DSL-Tarife Vergleich

Geschwindigkeit auswählen: 16 Mbit/s 50 Mbit/s 100 Mbit/s 250 Mbit/s
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Unbegrenzter Internetzugang ist für die meisten Menschen unverzichtbar wie fließendes Warmwasser oder Elektrizität. Schließlich können im Internet viele Dinge erledigt werden, vom Wocheneinkauf bis zur Urlaubsplanung. Ja, manche Leute arbeiten oder studieren komplett online. Das WWW ist nämlich weit mehr als Facebook und Katzenvideos.

Die meisten Haushalte gehen über einen DSL-Anschluss online. Schließlich ist der beinah flächendeckend verfügbar und zahlreiche Anbieter halten entsprechende Tarife bereit. Davon gibt es sogar so viele, dass ein DSL-Vergleich angebracht ist, wenn eine Neuanmeldung oder ein Tarifwechsel ansteht. Dieser Vergleich verrät zudem, welche Internetgeschwindigkeit am Wohnort überhaupt realisierbar ist. Schließlich ist der Breitbandausbau noch längst nicht abgeschlossen. Während die Einwohner von Großstädten schon im rasanten VDSL schwelgen, müssen Menschen in dörflichen Gegenden beim Internetsurfen noch Geduld mitbringen. Schauen wir uns einmal näher an, welche Vorteile ein DSL-Anschluss hat und wie der DSL-Vergleich zum besten Internettarif führt.

Als Alternative bietet sich mobiles Internet an, auch an Orten wo kein DSL oder Kabelanschluss verfügbar ist.

Was ist DSL?

Die Abkürzung DSL steht für Digital Subscriber Line (oder auf Deutsch: digitaler Teilnehmeranschluss) und bezeichnet eine Reihe von Technologien, bei denen Internetdaten über die Telefonleitung übertragen werden. Das funktioniert so: Die Leitung wird in zwei Frequenzbereiche unterteilt. Während Telefongespräche im niedrigen Frequenzbereich gesendet werden, sind hohe Frequenzen für Datensignale da. Dadurch ist eine schnelle Datenübermittlung möglich, weswegen DSL mit Kabelinternet und LTE zum Breitbandinternet gehört.

Ein in die Telefondose gestecktes Gerät, der sogenannte Splitter, trennt die beiden Signale. Auf diese Weise stören sie einander nicht, Telefonate und Surfen im WWW sind gleichzeitig möglich. Internetuser der ersten Stunde erinnern sich vielleicht an ihren ISDN-Anschluss und daran, wie sie das Internet verlassen mussten, wenn ein anderes Familienmitglied einen Anruf tätigen wollte.

Da inzwischen die meisten Telefonanschlüsse von analoger auf VoIP-Technologie umgestellt wurden, sind Splitter kaum noch anzutreffen. Bei dieser Weiterentwicklung wird das Gespräch in Form digitaler Datenpakete statt als elektrische Signale übertragen. Auf diese Weise vergrößert sich die Bandbreite, weil der Frequenzbereich, der vorher fürs Telefonieren reserviert war, nun für die Übertragung von Internetdaten zur Verfügung steht. Das Telefon wird direkt mit einem geeigneten Router verbunden, der in der Lage ist, die in Daten verpackte Sprache wieder in akustische Signale umzuwandeln.

Mittlerweile besitzen lediglich 530 000 deutsche Haushalte einen analogen Telefonanschluss (Stand: Januar 2020). Die Telekom stellte bereits bis Ende 2018 ihre Anschlüsse auf VoIP-Telefonie um, doch einige regionale Anbieter brauchen dafür länger.

