Hinweis*

Innerhalb der letzten zehn Jahre ist die Beliebtheit von Online-Girokonten gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2009 hat sich die Anzahl an virtuellen Accounts im Jahr 2019 fast verdoppelt. Das liegt auch daran, dass die Konten oft zu sehr günstigen Bedingungen erhältlich sind.

Wer kann ein Girokonto eröffnen?

Dank einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2016 kann jede Person, die in der EU lebt, ein Girokonto aufmachen. Die einzige Voraussetzung dafür ist der Besitz der Geschäftsfähigkeit. Das bedeutet, dass Wohnungslose, Empfänger von Hartz IV, Rentner, Geduldete und Asylsuchende das Recht haben, einen Account für bargeldlose Zahlungen zu eröffnen. Im Zahlungskontengesetz verpflichten sich Banken außerdem, das Girokonto zu einem Preis anzubieten, der im Rahmen des Angemessenen liegt. Dieser ist allerdings derzeit nicht eindeutig definiert.


Wie schwer ist es, aus dem Ausland ein Girokonto in Deutschland aufzumachen?

Normalerweise ist das Eröffnen eines Kontos für Menschen aus dem Ausland ohne Probleme möglich, vor allem bei Direktbanken. Das gilt dann, wenn sie wenigstens 18 Jahre alt sind und ihren Wohnsitz innerhalb der EU haben. Filialbanken bieten mittlerweile die Onlinebeantragung gleichermaßen vieler ihrer Konten an, sodass es hier keine Probleme geben sollte.

Deutsche, die nicht im EU-Ausland leben und ein Konto mit deutscher IBAN eröffnen wollen, können dies bei ausgewählten Banken tun, beispielsweise der DKB oder N26. Dabei kommt es auf das Wohnsitzland an, betroffene Personen müssen sich hierzu individuell informieren.

Vorteile:
Kontoeröffnung in wenigen Minuten, Zahlen mit dem Handy – sofort nach der Eröffnung, weltweit kostenlos Bargeld abheben und Online-Banking jederzeit mit der App erledigen


Können Kinder und Jugendliche ein Girokonto aufmachen?

Minderjährige haben ebenfalls die Möglichkeit, ein Girokonto zu eröffnen. Bei einigen Kreditinstituten geht das, sobald das Kind auf der Welt ist. Andere Banken bieten ihr Girokonto für Kinder erst an, wenn sie sieben Jahre alt sind.

Manche Anbieter stellen ausschließlich Konten für Erwachsene zur Verfügung. Daher ist es wichtig, dass Verbraucher die Angebote für ihr Kind gut vergleichen. Generell ist es notwendig, dass die Erziehungsberechtigten dem Eröffnen eines Jugendkontos zustimmen.

Darüber hinaus können schon Jugendliche und Kinder eine Visa- oder Mastercard zum Girokonto bekommen. Bei dieser handelt es sich jedoch um eine Karte, die auf Guthabenbasis geführt wird, oder um eine Debitkarte, bei der die Umsätze ohne Zeitverzögerung vom verknüpften Konto abgebucht werden. Ein Verschulden über die Kreditkarte für Kinder ist daher unmöglich.

Besonders praktisch sind diese Karten auf Reisen ins Ausland, weil Eltern diese selbst aus der Ferne aufladen und so dem Kind sein Taschengeld zukommen lassen können.

Das sagen Experten:
Die Consorsbank hat erneut die Nase vorn im Online-Banking-Test von CHIP. „Sie liegt bei den wichtigen Kriterien Sicherheit und Kosten sogar nah am Optimum“, loben die Tester.


Wird für geistig und/oder körperlich behinderte Menschen ein Girokonto angeboten?

