unterwegs Facebook, Twitter und Co. Falls sie ihr Mobiltelefon zum Musikhören oder für Videos nutzen, geschieht dies überwiegend mit zuvor gespeicherten Medien oder in einem WLAN-Netzwerk.

Durchschnittsnutzer profitieren von Pakettarifen mit Inklusivminuten und Frei-SMS. Für die Onlinenutzung reicht ein Datenpaket mit 1 bis 3 GB pro Monat üblicherweise aus. Grundsätzlich kommt für Durchschnittsnutzer genauso ein Prepaidtarif infrage.

Das Mobiltelefon ist für Durchschnittsnutzer Gebrauchsgegenstand, an sie er entsprechend anwendungsbezogene Anforderungen stellen. Für sie kommt sowohl der Kauf eines mittelklassigen Neugeräts oder eines gebrauchten Markengeräts als auch der Mietkauf eines Vertragshandys der unteren und mittleren Preiskategorie in Frage.


Intensivnutzer

Eine wachsende Gruppe junger und jung gebliebener Mobilfunknutzer integriert das Handy und seine vielfältigen Möglichkeiten ungezwungen in ihren Alltag.

Intensivnutzer telefonieren regelmäßig, selbst ohne zwingende Notwendigkeit. Sie surfen unterwegs im Internet, empfangen E-Mails, nutzen die sozialen Medien und kommunizieren intensiv über Messenger-Apps. Streaming ist für Intensivnutzer kein Fremdwort. Zumindest gelegentlich nutzen sie entsprechende Dienste, um Musik zu hören oder Videos anzuschauen. Manche Intensivnutzer spielen außerdem gern Onlinegames.

Wer sich mit diesem Nutzertyp identifizieren kann, fährt am besten mit großen Minutenpaketen oder einer Telefonflatrate. Seine Onlinenutzung erfordert ein umfangreiches Datenpaket von 3 bis 6 GB pro Monat. Theoretisch kommt hierfür ebenfalls ein Prepaidtarif infrage, falls die Bedingungen stimmen. Allerdings ist der Laufzeitvertrag in den meisten Fällen für Intensivnutzer die bequemere und preisgünstigere Variante.

Da viele Intensivnutzer technikaffin sind, stellen sie höhere Ansprüche an ihr Mobiltelefon. Häufig entscheiden sie sich für aktuelle hochpreisige Markengeräte. Aus diesem Grund ist ein Handy mit Vertrag für sie gut geeignet.


Smartphone-Junkies

Gerade für junge Erwachsene ist ihr Smartphone lebenswichtig. Sie tragen es stets bei sich und nutzen es in allen Lebenslagen, indem sie lange Telefonate führen, rund um die Uhr Nachrichten über Messenger verschicken, jederzeit erreichbar sind und über die sozialen Medien ihre Follower in Echtzeit an ihrem Leben teilhaben lassen. Streamingdienste für Musik und Filme sowie Onlinegames sind für sie beliebte Freizeitbeschäftigungen. Mitunter macht das mobile Internet gar den Breitbandanschluss zu Hause überflüssig.

Dieses Nutzungsverhalten erfordert Flatratetarife fürs Telefonieren und große Datenpakete mit über 6 GB Datenvolumen pro Monat. Ersetzt das Mobiltelefon den PC mit Internetanschluss, kann sich eine echte Flatrate mit unbegrenztem Datentransfer lohnen.

Die Wahl des Geräts ist für Smartphone-Junkies eine Imagefrage. Meist bevorzugen sie die neuesten Modelle von namhaften Markenherstellern. Um die hierfür erforderlichen Ausgaben zu ermöglichen, bietet sich ein Vertrag mit Handy an.


Die Suche nach dem besten Mobilfunkanbieter

In den Anfangsjahren des privaten Mobilfunks waren die Netzbetreiber gleichzeitig die einzigen Mobilfunkanbieter. Die Wahl eines Netzes entsprach damit der Entscheidung für einen Anbieter. Kunden mussten sich höchstens noch zwischen verschiedenen nutzungsabhängigen Tarifen entscheiden. Inzwischen hat sich der Markt für Mobilfunkprovider geöffnet, die selber keine Netze betreiben, sondern die vorhandene Infrastruktur nutzen. So haben Mobilfunkkunden die freie Wahl zwischen fast 100 Anbietern und ihren unterschiedlichen Tarifen.

