Internet ist aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Das Streamen von Sendungen zu einem beliebigen Zeitpunkt, VoIP-Telefonie und das Recherchieren von Informationen zu allen Tageszeiten führen zu einer Erhöhung des Komforts. Doch alle diese Annehmlichkeiten verbrauchen viele Gigabyte. Mit einer DSL-Flatrate wissen Kunden von vorneherein, welcher Betrag allmonatlich von ihrem Konto abgebucht wird. Zum Pauschalpreis genießen sie unbegrenzten Zugang zum Netz, häufig in hoher Geschwindigkeit. Wer sich für eine DSL-Flatrate entscheidet, sollte Angebote vergleichen und wissen, was er will.

Was ist DSL?

Die Abkürzung DSL steht für Digital Subscriber Line (deutsch: digitaler Teilnehmeranschluss) und eine Technologie, bei der Daten mit hoher Geschwindigkeit übers normale Telefonnetz übertragen werden. Dabei wird eine höhere Frequenz genutzt, so dass Telefonieren und Internetnutzung einander nicht stören. Abhängig von der Art des Kabels, dem Netzausbau am Wohnort und anderen Faktoren sind Download-Geschwindigkeiten bis zu 1000 MBit/s erreichbar.

Welche Voraussetzungen sind für einen DSL-Anschluss notwendig?

Die wichtigste Voraussetzung ist ein Telefonanschluss im Haushalt. Falls keine Telefonsteckdose vorhanden ist, kann ihre Installation bei Vertragsabschluss beantragt werden. Sind die Grundbedingungen gegeben, erhält der Vertragsnehmer durch den Telefonanbieter die zur Internetnutzung benötigte Hardware. Dazu gehört insbesondere ein Router, der mit dem Telefonanschluss verbunden ist und dafür sorgt, dass mehrere Geräte gleichzeitig aufs Internet zugreifen können. Dies ist per analogem Kabelanschluss oder WLAN möglich. Letzteres gestattet es, innerhalb des Netzwerks mit Smartphone, Tablet oder Laptop von jedem beliebigen Ort online zu gehen.

Was hat es mit der DSL-Flatrate auf sich?

Beim Surfen im WWW werden durch Hoch- und Herunterladen Daten verbraucht. Als die ersten Privathaushalte Internet bekamen, wurde in ihren Verträgen dieses Datenvolumen auf einen monatlichen Rahmen begrenzt. Nach dem Aufbrauchen reduzierte sich die Internetgeschwindigkeit auf ein Minimum und das Öffnen von Webseiten dauerte länger.

Für die Nutzung medialer Dienste sind größere Datenmengen notwendig. Ein kleines Volumen von 500 MB wäre im Nu aufgebraucht. Darum ist die DSL-Flatrate inzwischen Standard. Gegen einen festen monatlichen Preis können die Nutzer unbegrenzt surfen, egal ob sie 1 oder 100 GB verbrauchen. Die Geschwindigkeit bleibt unverändert hoch.

Für wen ist eine DSL-Flatrate geeignet?

Nach heutigen Vertragsmodellen ist die Mehrzahl der Anschlüsse bereits mit einer DSL-Flatrate versehen, unabhängig vom Wunsch der Bewohner. Anbieter bieten ihren Kunden über diese Vertragsart einen hohen Komfort, da keine permanente Anpassung des Vertrags an verändertes Surfverhalten notwendig ist und am Monatsende keine überraschend hohe Rechnung ins Haus flattert.

Diese Flatrate ist ideal für alle, die Streamingdienste wie Magento, Netflix oder Prime Video nutzen und täglich im Internet surfen. Wer im Homeoffice arbeitet, möchte den unbegrenzten Zugang zum Internet bei der Erledigung seiner Aufgaben und der Kommunikation mit Kunden und Kollegen nicht missen. Angestellten großer Unternehmen wird diese Option alternativ zum Bürojob angeboten. Sie dürfen eine bestimmte Anzahl Tage im Monat von zu Hause arbeiten. Das fördert die Work-Life-Balance und wirkt sich positiv auf Familien aus. Die selbstständige Bestimmung der Arbeitszeiten und der damit verbundene Zeitrahmen für Haushalt und Kinder führen zu einer freieren Lebensführung ohne Einkommensverlust.

