Hinweis*

Mit einer Girocard stehen Nutzern viele Funktionen beim Bezahlen offen. Die Beliebtheit der Karte steigt Jahr für Jahr an. In 2020 gaben 96 Prozent der Deutschen an, eine Girocard zu besitzen. Mit ihr ist es möglich, im In- und Ausland Geld abzuheben und Zahlungen zu tätigen.

Was ist die Girocard?

Girocards sind Debitkarten und ausschließlich gemeinsam mit einem Girokonto zu haben. Sie geben ihren Besitzenden die Möglichkeit, Geld vom Konto abzuheben, an entsprechenden Terminals (z. B. in Geschäften oder an Automaten) bargeldlos zu bezahlen oder Geld aufs Konto einzuzahlen. Einige Banken bieten Girocards auch als virtuelle Variante an. So haben Kunden die Möglichkeit mit dem Smartphone zu zahlen.

Mit Girocards kann auch im Ausland eingekauft werden. Akzeptanzstellen sind am entsprechenden Sticker (Maestro bzw. V Pay) zu erkennen. Doch nicht in jedem Land ist dies möglich, daher sollte vor einer Reise bei der Bank in Erfahrung gebracht werden, wo die eigene Girocard angenommen wird und welche Kosten damit verbunden sind. Meistens ist für Auslandsreisen eine Kreditkarte die bessere Wahl, insbesondere wenn die Fahrt ins außereuropäische Ausland geht.


Welche Vor- und Nachteile hat die Girocard?

Der Einsatz einer Girocard hat viele Vorteile und Nachteile. Mit einer solchen Karte haben Verbraucher die Option, viele Geschäfte abzuwickeln. Zu ihnen gehören:

  • Geld einzahlen/abheben
  • bargeldlos bezahlen
  • Girogo-Funktion (ersetzt die Geldkarte)

Tipp: Hat die Debitkarte ein Maestro oder V-Pay Logo, haben Nutzer mit ihr die Möglichkeit europaweit zu bezahlen. Auch in Ländern außerhalb der Europäischen Union, wie Israel oder Grönland, ist eine Nutzung in Supermärkten und Co. möglich.

Teilweise ist es möglich, eine Arbeitszeiterfassung mit dem Chip der Karte durchzuführen. Hierzu wird die Karte vorher in das System eingespeist und dann beim Betreten und Verlassen des Unternehmensgebäudes genutzt.

In Abhängigkeit von der Bank und dem gewählten Girokontomodell fallen teilweise Kosten für die Karten und ihre Services an. Oft erheben Banken bei häufiger Nutzung von Geldautomaten eine kleine Gebühr. Üblicherweise entstehen Zusatzkosten beim Abheben von Geld oder dem Verwenden einer Girocard im Ausland. Das kommt besonders bei fremden Währungen vor, also außerhalb des EWR. Aus diesem Grund ist es wichtig, vor der Entscheidung mehrere Girokonten miteinander zu vergleichen. Das ist unter anderem bei Vergleichsportalen wie Check24 oder Verivox leicht und kostenlos möglich.


Wie führe ich einen Vergleich von Girocards durch?

Hierzu besuchen Interessierte eine Vergleichsseite wie Check24. Dort rufen sie den Girokontovergleich auf und machen Angaben zum gewünschten Konto. Häufig gibt es Konten für einzelne Personen oder Gemeinschaften. Über spezielle Filter besteht die Möglichkeit, die Suchergebnisse einzugrenzen. So geht es leichter, eine passende Girocard mit Konto zu finden. Hier ein Überblick über häufige Filterkriterien bei Vergleichen:

  • Kostenlose Kontoführungsgebühr (mit/ohne Bedingungen)
  • Antrag ohne Unterschrift möglich
  • Videoident-Verfahren wird angeboten
  • digitaler Kontoumzug ist kostenfrei durchführbar
  • kostenlose Bargeldabhebungen (weltweit, europaweit oder/und deutschlandweit)
  • Anzahl an verfügbaren Geldautomaten
  • kostenlose Kreditkarte verfügbar
  • Partnerkarte gebührenfrei möglich
  • Konto ohne Verzinsung von Guthaben
  • Boni (Cashback oder ähnliche Programme)

Verbraucher haben anschließend die Möglichkeit, die Ergebnisse des Vergleichs zu sortieren. So finden sie zügig das Girokonto mit Karte mit dem höchsten Bonus, der geringsten Gebühr oder dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.


Welchen Unterschied gibt es zwischen der Girocard und EC-Karte?

Die EC-Karte stellt den Vorgänger der Girocard dar. Sie hatte ein anderes Verfahren geführt als die neue Bankkarte. Das „Electronic-Cash-System“ der EC-Karte wurde im Jahr 2007 mit dem Geldautomaten-System zusammengeführt. Daraus ergab sich die Girocard, die bei allen Banken erhältlich ist. Heute gibt es keine EC-Karten mehr, der Name hat sich als umgangssprachliche Bezeichnung der Girokarte aber gehalten.


Wie sicher ist die Girocard?

