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Die EC-Karte (so lautet der alte Name der Girocard) gibts standardmäßig zu einem Girokonto dazu, darum sind in Deutschland auch rund 108 Millionen davon im Umlauf. Sie werden in erster Linie dazu genutzt, um Geld abzuheben oder bargeldlos zu bezahlen. Doch kann die EC-Karte noch mehr und mit welchen Kosten ist sie verbunden? Das schauen wir uns in diesem Artikel einmal näher an.

Was ist eine EC-Karte?

1822direktEC-Karten sind Debitkarten. Das bedeutet, dass sie mit einem Bankkonto verbunden sind und alle Umsätze umgehend von diesem Konto abgebucht werden. Sie gehören zur Standardausrüstung fast aller deutschen Girokonten. Mit der Karte bezahlen Kontoinhaber in Geschäften oder heben an Bankautomaten Geld ab. Ebenso besteht die Option, mithilfe der EC-Karte an geeigneten Automaten oder am Schalter Geld auf das Girokonto einzuzahlen. Somit sind die Karten flexibel nutzbar.

Das EC in EC-Karte steht für Electronic Cash und bezeichnet das Zahlverfahren mit einer Zahlkarte und einer vierstelligen PIN, das sich vom Geldautomatensystem der deutschen Kreditwirtschaft unterschied. Im Jahr 2008 wurden beide Verfahren unter dem Namen Girocard zusammengefasst, um der Bankkundschaft ein deutschland- und europaweit einheitliches Netzwerk aus Akzeptanzstellen und Geldautomaten zur Verfügung zu stellen. Dennoch hält sich die Bezeichnung EC-Karte für die Bankkarte weiterhin, obwohl es streng genommen keine mehr ist. Inzwischen beginnen viele Banken die Umstellung auf Debit-Kreditkarten, sodass bald auch Giropay Geschichte sein wird.

Die Banken in Deutschland geben ihre EC-Karten in Kooperation mit einer der beiden großen internationalen Kreditkartengesellschaften aus. Daher tragen diese neben dem Girocard-Logo noch ein zweites Firmenzeichen, entweder das von V-Pay (VISA) oder Maestro (Mastercard). Auf diese Weise sind sie im Ausland nutzbar.


Wozu kommt eine EC-Karte zum Einsatz?

Eine EC-Karte wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens verwendet. Viele Menschen bezahlen mit ihr im Supermarkt oder begleichen Rechnungen für Dienstleistungen oder größere Anschaffungen. Neuerdings kann mit den meisten Bankkarten auch kontaktlos bezahlt werden, weil sie einen eingebauten NFC-Sender haben. Dadurch reicht es, sie an das Terminal zu halten. Bei kleinen Beträgen (25–50 Euro, je nach Bank) ist keine weitere Legitimation mit PIN oder Unterschrift nötig, was den Zahlvorgang beschleunigt und das Abstandhalten von anderen Personen in Pandemiezeiten erleichtert.

Besonders praktisch sind die Karten bei Reisen oder Ausflügen, weil überall damit Bargeld abgehoben oder bezahlt werden kann. Reisende müssen so nicht viel Cash mitnehmen. Ob die Girocard im Ausland angenommen wird, hängt davon ab, ob sie von V-Pay oder Maestro stammt. V-Pay-Karten sind europaweit einsetzbar, Maestrocards können weltweit als Zahlungsmittel dienen. Wichtig ist, zuvor die Gebühren für den Auslandseinsatz in Erfahrung zu bringen. Denn oft ist außerhalb Deutschlands eine Kreditkarte günstiger.


Wo erhalte ich eine EC-Karte?

DKB-Cash: Das kostenlose Internet-KontoEine EC-Karte wird von Banken ausgegeben, und zwar gibt es sie nur gemeinsam mit einem Girokonto. Dieses kann bei fast allen Kreditinstituten eröffnet werden, die Beantragung erfolgt heutzutage üblicherweise online. Bei Filialbanken stehen die Formulare vor Ort zur Verfügung und sind nach dem Ausfüllen einer dort arbeitenden Person zu übergeben. Da es ein riesiges Angebot an Girokonten gibt und sich die Leistungen und Gebühren von Bank zu Bank unterscheiden, ist es sinnvoll, zuvor einen Kontovergleich durchzuführen.