Ebenso bietet die DSL-Flatrate die Möglichkeit, ein eigenes Business als Haupt- oder profitables Nebeneinkommen aufzubauen. Freelancer erstellen am heimischen Arbeitsplatz Texte und Grafiken, programmieren Apps oder betreiben einen Onlineshop, ohne Einschränkungen bei der Internetverbindung befürchten zu müssen.

Tendenziell wird sich das Remote Working in den kommenden Jahren unter dem Aspekt der Digitalisierung ausbauen, denn viele Prozesse in Firmen sind bereits über Software organisiert und ausschließlich am PC zu bearbeiten. Das geht im Prinzip von jedem Ort der Welt aus, sofern ein sicherer Internetzugang verfügbar ist.

Ferner bietet das Arbeiten im Homeoffice weitere Vorteile, die ohne die DSL-Flatrate nicht denkbar wären. Die reduzierten Pendelwege tragen zum Umweltschutz bei. Darüber hinaus zeigen Studien, dass sich zahlreiche Arbeitnehmer im eigenen Umfeld besser konzentrieren können, da sie nicht von anderen Einflüssen unterbrochen werden. Schlussendlich sind Ziele so oftmals leichter und schneller erreichbar.

Was sind die Vorteile einer DSL-Flatrate?

Internetanschlüsse mit einem begrenzten Nutzungsvolumen sind im Mobilfunkbereich die Norm. Grund dahinter ist der, dass besonders Jugendliche oder Menschen mit weniger Einkommen keine Verträge abschließen können oder wollen. Sie kaufen sich die gewünschte Datenmenge im Prepaid-Verfahren, um anschließend darüber zu verfügen.

In der heimischen Nutzung des Internets, unter Berücksichtigung der zahlreichen Funktionen eines Smarthomes, ist ein begrenztes Volumen wenig sinnvoll. Durch die Flatrate ergeben sich daher folgende Vorteile:

  • Unbegrenztes Streamen von Filmen, Sendungen und Musik auf freien und kostenpflichtigen Plattformen
  • Unbegrenzte Nutzbarkeit durch Familienmitglieder im Haushalt
  • Gleichzeitige Nutzung mehrerer Endgeräte mit Internetverbindung
  • Vernetzung aller Rechner über Cloud als Ablagesystem
  • Anschluss von internetfähigen Fernsehgeräten

Durch die Flatrate ist eine Einschränkung der Internetgeschwindigkeit oder eine Begrenzung des Nutzungsvolumens nicht zu erwarten.

Unternehmen profitieren von diesen Vorzügen, wenngleich es sich hier um Angebote für Geschäftskunden handelt. Hotels oder Kongresszentren erhalten die Möglichkeit, ihre Besucher mit einer stabilen Internetverbindung zu versorgen. Die dauerhafte Connection mit dem Internet ist in der heutigen Gesellschaft Standard. Dieser Nutzungskomfort wird selbst in kleinen Etablissements erwartet und trägt zur Zufriedenheit der Gäste bei. Andere Unternehmen stellen so die Arbeitsabläufe sicher und gestatten gleichzeitig ihren Mitarbeitern, innerhalb des Firmengebäudes alternative Arbeitsplätze aufzusuchen, um entspannt zu arbeiten.

Welche Anbieter vertreiben DSL-Flatrates?

Mehrere Hundert DSL-Anbieter sichern die größtenteils flächendeckende Verfügbarkeit von Breitbandinternet in Deutschland. Die großen, beinah überall verfügbaren sind Telekom, Vodafone, O2 und 1&1. Hinzu kommt eine Fülle kleinerer Anbieter, die ihre Produkte regional beschränkt anbieten, etwa AllgäuDSL oder DATEL Dessau. Mitunter gehören diese Unternehmen zu den lokalen Stadtwerken.