Auf der Basis des Teilhabegesetzes haben Menschen mit (schwerwiegenden) Behinderungen das Recht, ein Girokonto zu erhalten. Dieses wird von ihnen oder (falls vorhanden) in ihrem Namen von einer gesetzlichen Betreuungsperson beantragt und steht dann im selben Umfang zur Verfügung wie ein Account für nicht behinderte Personen. Wichtig dabei ist, dass eine eventuelle Betreuungsperson die betreffende Person in ihren Vermögensangelegenheiten unterstützen kann. Dies wird im Betreuungsvertrag festgelegt und ist im Zweifelsfall mit dem zuständigen Amtsgericht zu regeln. Die Eröffnung eines Kontos für Menschen mit Behinderung verläuft genauso wie wenn ein Girokonto für eine Person ohne Behinderung aufgemacht wird. Falls ein gesetzlicher Betreuer existiert, muss er bei der Kontoeröffnung einen entsprechenden Nachweis vorlegen, z. B. den Betreuungsbeschluss.

Gratis Geldbezug mit Karte z.B.:
-an allen Geldautomaten der Postbank
-an allen teilnehmenden Shell Tankstellen – auch ohne zu tanken
-an ausgewählten Automaten von Cardpoint, die mit dem Postbank Logo gekennzeichnet sind – exklusiv für Postbank Kunden mit der Debitkarte


Wo gibt es Girokonten?

Es bestehen viele Optionen, ein Girokonto vor Ort oder online aufzumachen. Besonders gern eröffnen Personen ein Konto in der Filiale ihrer Hausbank in der Nähe ihres Wohnorts. Hierzu besuchen sie diese und erhalten dort von den Mitarbeitenden alle Unterlagen, die zur Eröffnung eines Girokontos notwendig sind.

Des Weiteren werden Girokonten bei Direktbanken und Onlinebanken angeboten. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine Filialen unterhalten. Hier übernimmt der Internetauftritt in der Regel die Rolle der Bankzweigstelle. Hierüber findet dann auch die Kontoeröffnung statt.

Tipp: Da Direktbanken über keine Zweigstellen verfügt, hat sie eine für den Verbraucher günstigere Kostenstruktur. Die geringeren Ausgaben (keine Miete und damit verbundene laufende Kosten) werden an die Kontoinhaber weitergegeben. Aus diesem Grund sind Girokonten bei vielen Direktbanken ohne Kontoführungsgebühr und zu vorteilhaften Konditionen erhältlich.

Vorteile:
Zum Girokonto gibts eine girocard [Debitkarte] und eine VISA Card [Debitkarte]


Girokonto vor Ort oder online: Was ist besser?

Welche Variante die Bessere darstellt, hängt von den Zahlungsgewohnheiten und Ansprüchen des Verbrauchers ab. Wer es bevorzugt, seine Geldgeschäfte direkt vor Ort auszuführen, profitiert von einem Girokonto bei einer Filialbank. Dort steht zu den üblichen Geschäftszeiten jederzeit eine persönliche Ansprechperson zur Verfügung, die bei Fragen oder Problemen hilft. Auf der anderen Seite sind die Accounts für gewöhnlich mit höheren Ausgaben verbunden.

Aufgrund der zunehmenden Durchführung von Transaktionen im Internet steigt die Anzahl an Girokonten bei Direktbanken. Sie haben keinen schlechteren Service, stehen jedoch lediglich per E-Mail, Telefon, Chat oder Post für Rückfragen zur Verfügung. Für ältere Menschen kann es zudem problematisch sein, das Onlinebanking zu erlernen. Dafür bieten Direktbanken Leistungen in den meisten Fällen deutlich günstiger als Kreditinstitute vor Ort an. Zum Teil sind dort sogar kostenlose Girokonten in verschiedenen Varianten verfügbar, sodass Menschen ein zu ihren Wünschen und Bedürfnissen passendes Konto finden.

Vorteile:
Online-Kontowechsel mit kostenloser Benachrichtigung deiner Vertragspartner

weitere Vorteile, wie z. B. Apple Pay und Google Pay


Welche Leistungen gibt es im Zusammenhang mit einem Girokonto?