Wer bereits ein Girokonto hat und eine neue Girocard benötigt, weil die alte z. B. verloren gegangen ist oder nicht mehr funktioniert, muss zunächst die bisherige Bankkarte sperren (per App oder telefonisch) und kann dann entweder übers Onlinebanking, beim Kundenservice oder am Schalter der entsprechenden Bank eine neue Karte anfordern. Dafür fällt eventuell eine Gebühr an.

Dasselbe gilt, wenn eine EC-Karte mit Motiv gewünscht ist, wie sie viele Banken und Sparkassen anbieten. Wenn die Bankkarte ihre Gültigkeit verliert, muss die inhabende Person sich in der Regel um nichts kümmern. Die neue Girocard wird ihr automatisch und rechtzeitig zugestellt, die Geheimzahl bleibt unverändert.


In welchen Ländern sind EC-Karten gültig?

Eine Bankkarte wird außerhalb Deutschlands akzeptiert. In welchen Ländern sie angenommen wird, hängt davon ab, ob sie das Maestro- oder das V Pay-Logo hat. Akzeptanzstellen sind mit demselben Logo markiert, das z. B. am Automaten, der Kasse oder am Ladeneingang klebt. V Pay kann überall in Europa zum Bezahlen und Geldabheben genutzt werden, nur kontaktlose Zahlungen sind nicht möglich. Maestrocards werden in Europa und im nichteuropäischen Ausland anerkannt.

In welchen Ländern genau die Bankkarte akzeptiert wird, hängt außerdem von der Bank ab. Vor einer Reise sollte Kontoinhabende stets erfragen, welche Länder das sind. Außerdem sollten sie sich über die Gebühren informieren, die sehr hoch sein können. So kostet Geldabheben mit der DKB Girocard in anderen Währungen als Euro mindestens 10 Euro. Daher ist eine Kreditkarte oft die bessere Variante für Auslandsreisende und die EC-Karte eher als Notlösung zu betrachten.


Wie teuer ist das Bezahlen mit EC-Karten außerhalb von Deutschland?

1822direktPersonen, die mit ihrer EC-Karte innerhalb der Europäischen Union und in Euro bezahlen möchten, können dies kostenlos tun. Zahlungen in anderen Währungen sind mit ihr selten gratis.

Bei Abhebungen von Bargeld erheben die Kreditinstitute Gebühren. Am besten prüfen Nutzende daher die Konditionen der jeweiligen Bank, ehe sie sich für ein Konto und die dazugehörige Karte entscheiden.

Hinweis: Einige Banken gestatten es ihrer Kundschaft, eine gewisse Menge an Abhebungen pro Quartal oder Jahr kostenlos auszuführen. Erst wenn diese überschritten ist, muss ein Entgelt gezahlt werden.


Welche Bank bietet kostenlose EC-Karten an?

EC-Karten sind bei den meisten Banken und Sparkassen kostenlos, aber es gibt Ausnahmen. Für die Ausgabe einer Ersatz- oder Partnerkarte entstehen üblicherweise Gebühren. Besonders preiswerte Angebote an EC-Karten und Konditionen der dazugehörigen Accounts bieten unter anderem diese Banken:

Je nach Bank unterscheiden sich die Gebühren für das Abheben und Einzahlen von Geld. Auch die Anzahl an verfügbaren Bankautomaten und Zahlungsoptionen in Bezug auf die Karte variieren.


DKB Cash mit Girocard und Visakarte

DKB-Cash: Das kostenlose Internet-KontoDas Girokonto der DKB ist eines der letzten, das bedingungslos kostenlos ist. Zu ihm erhalten Kontoinhabende eine ebenfalls gebührenfreie EC-Karte, entweder von V Pay oder Maestro. Als zweite Karte bekommen sie außerdem eine Visa-Kreditkarte. Mit der DKB-Girocard kann bargeldlos bezahlt werden. Überdies holen sich ihre Besitzenden damit Bargeld aus DKB-Automaten, Tankstellen und im Einzelhandel.

Vorteile:
-Mit dem Aktivstatus sogar weltweit kostenlos
-Der Dispozins beträgt 7,25% pro Jahr – mit dem Aktivstatus nur 6,65% pro Jahr

Für Abhebungen an den Automaten anderer Banken entstehen Gebühren in Höhe von mind. 10 Euro. Daher empfiehlt es sich, zu diesem Zweck die Visacard zu verwenden.