Wer herausfinden will, welche Anbieter für ihn infrage kommen, kann die Verfügbarkeit mit einem DSL-Vergleichsrechner prüfen. Nach Eingabe der Adresse oder Telefonvorwahl spucken Vergleichsportale wie Verivox, Check24 oder Toptarif eine Liste aller verfügbaren DSL-Flatrate-Anbieter aus. Der Suchende kann direkt die Preise vergleichen und sich einen geeigneten Tarif heraussuchen.

In Mietshäusern versorgt meistens ein Provider alle Parteien mit Internet. Nicht immer ist auf Anhieb erkennbar, um welches Unternehmen es sich handelt. Insbesondere, wenn der Vertrag von den Vormietern übernommen wurde oder man in eine seit Jahren bestehende WG eingezogen ist. Webseiten wie wieistmeineip.de oder dsl-informationen.de teilen dem Nutzer in Sekundenschnelle mit, woher sein Internet kommt und wie schnell es ist.

Wie unterscheiden sich die DSL-Geschwindigkeiten?

In Verbindung mit einer Flatrate steht die Geschwindigkeit, mit der Daten über den Anschluss hoch- und runtergeladen werden. Die maximal mögliche Geschwindigkeit hängt vom Netzausbau und vom gebuchten Vertrag ab. Je schneller die Höchstgeschwindigkeit, desto teurer ist der DSL-Tarif. In der Regel wird im Angebot die Downloadgeschwindigkeit betont. Die Übertragungsrate fürs Uploaden ist fast immer niedriger. Laut Faustregel beträgt sie bei den üblichen Tarifen ein Fünftel der Downloadrate. Üblicherweise sind DSL-Flatrate-Tarife mit den folgenden Verbindungsgeschwindigkeiten zu haben:

6 MBit pro Sekunde

Hierbei handelt es sich um die niedrigste Geschwindigkeit, die für eine Internetverbindung bereitgestellt wird. Bundesweit sind die Netze so flächendeckend ausgebaut, dass mindestens diese Geschwindigkeit lieferbar ist. Allerdings sind neue Verträge für einen DSL-6000-Anschluss nicht mehr abschließbar.

Haushalten von älteren Menschen oder Nutzern, die ausschließlich Informationen googeln oder auf diese Weise die Tageszeitung lesen, genügt eine vergleichsweise langsame Internetverbindung. Fürs Chatten per Messenger-App oder Onlineshopping reichen 6 MBit/s vollkommen. Allerdings könnten sich Schwankungen in der Geschwindigkeit problematisch auf Zahlungen im Netz auswirken. Mit dieser Übertragungsrate sind in Einpersonenhaushalten gelegentliche Downloads, Videostreaming und Spiele möglich. Familien oder WGs brauchen eine schnellere Verbindung.

16 MBit pro Sekunde

Diese Geschwindigkeit ist bei neuen Flatrate-Verträgen inzwischen die langsamste Option. Sie stellt das klassische Mittelmaß dar und ist ideal für Haushalte, in denen mehrere Nutzer gleichzeitig verzögerungsfrei surfen möchten. Onlinegaming, Streamen oder Herunterladen von Musik und Filmen und VoIP-Telefonie sind problemlos realisierbar. Für Selbstständige, die keine direkten Dienstleistungen wie einen Live-Kundensupport erbringen, reicht die Geschwindigkeit für ihre Aufgaben ebenfalls aus.

25 MBit pro Sekunde

Bei Tarifen mit einer Übertragungsrate von 25 MBit/s handelt es sich um VDSL, Very High Speed Digital Subscriber Line. Selbst wenn mehrere Personen gleichzeitig Netflix gucken, Tausende Fotos in die Cloud hochladen oder zocken, treten keinerlei Geschwindigkeitseinbußen auf. Vor allem Haushalte, die IPTV (Film- und Fernsehübertragung übers Netz) nutzen, sind mit DSL 25000 gut beraten. Bietet die hohe Übertragungsrate doch dieselbe Auflösung wie ein durchschnittlicher Fernseher. Bei VDSL ist außerdem die Uploadrate höher, das wissen Youtuber und alle, die regelmäßig große Datenpakete verschicken, zu schätzen.