Auf dem Markt ist eine große Vielfalt an Girokonten in unterschiedlichen Varianten vorhanden. Ebenso verschieden sind ihre angeknüpften Zusätze und Funktionen. Häufig erhalten Verbraucher im Zusammenhang mit einem Konto diese Leistungen:

  • Kreditkarte: Hierbei gibt es die Möglichkeit, eine VISA-Karte oder Mastercard zu bekommen. Für Minderjährige sind Debitkarten verfügbar, bei manchen Banken ersetzen Debit-Visa- oder Mastercards inzwischen vollständig die Girocard. In der Regel kostet eine Kreditkarte einen jährlichen Aufpreis. Selten bieten Banken die Karten ohne zusätzliche Gebühren an.
  • Bonussysteme: Einige Dienstleister locken mit speziellen Cashback-Programmen. Sie greifen dann, wenn der Kontoinhaber in einem Partnergeschäft einkauft. Je nach Höhe des Umsatzes erhält er eine gewisse Menge an Punkten auf dem Konto gutgeschrieben. Sie sind später gegen eine Prämie oder einen Gutschein tauschbar.
  • Reiseschutzversicherungen: In Premium-Tarifen von Girokonten kann eine Reiseschutzversicherung inbegriffen sein. Diese kann die Leistungen einer Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruchversicherung und Reisegepäckversicherung enthalten.
  • Guthabenzins: Auf einem Girokonto wird das Guthaben lediglich in seltenen Fällen verzinst und wenn, dann mit sehr niedrigen Zinssätzen (z. B. 0,01 % p. a.). Hingegen muss bei hohen Beträgen auf dem Konto ein Verwahrentgelt in Form eines Negativzinses gezahlt werden.
  • Kostenlose Abhebung von Bargeld: Je nach Bank gibt es die Option, Bargeld gebührenfrei abzuheben. Hierzu stehen Automaten weltweit zur Verfügung. Bei manchen Anbietern wird das Abheben von Geld höchstens innerhalb Deutschlands oder der EU kostenlos ermöglicht. In einigen Fällen sind bestimmte Automaten (z. B. von Banken, die zur CashGroup gehören) entgeltbefreit nutzbar. Manchmal können Kontoinhaber ab einem gewissen Einkaufswert kostenlos in bestimmten Geschäften oder an Tankstellen Bargeld erhalten.
  • Gratis Einzahlen von Bargeld: Vielen Menschen ist es wichtig, dass sie an einem Automaten oder am Schalter vor Ort Geld einzahlen können. Dieses Feature wird von vielen Banken angeboten, ist aber nicht in immer kostenlos. Bei manchen Kreditinstituten kann zudem Bargeld an Supermarktkassen aufs Konto gezahlt werden, wofür ebenfalls in einigen Fällen eine Gebühr fällig wird.
  • Dispositionskredit: Wer mehr Geld benötigt, als sich auf dem Konto befindet, nimmt durch Kontoüberziehung kurzfristig einen Dispo auf. Üblicherweise wird dieser mit hohen Zinssätzen um die 10 Prozent angeboten. Die geduldete Kontoüberziehung ist ausschließlich bei entsprechender Bonität verfügbar und ihr Rahmen auf das zwei- bis dreifache Gehalt begrenzt.
  • Kontoführungsgebühren: Innerhalb des ersten Jahres eines Girokontos verzichten viele Unternehmen auf Kontoführungsgebühr. Bei einigen Banken stehen die Accounts dauerhaft kostenlos zur Verfügung. Hierbei kann es Bedingungen geben, z. B. Mindestgeldeingang oder die Einrichtung als Gehaltskonto. Ebenso besteht die Möglichkeit, ein Konto zu finden, das permanent kostenlos bleibt. Solche Angebote werden aber zunehmend seltener.
  • Gemeinschaftskonto: (Ehe-)Partner oder WG-Mitglieder können ein Gemeinschaftskonto eröffnen. Das bedeutet, dass zwei Personen Zugriff auf das Konto haben. Sie sind gleichermaßen befugt, Transaktionen durchzuführen.
  • Kontaktloses Bezahlen: Beinah alle Girocards und Kreditkarten unterstützen inzwischen die kontaktlose Zahlweise. Dabei wird die Karte kurz gegen das Lesegerät gehalten. Für Zahlungen unter 50 Euro ist in den meisten Fällen keine weitere Legitimierung mit Geheimzahl oder Unterschrift erforderlich. Da es nicht nötig ist, die Karte aus der Hand zu geben, ist diese Zahlweise sehr hygienisch. Falls eine (Debit-)Kreditkarte zum Konto gehört, kann diese – falls die Bank es unterstützt – für mobile Zahlmethoden wie Apple Pay oder Google Pay genutzt werden.