Die verschiedenen DSL-Standards

ADSL und die neuere Version ADSL2+ steht für Asymmetric DSL. Das bedeutet, dass Upload- und Downloadgeschwindigkeit unterschiedlich sind und Daten schneller empfangen als verschickt werden. Eine ADSL-Internetverbindung ist vor allem aufs Surfen ausgelegt. Es handelt sich um den Standardanschluss, zu dem DSL 6000 bis DSL 16 000 sowie mögliche Zwischenstufen zählen. Mit dieser Technik sind Übertragungsraten bis zu 25 MBit/s möglich, die maximale Uploadgeschwindigkeit beträgt 1 MBit/s.

Das V in VDSL steht für very high speed, sehr hohe Geschwindigkeit. Denn mit einer VDSL-Leitung sind Downloads zwischen 50 bis 100 MBit/s realisierbar. Da es sich um eine asymmetrische Verbindung handelt, ist der Upload mit höchstens 10 MBit/s deutlich niedriger. VDSL ist ein moderner Internetanschluss und kommt ebenfalls aus der Telefondose. Seine Verfügbarkeit hängt von der lokalen Infrastruktur ab, die noch nicht flächendeckend den nötigen Standard aufweist. Die Übertragung erfolgt über Glasfaser- und Kupferkabel, darum wird oft vom Hybridnetz gesprochen: Von der Ortsvermittlungsstelle zum Multifunktionsgehäuse liegt das Glasfaserkabel, zum Haus des Abnehmers führt dann die Kupferleitung. Das hat den Vorteil einer kurzen Transportstrecke, da es bei langen Leitungen zu Dämpfungsverlusten und damit einer verminderten Surfgeschwindigkeit kommt. Mit der sogenannten Supervectoring-Technik sind Geschwindigkeiten bis zu 250 MBit/s erreichbar. In welchen Gebieten die Telekom ihre Multifunktionsgehäuse aufrüstet, ist auf der durch einen Klick auf Aufbaustatus erreichbaren interaktiven Karte zu sehen.

Über SDSL-Leitungen werden Daten genauso schnell empfangen wie verschickt. Das ist vor allem für Geschäftskunden von Interesse, die große Daten hochladen müssen. Große Konzerne, bei denen sämtliche Kommunikation über IP-Telefonie läuft, benötigen SDSL. Für Privatkunden gibt es derartige Tarife in der Regel nicht.

Die Vorteile eines DSL-Anschlusses

Wer auf der Suche nach einem Internetanbieter ist, hat die Wahl aus verschiedenen Anschlussformen, etwa per Kabel, Satellit oder eben der Telefonleitung. Welche Vorteile bietet ein DSL-Anschluss gegenüber den anderen Möglichkeiten?

Zunächst einmal ist beinah jede Wohnung mit einer Telefonsteckdose ans Netz angeschlossen. Dadurch ist DSL in 96 % aller deutschen Haushalte verfügbar – wenn auch nicht überall mit der größten Bandbreite. Hinzu kommt eine Fülle verschiedener Tarife mit unterschiedlichen Extras und Geschwindigkeiten, aus denen Verbraucher den aussuchen können, der am besten zu ihren Nutzungsgewohnheiten passt. Insbesondere Verträge für Internetleitungen mit niedrigen Übertragungsraten sind günstig und damit ideal für Gelegenheitssurfer geeignet.

Mit VDSL sind relativ hohe Uploadgeschwindigkeiten erreichbar, weswegen diese Anschlussform zu allen passt, die auf schnelles Senden großer Datenmengen angewiesen sind oder die häufig Videotelefonate führen. Darüber hinaus verspricht es eine hohe Bandbreite und erfüllt damit die Wünsche jener Nutzer, die gern Serien und Filme in HD-Qualität streamen oder bei denen viele Personen gleichzeitig online sind.

Bei einem Großteil der DSL-Tarife ist ein Festnetzanschluss inklusive. Telefon und Internet können unbegrenzt zum Festpreis genutzt werden. Volumen- oder Zeittarife waren in den Anfangszeiten des Internets geläufig, inzwischen sind sie nicht mehr zeitgemäß. Lediglich einige wenige Anbieter begrenzen die monatlich nutzbare Datenmenge und drosseln nach deren Aufbrauchen die Geschwindigkeit.