50 MBit pro Sekunde und mehr

Nutzer, die Filme, Serien und Spiele in flüssiger HD-Qualität genießen wollen und in deren Haushalt mehrere Personen gleichzeitig ins Internet gehen, brauchen DSL 50 000 oder aufwärts. Soll IPTV auf mindestens zwei Fernsehern laufen, ist diese hohe Übertragungsrate ebenfalls vorteilhaft. So können Spotify, Netflix & Co. parallel genutzt werden, ohne dass es zu lästigen Pufferpausen kommt. Wer häufig mehrere Gigabyte große Dateien in die Cloud oder bei Youtube hochladen will, braucht mindestens DSL 50 000.

Wie kann die Verfügbarkeit der Geschwindigkeit geprüft werden?

Bis auf wenige ländliche Regionen erreicht das Internet alle Haushalte im Bundesgebiet. Für den Vertragsabschluss kommt es darauf an, dass die technischen Voraussetzungen mit der gewählten Leistung übereinstimmen. Wer sich für High-Speed-Internet entschließt, das in seiner Gegend nicht angeboten wird, zahlt monatlich zu viel für eine Leistung, die er nicht erhält.

Durch die Dämpfung von Kupferkabeln und das Verlegen von Glasfaser wird das Netz stetig ausgebaut und an die geltenden Standards angepasst. Auf diese Weise kann jeder Einwohner von den Angeboten der DSL-Flatrates profitieren.

Dennoch bietet sich vorab an, die Geschwindigkeit über eine Webseite wie Verivox zu testen. Es genügt, die Adresse oder Vorwahl einzugeben, um die angebotene Bandbreite vor Ort herauszufinden.

Was muss bei Vertragssuche und -abschluss beachtet werden?

Der Abschluss einer vertraglichen DSL-Flatrate ist an Bedingungen geknüpft, die bei der Entscheidung für einen Tarif zu berücksichtigen sind. Wer diese bei der Recherche im Hinterkopf behält, dem gelingt es, den für seine Bedürfnisse passenden DSL-Vertrag zu finden.

Prüfung der möglichen Verbindung

Wie bereits beschrieben, ist ein Test zur infrage kommenden Bandbreite empfehlenswert. Kennt sich der Suchende mit der maximal verfügbaren Höchstgeschwindigkeit in seinem Wohngebiet aus, kann er einen passenden Vertrag auswählen und ist gegen die verlockenden Angebote cleverer Verkäufer gefeit.

Die Suche nach dem Anbieter

Im Grunde ist es denkbar, dass die passende Flatrate aus den Angeboten sämtlicher Anbieter gewählt werden kann. In einigen Gegenden oder in Mietshäusern kann es vorkommen, dass zunächst ein Vertrag mit dem Hauptanbieter des Hauses geschlossen werden muss. Erst nach Ende der Vertragslaufzeit kann ein Wechsel erfolgen.

Mögliche Vertragsoptionen

Die meisten Verträge bestehen aus einem Doppelpaket und enthalten zusätzlich zur DSL- eine Telefonflatrate. Es gibt jedoch Tarife, die keine Telefonnutzung beinhalten. Weitere Unterschiede betreffen die Bereitstellung der für die DSL-Verbindung benötigten Hardware. Manche Anbieter überlassen ihren Kunden den Router gegen eine einmalige Anschlussgebühr zur dauerhaften Nutzung. Bei anderen handelt es sich um Mietgeräte, die nach Vertragsende zurückzugeben sind. Am verbreitetsten sind die folgenden Vertragsoptionen: Internet und Telefon

  • Nur DSL-Flatrate
  • Internet + Streamingdienst (monatliche Gebühr) + Telefon
  • Internet + Streamingdienst + Telefon + Miete für Hardware wie Sticks, um das Fernsehangebot auf einem passenden Endgerät nutzen zu können

DSL-Preisvergleich

Unterm Strich ist das Wichtigste am Ende der Preis. Hierzu ist es sinnvoll, Anbieter vor Ort oder online zu suchen. Mitunter kann es hilfreich sein, ein Onlineangebot zu wählen, dieses zum ansässigen Händler mitzunehmen. Manche Geschäfte gewähren Kunden, die im Internet einen günstigeren Tarif finden, einen Preisnachlass.