Im Zusammenhang mit Leistungen wie Daueraufträgen, Echtzeitüberweisungen, Lastschriften, Überweisungen und Kontoauszügen entstehen manchmal Kosten für den Verbraucher. Deshalb empfehlen wir, die einzelnen Bedingungen jedes Anbieters genau zu prüfen.


Welche Sicherheiten bietet ein Girokonto?

Viele Menschen, die ein Girokonto eröffnen wollen, fragen sich, wie sicher ihr Geld ist. Generell ist das Vermögen auf einem Onlinekonto genauso behütet wie auf einem Bankkonto bei der Filialbank. Gerät das Kreditinstitut in eine Zahlungsunfähigkeit, greift die gesetzliche Einlagensicherung. Sie ist im EAEG (Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz) geregelt. Laut diesem haben Kunden einen vollständigen Einlagenschutz bis zu einem Betrag von 100.000 Euro. Dieser Wert gilt pro Person. Bei einem Gemeinschaftskonto besteht also die doppelte Absicherung.


Wie eröffne ich ein Girokonto online?

Das Eröffnen eines Girokontos im Internet nimmt wenig Zeit in Anspruch. Innerhalb von etwa 20 Minuten sind üblicherweise alle Formalitäten erledigt und das Identifikationsverfahren ist abgeschlossen. Um ein Konto online zu eröffnen, besuchen Verbraucher zuerst die Webseite des ausgewählten Anbieters und klicken sich dort zum Antragsformular. Darin werden für gewöhnlich die folgenden Informationen erfragt:

  • Personendaten (Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Staatsangehörigkeit)
  • Meldeadresse (Postleitzahl, Wohnort, Straße und Hausnummer, Land sowie mögliche Steuer-ID)
  • Arbeitsverhältnis
  • Kontaktdaten (E-Mail-Adresse, Telefonnummer)

Nachdem alle Felder ausgefüllt sind, erhält der Antragsteller eine Bestätigung per E-Mail und wird dazu aufgefordert, seine Identität zu bestätigen. Dazu kommt eines von zwei Verfahren zum Einsatz, Videoident oder Postident. Bei Ersterem erfolgt die Identifizierung im Rahmen eines Videoanrufs beim Dienstleister oder einem Partnerunternehmen wie IDnow. Je nach Anbieter kann das Girokonto danach sofort genutzt werden, manchmal werden die Zugangsdaten, Karten usw. per Post verschickt.

Wer sich für die Legitimation per Postident-Verfahren entscheidet, sollte mehrere Werktage einkalkulieren, bis der Account eröffnet wird. Mit einem Coupon besuchen Verbraucher eine lokale Poststelle, die mit einem Ausweisdokument die Identität des Antragstellers bestätigt. Anschließend sendet der Postmitarbeiter die Dokumente an das betreffende Kreditinstitut. Menschen, die diese Variante aussuchen, sollten beachten, dass Postident nur in Postfilialen angeboten wird, nicht in Paketshops. Im Internet kann eine Filiale in der Nähe gefunden werden. Bankkarten und alle notwendigen Zugangsdaten (z. B. Onlinebanking, TAN-Verfahren) erhält der Kontoinhaber dann postalisch zugeschickt.