Der wachsende Wettbewerb zeigt sich als vorteilhaft, denn durch ihn sinken die Preise für die Handynutzung seit Jahren kontinuierlich. Obwohl die Mechanismen des Marktes dazu führen, dass einzelne Angebote einander zunehmend ähnlicher werden, bestehen in den Details weiterhin relevante Unterschiede. Aus diesem Grund lohnt sich ein sorgfältiger Tarifvergleich.

Bei der großen Zahl von Anbietern und Tarifen erweist sich ein solcher Vergleich in Eigenregie als extrem aufwendig. Alle Tarifinformationen zusammenzutragen und einander gegenüberzustellen, bedeutet viele Stunden Arbeit. Eine Alternative dazu stellt die Beratung im nächsten Handyshop dar. Hier dominieren die großen Netzbetreiber, die Filialen in allen größeren Städten unterhalten. Daneben gibt es zwar unabhängige Anbieter, die vor Ort verschiedene Mobilfunkanbieter vertreten und eine individuelle Beratung versprechen. Diese beschränken ihr Angebot jedoch üblicherweise auf eine Auswahl von Providern. Die effizienteste Möglichkeit eine große Zahl an Tarifen in kürzester Zeit komfortabel zu vergleichen, bietet der Onlinetarifvergleich. Vergleichsplattformen wie Verivox.de oder Check24.de ermöglichen es mit wenigen Klicks, verschiedene Handytarife gegeneinander abzuwägen. Möglich ist eine separate Gegenüberstellung von Laufzeitverträgen, Prepaidangeboten sowie Verträgen mit Handy.

Der Onlinevergleich basiert auf wenigen Angaben, darunter dem gewünschten Datenvolumen, im Tarif enthaltenen Inklusivminuten bzw. Telefonflatrates sowie der Vertragslaufzeit. Als Ergebnis liefert die Suchmaschine eine Auflistung aller infrage kommender Tarife mitsamt ihren Details. Um die individuelle Auswahl zu ermöglichen, lässt sich diese Ergebnisliste mit Filtern weiter eingrenzen und nach unterschiedlichen Kriterien sortieren. Neben den objektiven Tarifinformationen bietet der Onlinevergleich einen Überblick über Kundenbewertungen. Diese sind einerseits in schriftlichen Kundenkommentaren aufgeführt, andererseits in einem Bewertungssystem, zum Beispiel durch die Vergabe von Sternen und daraus ermittelten Durchschnittswerten.

Die Vergleichsplattformen sind gleichzeitig Vermittlungsdienste. Das heißt, die Bestellung einer Prepaid-SIM oder ein Antrag auf Abschluss eines Laufzeitvertrags kann direkt auf der Webseite erfolgen, ohne auf den Internetauftritt des Anbieters wechseln zu müssen. Ein Klick auf einen Link in der Ergebnisliste führt zum Bestellformular oder Onlineantrag. Darin werden alle erforderlichen Kontaktinformationen und Zahlungsdaten erfasst. Im Anschluss leitet der Dienstleister den Antrag an den Mobilfunkanbieter weiter, der die Prepaid-SIM verschickt oder den Antrag bearbeitet.

Für Nutzer ergibt sich hinsichtlich der Tarifkonditionen durch die Vermittlung kein Unterschied. Das Gegenteil ist der Fall, da sie von Bonusprogrammen der Vergleichsplattform profitieren können. So bietet zum Beispiel Check24.de zu ausgewählten Tarifen Cashback-Aktionen. Kommt ein Handyvertrag im gewählten Tarif zustande, zahlt der Vermittler, unabhängig vom Mobilfunkanbieter, eine einmalige Prämie, die in Einzelfällen sogar einige hundert Euro betragen kann und entsprechend in einen Preisvergleich einfließen sollte. Sinnvoll ist dies, sofern der Vergleich auf Basis der Mindestvertragslaufzeit geschieht und grundsätzlich die Bereitschaft vorhanden ist, kurz vor deren Ablauf einen erneuten Tarifvergleich durchzuführen.

Was geschieht nach dem Antrag?

Ist die Entscheidung für einen Anbieter und Tarif gefallen und der Antrag online, über eine Vergleichsplattform oder direkt auf der Seite des Mobilfunkanbieters, gestellt, vergehen in der Regel wenige Tage, bis die SIM-Karte und alle erforderlichen Unterlagen eintreffen.