Viele Provider locken Neukunden mit Spezialangeboten an. Dazu gehören die vorübergehende Befreiung von der Grundgebühr oder die kostenlose Nutzung eines Streamingdienstes. Solche Aktionen können die Entscheidung beeinflussen, jedoch sollten die Teilnahmebedingungen zuvor aufmerksam durchgelesen werden.

Bei der riesigen Auswahl verschiedener Tarife stellt ein Vergleichsportal die zeitsparendste Variante dar, um die günstigste DSL-Flatrate zu finden. Praktischerweise beziehen diese Webseiten nur die am gewünschten Ort tatsächlich verfügbaren Anbieter ein. Wer gründlich recherchieren will, nutzt am besten zwei verschiedene DSL-Vergleichsrechner. Kommt ein Tarif in die nähere Auswahl, ist es ratsam, die Webseite des entsprechenden Unternehmens zu besuchen, um seine Aktualität zu prüfen. Vor allem Sonderangebote sind zeitlich beschränkt.

Wo es schlussendlich zum Vertragsabschluss kommt, bleibt dem Kunden selbst überlassen. Er als Vertragsnehmer entscheidet vorab, wo er die besten Informationen zur künftigen DSL-Flatrate erhält. Oft fällt der finale Entschluss aufgrund der Boni oder Sonderoptionen, die zur Verfügung stehen.

Die Hardware

Bei einem Neuabschluss eines DSL-Vertrages wird automatisch eine Pauschale für die Bereitstellung der Hardware in den Preis miteinberechnet. Es empfiehlt sich, diese auf Kompatibilität zu prüfen. Besonders bei Zugaben für die Nutzung von IPTV oder anderen Optionen können Adapter oder weitere Hardware notwendig sein, die separat erworben und auf eigene Rechnung werden müssen. Vor dem Hintergrund dieser Extrakosten bieten andere Anbieter vielleicht bessere Konditionen.

Der Vertragsabschluss

Ist die Wahl auf den passenden Tarif gefallen, bekommt der Kunde einen umfangreichen Vertrag vorgelegt. Dies geschieht analog in der Filiale oder digital, wenn der Vertragsabschluss online stattfindet.

Aufgrund der Masse an Text vertrauen die Kunden darauf, dass ihnen alle wichtigen Informationen mitgeteilt worden sind. Mitunter gibt es Stolperfallen in den Verträgen, denen Beachtung geschenkt werden sollte. Bisweilen können hier Anpassungen vorgenommen werden.

  • Die Laufzeit: Bei den meisten Providern gilt der Vertrag für eine DSL-Flatrate 24 Monate lang. Kunden, die nach Ende der Laufzeit zu einem anderen Anbieter wechseln wollen, müssen eine Kündigungsfrist von einem bis drei Monaten beachten. Wird nicht gekündigt, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Möglicherweise wird es diesbezüglich eine Lockerung geben. Ein Gesetzentwurf, der Verbrauchern mit kürzen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen das Leben erleichtern soll, wartet seit Monaten auf seine Abstimmung im Bundestag.
  • Kündigung: Mit der Kündigung des Vertrages signalisiert der Vertragsnehmer, dass er die Laufzeit nicht verlängern möchte. Dabei gilt es, auf die Form der Kündigung zu achten. Je nach Anbieter ist diese online, per Telefon oder ausschließlich schriftlich per Post zulässig.
  • Mindestgeschwindigkeit: Kommt es zu Problemen in der Netzversorgung oder sind Ausbauten geplant, ist der Anbieter berechtigt, die verfügbare Geschwindigkeit zeitweise zu drosseln. Im Vertrag erklärt sich der Anbieter bereit, eine Mindestgeschwindigkeit x zu jedem Zeitpunkt zu liefern. Sollte die Übertragungsrate darunter sinken und dieser Zustand länger als zumutbar anhalten, darf sich der Vertragsnehmer beschweren und eine Entschädigung fordern.