Die Einrichtung des Heimnetzwerks ist mit einem DSL-Anschluss unkompliziert möglich. Das Herzstück der Anlage ist ein Router, der in der Regel vom Anbieter kostenlos oder gegen eine niedrige Miete zur Verfügung gestellt wird. An diesem Gerät wird das Telefon angeschlossen, außerdem kann es ein WLAN erzeugen und auf diese Weise die kabellose Verbindung zum Internet ermöglichen. Neben Computern und Tablets können sich weitere Geräte ins Netzwerk einloggen oder miteinander verbinden. Etwa der WLAN-fähige Drucker, der Staubsaugerroboter oder die Katzenklappe, die automatisch eine Benachrichtigung aufs Smartphone schickt, wenn der Stubentiger von seinem Ausflug heimkehrt.

Welche DSL-Geschwindigkeit brauche ich?

Wer zum ersten Mal einen Internetvertrag abschließen oder zu einem neuen Anbieter wechseln möchte, fragt sich vor allem „Wie schnell muss mein Internetanschluss überhaupt sein?“ Während Großstadtbewohner meistens eine stattliche Auswahl haben, müssen sich auf dem Lande lebende Personen mitunter mit einer langsamen Verbindung abfinden. Grund ist die mangelnde Verfügbarkeit von Breitbandverbindungen außerhalb von Ballungsgebieten.

Doch schneller bedeutet nicht zwangsläufig besser. Da DSL-Tarife mit hoher Bandbreite auch mehr kosten, ist es wichtig, sein Nutzungsverhalten richtig einzuschätzen, um nicht am Ende zu viel zu bezahlen. Die passende Geschwindigkeit hängt nämlich von den folgenden Faktoren ab:

  • Anzahl der im Haushalt lebenden Internetnutzer
  • Anzahl der Geräte, die aufs Internet zugreifen
  • Verwendete Dienste

Neue DSL-Anschlüsse unter 16 MBit/s sind selten. Dabei handelt es sich um den niedrigsten Standard, der für Gelegenheitsnutzer, die allein oder zu zwei wohnen, vollkommen ausreicht. Zu dieser Gruppe zählen alle, die online Nachrichten lesen, Mails verschicken, ihr Konto verwalten und ab und an shoppen oder ein Video anschauen. Sie nutzen das Internet auf dem Computer und Smartphone, besitzen abgesehen davon aber keine weiteren Geräte, die dauerhaft WLAN benötigen.

Wer hohe Ansprüche ans Internet hat, HD-Filme streamen, seine Lieblingsserie bingewatchen, große Datenmengen downloaden und Onlinegames zocken will, braucht Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s. Das ist die richtige Geschwindigkeit für Paare, Familien und WGs. Damit können mehrere Nutzer gleichzeitig surfen oder Filme gucken, ohne Einbußen in der Übertragungsrate zu bemerken. Wer mit Triple Play einen einzigen Vertrag für Telefon, Internet und Fernsehen abschließen will, braucht mindestens 50 MBit/s. Bei langsameren Verbindungen funktioniert Triple Play nicht wie gewünscht.

VDSL-Leitungen mit 100 MBit/s und mehr sind extrem schnell. Diese große Bandbreite ist ideal für Haushalte, in denen mehrere Personen parallel das Internet intensiv nutzen. Etwa, indem sie online spielen, Filme und Serien in HD schaue oder sich per VPN ins Firmennetzwerk einloggen, um zu arbeiten. Bewohner eines Smarthomes brauchen diese Geschwindigkeit, um dessen Funktionen voll ausnutzen zu können. Nutzer, die beispielsweise einen eigenen YouTube-Channel betreiben oder aus beruflichen Gründen oft große Datenmengen verschicken, schätzen VDSL aufgrund der hohen Uploadrate.