ING Girokonto mit Girocard und Visa-Debitkarte

Zum Girokonto der ING gehören eine Visa-Debitkarte und eine Girocard. Beide sind kostenlos. Die Girocard dient vor allem zum bargeldlosen Bezahlen sowie zum gebührenfreien Bargeldbezug an ING-Geldautomaten (Mindestabhebung 50 Euro) und in Supermärkten (ab 5 Euro Einkaufswert). Kontaktlose Zahlungen sind ohne PIN/Unterschrift bis zu einem Betrag von 50 Euro möglich. Bis zum dritten Monat erhalten Nutzende einen kostenlosen Account. Danach wird das Konto unter Umständen kostenpflichtig. Ohne Gebühren sind Bankkonten für Personen, die maximal 27 Jahre alt sind oder die einen monatlichen Gehaltseingang von wenigstens 700 Euro haben. Übersteigt das Guthaben einen bestimmten Freibetrag (50.000 bzw. 100.000 Euro), ist ein jährliches Verwahrentgelt in Höhe von 0,5 % zu zahlen.

Vorteile:
Zum Girokonto gibts eine girocard [Debitkarte] und eine VISA Card [Debitkarte]


Hypovereinsbank AktivKonto mit Debitkarte

Die Hypovereinsbank bietet Neukunden das AktivKonto für ein Jahr kostenlos an. Danach beträgt die monatliche Kontoführungsgebühr 4,90 Euro. Zu ihm gehört die HVB Maestro-Girocard, mit der an allen Automaten der Hypovereinsbank, der Cash-Group sowie denen der UniCredit Banken in 13 Ländern gratis Bargeld bezogen werden kann. Sie kostet 5 Euro im Jahr und kann auf Wunsch ein Motiv tragen, das aus einer großen Sammlung auswählbar ist. Neue Girocards der HVB besitzen die Kontaktlosfunktion, auf diese Weise sind Beträge bis 50 Euro ohne weitere Legitimation begleichbar. Die Girocard wird weltweit akzeptiert. Zur Sicherheit können Inhabende ein Auslandslimit einrichten, das außerhalb des SEPA-Raums gilt.

Vorteile:
Online und Mobile Banking
Kostenlose Bargeldauszahlung mit der Debitkarte an Geldautomaten mit Cash Group Logo und UniCredit Banken in 13 weiteren Ländern.


1822direkt Girokonto 1822mobile

Ab einem Geldeingang von 0,01 Euro pro Monat ist das Girokonto 1822Mobile kostenlos, sonst werden monatliche Kontogebühren in Höhe von 1,90 Euro fällig. Zu ihm gehört eine gratis Sparkassen-Card als EC-Karte. Mit dieser können Kontoinhabende jeden Monat viermal an allen Geldautomaten der Sparkasse Geld abheben, das sind über 23 000 in Deutschland. Dort bietet 1822direkt überdies die Einrichtung einer Wunsch-PIN an. Ferner steht der Kundschaft der entgeltbefreite Bargeldservice vieler Einzelhandelsfilialen zur Verfügung (ab 5–20 Euro Einkaufswert). Außerhalb Deutschlands sind Abhebungen und Zahlungen in Euro mit der EC-Karte ebenfalls kostenlos. Zudem kann sie als Zahlkarte bei Apple Pay hinterlegt werden.

Vorteile:
Kostenloses Gehaltskonto
75 €1 Gehaltsprämie und bis zu 50 € für jede erfolgreiche Weiterempfehlung2
Kreditkarte im 1. Jahr kostenlos


Fazit zur EC-Karte

EC-Karten heißen heute Girocard. Es gibt sie in der Regel gratis zum Girokonto dazu, von diesem werden alle Verfügungen unverzüglich abgebucht. Selten verlangen Banken eine Gebühr für sie. Zahlungen in Euro sind damit innerhalb des EWR für gewöhnlich kostenlos, für Abhebungen kann je nach Bank ein Entgelt entstehen. Bargeldeinzahlungen aufs eigene Girokonto sind bei Filialbanken unter bestimmten Umständen gebührenfrei, bei Direktbanken ohne eigene Schalter ist dies oft kostenpflichtig. Um die unterschiedlichen Konditionen der Banken zu vergleichen, haben Verbraucher die Möglichkeit, sich bei Check24 oder anderen Vergleichsportalen zu informieren.

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