Lieferzeiten und Anschluss

Die Hardware kann direkt aus der Filiale mitgenommen werden. Bei einem Onlineabschluss erfolgt die Zustellung per Post. Sofern noch kein Anschluss im Haushalt vorhanden ist, wird dieser bei einem zusätzlichen Termin installiert. Hier gilt zu beachten: Wenn der Vertrag am 7. des Monats beginnt, der eigentliche Anschluss und damit die Nutzung des Internets erst am 15. erfolgt, muss die monatliche Gebühr inkl. des Vertragsbeginns angepasst werden. Andernfalls zahlt der Vertragsnehmer für eine Leistung, die ihm noch nicht zur Verfügung stand. Verzögert sich die Installation, stellen manche Provider ihren Kunden zur Überbrückung einen Surfstick zur Verfügung.

Sonderfall: Anbieterwechsel

Ähnlich wie bei Versicherungen versuchen die Anbieter, einander mit besonderen Angeboten zu unterbieten und neue Kunden zu gewinnen. Ein Tarifwechsel klingt verlockend und kann monatlich viele Euro sparen. Folgende Punkte sind dabei zu beachten:

  1. Der aktuelle Vertrag

Wann endet der Vertrag? Wer den Anbieter während der Laufzeit wechselt, setzt sich unter Umständen einer doppelten finanziellen Belastung aus, da er parallel die Gebühren für zwei Verträge zahlt. Das muss nicht sein.

  1. Rufnummernmitnahme

Die meisten Anbieter übernehmen die gültige Rufnummer des aktuellen Vertrages beim Wechsel. Dies erspart dem Kunden viel Aufwand. Die Kosten der Übernahme übernimmt für gewöhnlich der neue Provider oder es fällt eine geringe Gebühr für den Verwaltungsaufwand an.

  1. Verfügbarkeit

Vor dem Vertragswechsel sollten Verbraucher sich versichern, dass der neue Provider die versprochene Leistung am Wohnort wirklich erbringen kann.

Den Kunden ist empfohlen, einen Wechsel gut zu überdenken. Mitunter kann es leichter sein, den bestehenden Vertrag fristgerecht zu kündigen. Daraus entstehen zwei Chancen:

  • Der alte Anbieter versucht die Rückgewinnung mit einem besseren Angebot als der neue Vertragspartner.
  • Der neue Anbieter bietet bessere Optionen für Neukunden.

So entscheidet jeder Nutzer selbst, welche Variante er nutzt und wie viel Zeit er in den Wechsel investieren möchte.

Fazit

Das schnelle Wachstum des Internets und der multimedialen Möglichkeiten erfordert in einer Mehrzahl der Haushalte eine verlässliche DSL-Flatrate. Dabei ist deren Leistung von der vorhandenen Netzabdeckung abhängig. Im Rahmen der Auswahl kann der Nutzer auf bekannte Anbieter zurückgreifen, sollte aber gleichzeitig Preise vergleichen. Selbst wenn diese einander ähneln, bieten viele Anbieter Nutzungsvorteile oder kostenfreie Probezeiträume für Leistungen, die sonst einige Euro mehr bedeuten.

Nutzer, die noch keinen Anschluss besitzen, sollten neben der verfügbaren Geschwindigkeit bedenken, dass erst eine Telefonsteckdose installiert und vom Anbieter freigegeben werden muss.

Generell lassen sich gute Angebote online oder bei Anbietern in der Filiale vor Ort finden. Der Abschluss des Vertrages und die endgültige Unterschrift empfiehlt sich erst nach dem gründlichen Lesen des Vertrages, um versteckte Kosten oder andere Fallen zu meiden.

Wer die passende DSL-Flatrate für sich gefunden hat, bringt ein Stück der Welt in sein Wohnzimmer und kann Angebote nutzen, die vor zehn Jahren noch nicht denkbar waren. Mit dem Internet in eine neue Zukunft.