Was bedeuten diese Zahlen überhaupt? Wir haben mit download-time.com ausgerechnet, wie lange es mit DSL 16 000 und 50 000 dauert, bestimmte Dateitypen herunterzuladen.

 

DSL 16 000

DSL 50 000

Foto (4 MB)

2 Sek.

640 Millisekunden

60-minütiger Podcast (50 MB)

26 Sek.

8 Sek.

Software (500 MB)

4 Min. 22 Sek.

1 Min. 23 Sek.

Spielfilm in HD-Qualität (7 GB)

1 Std. 2 Min. 38 Sek.

20 Min. 2 Sek.

Selbstverständlich sind diese Angaben rein theoretischer Natur. Beinah niemand kann tatsächlich die volle Bandbreite ausschöpfen, da die Internetgeschwindigkeit tageszeitabhängig schwankt und es im realen Gebrauch durch Faktoren wie Entfernung zum Router oder Anzahl der aktiven Nutzer zu Einbußen kommt.

DSL-Anbieter versprechen zwar eine hohe Bandbreite, doch wer einen DSL-50-Tarif hat, kommt nicht fortwährend in den Genuss einer Downloadrate von 50 MBit/s. Meistens steht in den AGB oder der Leistungsbeschreibung eine Mindestgeschwindigkeit, zu deren Bereitstellung sich der Provider verpflichtet. Die liegt üblicherweise bei der Hälfte der beworbenen Rate. Sinkt jedoch die Rate wiederholt oder gar dauerhaft unter diesen Wert, kann sich der Nutzer beschweren und die vertraglich vereinbarte Leistung bis zu einer bestimmten Frist einfordern. Erfüllt der Provider diese nicht, darf der Kunde von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, sofern ihm dieses in den AGB eingeräumt wird. Eine weitere Möglichkeit wäre es, auf Grundlage des § 47a des Telekommunikationsgesetzes ein Schlichtungsverfahren bei der Bundesnetzagentur in Bonn einzuleiten.

Ein Werbeversprechen stellt keine Garantie für eine bestimmte DSL-Geschwindigkeit dar. Darüber hinaus gelten die Angaben des Providers nur, wenn die von ihm bereitgestellte Hardware genutzt wird.

Welche DSL-Leitung habe ich?

Um zu prüfen, wie schnell die Internetverbindung tatsächlich ist, bietet sich ein Speedtest an. Dazu gibt es im Internet zahlreiche Anlaufstellen. Neben speedtest.net eignet sich die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur gut zur Prüfung der realen Übertragungsrate. Manche dieser Webseiten verraten neben der Geschwindigkeit von Up- und Download und dem Ping die IP-Adresse des getesteten Geräts sowie den Namen des Internetanbieters. Ein solcher Check ist sinnvoll, wenn das Internet auffallend langsam ist und der Verdacht naheliegt, dass die vom Provider versprochene Geschwindigkeit nicht erreicht wird.

Beim Speedtest verschickt der Server der Prüfstelle mehrere Datenpakete unterschiedlicher Größe an den Computer, der diese empfängt und anschließend zurücksendet. Neben der Geschwindigkeit wird gemessen, wie lange der Rechner zum Hochladen der Daten und dem Empfang der Antwort braucht. Das ist der Ping. Je schneller der ist, desto ruckelfreier laufen Onlinegames und gestreamte Filme. Bei DSL-Verbindungen beträgt er idealerweise 40-50 Millisekunden, bei einem VDSL-Anschluss sollte er mit 15-20 Millisekunden doppelt so schnell sein.

Damit das Ergebnis der Geschwindigkeitsprüfung möglichst hohe Aussagekraft besitzt, sollte der Nutzer die folgenden Punkte beachten:

  • Alle anderen Geräte vom Netz trennen.
  • Beim Prüfen einer WLAN-Verbindung möglichst nah an den Router herangehen.
  • Das Gerät darf sich nicht im Stromsparmodus befinden.
  • Ausschließen, dass keine Drosselung der Geschwindigkeit vorliegt.