Wie bei den meisten anderen online abgeschlossenen Verträgen ist für einen Mobilfunkvertrag eine Identitätsprüfung erforderlich. Die meisten Anbieter nutzen hierfür eine abgewandelte Form des Postident-Verfahrens. Zum Beispiel bei Kreditverträgen ist der Besuch einer Postfiliale erforderlich, um dort durch Mitarbeitende die Legitimation durchführen zu lassen. Bei Handyverträgen gestaltet sich dieser Vorgang für den Kunden komfortabler. Da die Post die SIM-Karte zustellt, kann die Identitätsprüfung durch die zustellende Person vor Ort erfolgen. Hierfür muss sich der Kunde einfach vor Empfang der Sendung ausweisen.

Für dieses Verfahren ist es zwingend notwendig, dass der Neukunde Zuhause anzutreffen ist. Da vor allem berufstätige Menschen üblicherweise nicht daheim sind, wenn die Post kommt, nutzen Anbieter weitere Methoden wie zum Beispiel Sofort-Ident. Hierbei erfolgt die Legitimation komplett online. Der beauftragte Dienstleister nutzt die Zugangsdaten des Kunden zum Onlinebanking, um ihn zuverlässig zu identifizieren. Nach Abschluss des Onlineantrags erhält der Kunde eine Mail mit einem Link, der auf die Seite des Dienstleisters führt. Hier muss er sich mit den Zugangsdaten zum Onlinebanking einloggen.

Eine zusätzliche Freischaltung der SIM-Karte ist bei Vertragstarifen sowie Prepaid-SIM-Karten, die per Post eintreffen, nicht mehr zwingend erforderlich. Anders sieht es bei Prepaidkarten aus, die als Startersets im Einzelhandel erhältlich sind. Für diese ist gleichermaßen eine Identitätsprüfung vorgeschrieben. Dafür können Käufer wahlweise das Postident- oder das Videoident-Verfahren nutzen. Bei letztgenanntem erhalten sie die Zugangsdaten für ein Videotelefonat mit einem Dienstleister des Mobilfunkanbieters. Dabei halten sie ihren Ausweis in die Kamera ihres Smartphones oder Laptops, ein Servicemitarbeiter dokumentiert den Vorgang.

Die SIM-Karten von Vertragshandys sind in jedem geeigneten Mobiltelefon oder anderem Endgerät mit SIM-Kartenslot sofort einsatzbereit. Prepaid-SIM müssen Nutzer vor der ersten Verwendung mit Guthaben aufladen. In den meisten Startersets ist ein Startguthaben enthalten, das zumindest annähernd dem Kaufpreis entspricht. Ist dies nicht der Fall, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Aufladung:

  • Überweisung vom Girokonto
  • Aufladung am Geldautomaten (bei ausgewählten Anbietern)
  • Guthabenkarten aus dem Einzelhandel (Supermärkte, Kioske, Tankstellen etc.)
  • Automatisierte Abbuchung vom Girokonto (nach einer Testüberweisung)

Mit einer automatisierten Aufladung kann der Nutzer einen Prepaidtarif in der Bedienung einem Laufzeitvertrag anpassen. Wie bei einem Dauerauftrag wird allmonatlich ein bestimmter Betrag vom Girokonto abgebucht. Alternativ erfolgt die automatische Aufladung, sobald das vorhandene Guthaben einen Mindestbetrag unterschreitet. Als dritte Möglichkeit kann der Kunde die Abbuchung manuell in einer Smartphone-App oder in seinem Nutzeraccount auslösen. Für alle drei Methoden ist die einmalige Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats erforderlich. Hierfür muss üblicherweise der bei Bestellung oder Registrierung genannte Name mit dem des Kontoinhabers übereinstimmen. Die Erteilung erfolgt in der Regel mit einem Formular auf dem Postweg.


Fazit zum Handytarif

Kaum jemand kann oder möchte heute noch auf ein Mobiltelefon verzichten. Unterwegs erreichbar zu sein und andere erreichen zu können, ist alltäglich geworden. Die Vorzüge des Internets möchten ebenfalls die wenigsten einzig am heimischen PC genießen. Vornehmlich für junge Menschen ist das Smartphone ein lieb gewordener Begleiter für Kommunikation, Information und Entertainment. Stetig sinkende Mobilfunkkosten machen all das für jedermann erschwinglich. Wer trotz insgesamt niedriger Preise für ein Minimum an Kosten ein Maximum an Leistung wünscht, kommt um einen sorgfältigen Tarifvergleich nicht herum. Über eine Vergleichsplattform ist ein solcher Vergleich problemlos und schnell möglich. Regelmäßig durchgeführt, kann ein Tarifvergleich viel Geld sparen, das zum Beispiel in den Kauf eines guten Handys gesteckt werden kann.