Vorteile:
Auf Wunsch inklusive kostenloser Mastercard direktWeltweit bargeldlos bezahlen, online und im Handel
Kostenlose Bargeldauszahlungen an rund 31.000 Stellen in Deutschland


Wie eröffne ich ein Girokonto vor Ort?

Auch vor Ort bei einer Filialbank ist das Eröffnen eines Girokontos möglich. Hierzu besucht der Interessent die gewünschte Bank vor Ort und füllt dort ein Antragsdokument aus. Ebenso ist es möglich, einen Berater der Bank in der Nähe anzusprechen, der bereits alle Angaben in den Computer einpflegt, sodass der Verbraucher nur noch die Dokumente unterzeichnen und sich auszuweisen muss. Wichtig beim Besuch vor Ort ist es, dass der Verbraucher den eigenen Personalausweis oder seinen Reisepass und eine Meldebestätigung mitnimmt. So kann er sich beim Mitarbeiter identifizieren und von einer schnelleren Eröffnung des Girokontos profitieren. Nachdem alle Anträge ausgefüllt sind, dauert es noch einige Tage, bis der Account eröffnet wird. Per Post erhält der Antragsteller dann alle weiteren Informationen und Karten zugeschickt.

Hinweis: Wer für sein Kind ein Konto eröffnen will, muss dessen Personalausweis oder Reisepass vorlegen. Sollte keine der beiden Optionen vorhanden sein, empfiehlt es sich, die Geburtsurkunde mitzunehmen. Außerdem benötigt der Bankmitarbeiter die Steuer-ID des Kindes. Sie ist beim Bundeszentralamt für Steuern erhältlich. Für Schüler und Studenten gilt überdies, dass ein Nachweis über den Besuch der Schule oder eine Immatrikulationsbescheinigung notwendig ist. Das liegt daran, dass diese Zielgruppen häufig günstigere Girokonten erhalten und deshalb belegen müssen, dass sie einen Anspruch auf das besondere Konto haben.

Vorteile:
Online und Mobile Banking
Kostenlose Bargeldauszahlung mit der Debitkarte an Geldautomaten mit Cash Group Logo und UniCredit Banken in 13 weiteren Ländern.


Wie kann ich mein altes Girokonto kündigen?

Wer mit den Konditionen seines bisherigen Girokontos unzufrieden ist und bessere Angebote findet, sollte sie wahrnehmen. Viele Banken bieten einen kostenlosen Kontoumzugsservice an. Das bedeutet, dass der Dienstleister alle Zahlungspartner (z. B. Vermieter, Stromversorger, Handy- und Internetprovider) über die neuen Kontodaten ihres Kunden benachrichtigt und anschließend das alte Konto kündigt.

Doch es gibt einige Aspekte, die gegen die Kündigung eines Kontos sprechen. Besonders der sich dadurch eventuell verschlechternde Schufa-Score stellt für viele Verbraucher einen Grund dar, ein Girokonto zu behalten. Die Schufa bewertet ein Konto als positiv, das viele Jahre geführt wird. Daher kann der häufige Wechsel des Girokontos den Score verschlechtern. Außerdem sollten Interessierte berücksichtigen, dass es durch den Transfer von allen Informationen und dem Geld zu Schwierigkeiten bei Daueraufträgen, Lastschriften oder anderen Zahlungen kommen kann. Deshalb ist es wichtig, nach dem Kündigen eines Accounts genau zu prüfen, dass alle Abbuchungen wie geplant stattfinden.