Girokarten sind besonders sicher. Das liegt daran, dass für sie eine PIN benötigt wird. Sie ist weder an der Karte selbst noch an den Kontoauszügen ablesbar. Das bedeutet, dass Unbefugte keinen Zugriff zu ihr haben. Die einzige Option, eine PIN von einer Karte zu erlangen, stellt der Schlüssel des jeweiligen Kreditinstituts dar. Doch dieser ist gut geschützt und daher sicher.

Einige Menschen notieren die PIN auf einem Papier oder direkt auf der Karte. Hierbei kann es zu Sicherheitslücken kommen, sofern andere Menschen auf die Girocard zugreifen können. Folglich sollten Verbraucher die PIN an einem sicheren Ort aufbewahren.


Wie bezahle ich mit der Girocard?

Es gibt drei Varianten, mit der Girocard zu bezahlen. Bei geringen Beträgen an Geld haben Verbraucher die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen, ohne sich mit Geheimzahl oder Unterschrift legitimieren zu müssen. Ob dieses Verfahren durchführbar ist, hängt vom jeweiligen Shop und der Karte beziehungsweise der Bank ab, bei der das Girokonto besteht. Hier gelten unterschiedliche Auflagen. Während bei vielen Kreditinstituten eine Obergrenze von 25 Euro gilt, ermöglichen andere für Beträge bis zu 50 Euro ein bargeldloses Zahlen ohne Unterschrift. Hierzu wird NFC (Near Field Communication) genutzt. Ein entsprechender Sender befindet sich in der Karte und stellt von dort eine Verbindung zum Terminal her, über das die Zahlungen ablaufen.

Alternativ dazu bezahlen Einkaufende durch das Einstecken der Bankkarte in ein Lesegerät. Hierzu geben sie eine PIN (Geheimzahl) ein, um die Transaktion zu bestätigen. Im Anschluss wird, wie auch beim bargeldlosen Zahlen, der Vorgang in Echtzeit abgewickelt.

Die dritte Variante ist das ELV (elektronische Lastschriftverfahren). Dabei wird der Rechnungsbetrag vom Bankkonto abgebucht, allerdings mit zeitlicher Verzögerung.


Welche Banken bieten kostenlose Girocards an?

Bei Direktbanken sind Girocards des Öfteren kostenlos, aber es gibt auch Banken, bei denen für sie eine monatliche Gebühr zu zahlen ist. Wie hoch sie ausfällt, hängt vom Kreditinstitut und dem ausgewählten Kontomodell ab. Girocards ohne Gebühr (doch nicht immer gebührenfreie Konten) finden Interessierte bei ING, der HypoVereinsbank, Norisbank, Postbank, DKB, PSD Bank oder 1822direkt. Dabei fallen besonders die Angebote der ING, HypoVereinsbank und Norisbank günstig aus.


Die kostenlose Debitkarte der ING

Bei der ING besteht die Möglichkeit, ein kostenloses Gehaltskonto zu erhalten (bei Geldeingängen über 700 Euro im Monat, sonst 4,90 Euro). Überdies wird die Girocard für den Inhaber ohne Kosten angeboten. Dasselbe gilt für die Debit-Kreditkarte der Bank. Mit der kann z. B. per Google oder Apple Pay bezahlt werden.

Wer mit der Girocard an Automaten der ING Geld abhebt, kann dies kostenlos tun. An anderen Bankautomaten ist eine Gebühr zu zahlen, deren Höhe vom Automatenbetreiber bestimmt wird. Im Ausland sind es mindestens 5 Euro. Verbraucher sollten darüber hinaus beachten, dass eine Abhebung mit Girocard oder Visakarte erst ab 50 Euro möglich ist und pro Tag auf 1000 Euro limitiert ist. An einigen der ING-Automaten können Kunden kostenlos Bargeld auf ihr Konto einzahlen. Dafür nutzen sie ebenfalls die Girokarte. Alternativ dazu gehen sie zu einer Filiale der Reisebank, dann kostet sie der Service aber 7,50 Euro pro angefangene 5000 Euro.

Vorteile:
kostenloser Kontoauszug im Onlinebanking
Rechnungsabschluss vierteljährlich
App Banking to go


Die kostenlose Debitkarte der HypoVereinsbank

Personen, die bei der HypoVereinsbank das HVB PlusKonto eröffnen, erhalten während der ersten fünf Jahre garantiert kostenlos. Danach kostet es sie 9,90 Euro im Monat. Im Preis inbegriffen sind die Girocard und eine Kreditkarte. Mit Ersterer kann innerhalb Deutschlands an allen Geldautomaten gebührenfrei Bargeld abgehoben werden, die zur Cash Group gehören. Im Ausland nutzen Kunden die Automaten der UniCredit Banken – ebenfalls ohne Entgelt. Wer Geld am Schalter abheben oder einzahlen möchte, hat mit keinen Gebühren zu rechnen. Ebenso steht es Kunden frei, Geld am Automaten einzuzahlen. Auch dies ist ein Service der HypoVereinsbank.

Vorteile:
Online und Mobile Banking
Kostenlose Bargeldauszahlung mit der Debitkarte an Geldautomaten mit Cash Group Logo und UniCredit Banken in 13 weiteren Ländern.