Personen, die ihr Girokonto lieber selbst kündigen wollen, können dies problemlos tun. Hierzu wird ein formloses Schreiben an die betreffende Bank aufgesetzt. Dieses sollte die folgenden Punkte enthalten:

  • Anschrift und Name der Bank und des Absenders
  • Betreff, der den Kündigungswunsch äußert
  • Datum und Nennung des Zeitpunkts der Kündigung
  • Erwähnung der Konto- und Kundennummer
  • Unterschrift des Kontoinhabers

Tipp: Wem das zu umständlich ist, der kann im Internet kostenlose Vordrucke finden, diese ausfüllen und an die Bank schicken. Es ist sinnvoll, den Brief mit einer Versicherung (per Einschreiben) zu versenden, um im Zweifelsfall einen Nachweis zu haben, dass er bei der Bank angekommen ist.


Kann ich mehrere Girokonten haben?

Es gibt keine festgelegte Begrenzung der Anzahl von Girokonten. Jeder kann so viele eröffnen, wie er will. Beispielsweise teilen sich Paare oder Mitbewohnende ein Konto für die Haushaltsausgaben und haben dann ein weiteres für die privaten Geldgeschäfte. Wer selbstständig tätig ist, sollte für die beruflichen Finanzen ein separates Geschäftskonto eröffnen. Und manchmal wird ein zweites Girokonto eröffnet, um an eine besonders vorteilhafte Kreditkarte zu kommen.

Leider hat das Halten von vielen Konten Nachteile. Denn der Besitz zu vieler Accounts hat einen negativen Einfluss auf den Schufa-Score. Daher wird empfohlen, nur so viele Bankkonten zu unterhalten wie unbedingt notwendig.


Welche Frist gilt beim Kündigen eines Girokontos?

Beim Kündigen des alten Girokontos sind keine Fristen zu beachten. Laut dem Artikel 675 h des BGB haben Verbraucher die Option, jederzeit ihr Konto zu kündigen, es sei denn, sie trafen mit dem Dienstleister andere Abmachungen. Deshalb ist es wichtig, dass sie im Kontovertrag nachsehen, denn dort steht die vereinbarte Kündigungsfrist.

Doch selbst wenn diese existiert, kann der Vertrag manchmal früher beendet werden. Das ist möglich, falls sich die Bedingungen des Accounts geändert haben. Sie sind dem Kunden spätestens zwei Monate vor ihrem Inkrafttreten zu verkünden. Dann kann dieser sein Konto ohne die Einhaltung einer Frist kündigen. Auf der anderen Seite kann der Verbraucher den neuen Bedingungen widersprechen. In diesem Fall wird die Bank die Kündigung mit einer Frist von zwei Monaten durchführen.

Hinweis: Banken dürfen aus wichtigen Gründen das Konto des Inhabers kündigen, beispielsweise wenn keine Gelder auf dem Konto eingehen und keine Ausgaben stattfinden. Das liegt daran, dass die Bank so ihre Kontoführungsgebühr nicht erhalten kann.


Fazit zum Girokonto eröffnen

Das Eröffnen eines Girokontos dauert online nicht lange, insbesondere bei Nutzung des Videoident-Verfahrens. Menschen, die in einer Filiale vor Ort das Bankkonto aufmachen wollen, sollten ein wenig mehr Zeit einkalkulieren und unbedingt daran denken, alle notwendigen Nachweise (Ausweis und Meldebescheinigung) mitzunehmen. Wer häufig Transaktionen im Internet ausführen möchte, der sollte ein Onlinegirokonto wählen. Es ist günstiger und mit vielen preiswerten Zusatzoptionen wie Kreditkarten und Versicherungen buchbar. Auf der anderen Seite kann sich gerade für ältere Menschen ein Konto bei einer Filialbank empfehlen, falls sie mit dem Ausführen von Überweisungen im Internet nur schwer zurechtkommen. Hierbei sollten sie jedoch beachten, dass Konten vor Ort teurer sind. Um einen passenden Account zu finden, empfiehlt sich ein Onlinevergleich von Girokonten mithilfe von Check24 oder ähnlichen Vergleichsportalen.

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