Die kostenlose Debitkarte der Norisbank

Ab einem monatlichen Kontoeingang von 500 Euro wird das Top-Girokonto mit Girocard kostenlos angeboten. Auch eine Mastercard-Debitkarte gibt es für ein Jahr kostenfrei. Danach fallen 24 Euro pro Jahr an. Mit der Girocard der Norisbank kann an allen Cash-Group-Automaten gebührenfrei Geld abgeboben werden. Bei den Automaten anderer Kreditinstitute entstehen von der Seite der Norisbank ebenfalls keine Gebühren. Trotzdem kann es passieren, dass das betreibende Geldinstitut Kosten erhebt. Das Einzahlen von Bargeld ist kostenfrei möglich. Hierzu haben Kunden jedoch einen geeigneten Automaten aufzusuchen.

Vorteile:
Auf Wunsch inklusive kostenloser Mastercard direktWeltweit bargeldlos bezahlen, online und im Handel
Kostenlose Bargeldauszahlungen an rund 31.000 Stellen in Deutschland


Welche Alternative gibt es zur Girocard?

Einzig eine Kreditkarte ist ein geeigneter Ersatz der Girocard. Sie ist an deutlich mehr Zahlungsstellen einsetzbar und verfügt über ein entsprechendes Limit. Neben der Zahlung in Shops vor Ort ist auch das Begleichen von Rechnungen online möglich. Eine gute Alternative für Minderjährige oder Personen, die kein Kreditlimit in Anspruch nehmen wollen, stellt eine Prepaid-Kreditkarte dar. Sie verfügt nur über so viel Geld wie zuvor darauf aufgeladen wurde. Debit-Kreditkarten ersetzen bei manchen Banken inzwischen die Girocard ganz und werden sie wohl früher oder später vollends abgelöst haben.

Jüngere Menschen greifen gerne auf Apps zurück. Diese ermöglichen ein Bezahlen vor Ort und im Internet mittels Smartphone. Dabei registrieren sich Nutzer vor der Verwendung der App online und geben dabei ein Referenzkonto an. Von dem gehen dann die Kosten für den Einkauf oder die Bestellung ab.

Vorteile:
keine Kontoführungsgebühren

kostenlose Girokarte und DKB-VISA-Card mit kontaktlosem Bezahlen


Unterschiede zur Kreditkarte

Zwischen einer Kreditkarte und einer Girocard gibt es viele Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Mit beiden Karten besteht die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen und Geld am Automaten abzuheben.

Im Vergleich zu einer Kreditkarte hat eine Girocard weltweit gesehen eine deutlich geringere Akzeptanz. Das bedeutet, dass es nur in ausgewählten Geschäften im Ausland möglich sein kann, mit einer Girocard zu zahlen. Je nach Land gibt es größere Unterschiede. Daher sind alle, die eine Reise ins Ausland planen, mit einer Kreditkarte auf der sicheren Seite. Die Girocard kann höchstens als Notlösung dienen.

Innerhalb von Deutschland gibt es beim Bezahlen mit der Bankkarte ebenfalls gewisse Einschränkungen. Sie treten besonders bei dem Buchen von Reisen auf. Viele Anbieter oder Mietwagenunternehmen wickeln Zahlungen lediglich über eine Kreditkarte ab. Selten besteht meist gegen einen Aufpreis die Möglichkeit, mit einer Debitkarte zu bezahlen.

Eine Kreditkarte hat den Vorteil, einen Kreditrahmen zu besitzen. Das bedeutet, dass es möglich ist, mehr Geld auszugeben, als auf dem Referenzkonto vorhanden ist. Dafür entstehen jedoch Zinsen. Der Karteninhaber hat anschließend die Möglichkeit den geliehenen Betrag komplett oder in Teilen zu bezahlen.

Auch in puncto Kosten unterscheidet sich eine Girocard von einer Kreditkarte. Meist kostet es im Ausland mehr, Bargeld am Geldautomaten mit der Girocard abzuheben. Häufig bieten sich Verbrauchern mit einer Kreditkarte deutlich günstigere Konditionen.

Vorteile:
Kostenlose Depotführung – für 3 Jahre1
Handeln für nur 3,90 Euro2 pro Order – für 12 Monate
Wertpapiersparpläne: schon ab 25 Euro schrittweise Vermögen aufbauen
Über 1.000 ETFs zur Auswahl


Fazit zur Girocard

Eine Girocard ist in Deutschland weit verbreitet. Fast alle Menschen haben eine Bankkarte mit einem entsprechenden Girokonto. Meist erhalten sie die Kunden der Kreditinstitute kostenlos. In vielen Fällen bieten Unternehmen sogar Kreditkarten inklusive Partnerkarten ohne Gebühren an. Bei der Norisbank, HypoVereinsbank und ING gibt es passende Angebote. Wer eine größere Menge an Girocards mit dem dazugehörigen Bankkonto miteinander vergleichen will, kann dies bei Check24 tun. Die Ergebnisse sind leicht zu sortieren und mit detaillierten Konditionen aufgelistet, sodass es schnell und einfach ist, eine günstige Girocard zu finden.

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