Liegt die Übertragungsrate unter der vereinbarten Mindestgeschwindigkeit, kann es sich zunächst um ganz normale Schwankungen handeln. Viele im Browser offene Tabs oder eine veraltete Firmware des Routers können die Surfgeschwindigkeit beeinträchtigen. Bleibt das Problem bestehen, sollten regelmäßige Messungen über eine längere Zeit hinweg durchgeführt und die Ergebnisse dokumentiert werden. Hilft alles nichts oder bricht die Verbindung komplett zusammen, hat der Kunde keine andere Wahl, als die Störungshotline seines Anbieters anzurufen, um eine technische Störung auszuschließen.

Welche DSL-Anbieter gibt es?

DSL-Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Einige bieten ihre Dienste deutschlandweit an, während die Tarife anderer ausschließlich in bestimmten Gegenden gebucht werden können. Zur letzteren Kategorie gehören etwa der Kölner Provider NetCologne oder das Unternehmen FairSpeed im sächsischen Freital. Wer wissen möchte, welche Internetanbieter in seiner Nachbarschaft agieren, kann die Netzabdeckung mit einem DSL-Vergleich oder dem Breitbandatlas prüfen. Nutzer, die schon einen bestimmten Anbieter in die engere Auswahl gezogen haben, erfragen die örtliche DSL-Verfügbarkeit direkt auf dessen Webseite. Diese Auskunft wird nach Angabe von Telefonvorwahl und genauer Adresse erteilt.

Marktführender Provider ist die Telekom, gefolgt von Vodafone, O2 und 1&1. Gemeinsam mit vielen kleineren Unternehmen bieten sie eine große Menge verschiedener Tarife an. Diese haben in der Regel eine Gemeinsamkeit: Sie enthalten eine Internet- und eine Festnetzflatrate. Anders als bei Mobilfunkverträgen können die Kunden zum Festpreis unbegrenzt im Internet surfen und Telefongespräche im deutschen Festnetz führen, ohne dass sie Konsequenzen in Form einer hohen Rechnung befürchten müssen. Zwar existieren reine Datenflats ohne Kombination mit dem Telefon, doch diese sind meistens teurer. Hinzu kommen dann jede Menge Extraleistungen, die von der Handykarte bis zum Speicherplatz in der Cloud reichen.

Die Telekom ist Europas größtes Telekommunikationsunternehmen und hat momentan 13,6 Millionen Breitbandkunden in Deutschland. Kein Wunder, dass beim DSL-Tarifvergleich die meisten Angebote durch das markante magentafarbene T ins Auge stechen. Ihre Internetpakete bewegen sich zwischen 16 und 250 MBit/s. Dazu kann der unternehmenseigene Fernsehdienst Magenta TV gebucht werden, der auf Wunsch Zugang zu Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime verschafft. Für junge Nutzer unter 28 Jahren gibt es besonders günstige Tarife. Hinzu kommen sogenannte Hybridtarife, bei denen der Router bei hohem Geschwindigkeitsbedarf aufs LTE-Netz zugreift, also Fest- und Mobilfunknetz parallel nutzt. Damit will die Telekom ihren Kunden in Gebieten mit schlechtem Netzausbau Zugang zu einer Breitbandverbindung schaffen. Die Verfügbarkeit von DSL der Telekom ist deutschlandweit in rund 96 % aller Haushalte gegeben.

Die Vodafone GmbH ist ein Tochterunternehmen der britischen Vodafone Group, der größte Konkurrent der Telekom und nebenbei bemerkt der beliebteste Mobilfunkanbieter in Deutschland. Seine DSL-Internetpakete umfassen Downloadraten zwischen 16 und 250 MBit/s und sind durch eigenes Netz und Mitbenutzung der Telekom-Infrastruktur ebenfalls 96 % aller Haushalte zugänglich. Momentan beschränkt sich das VDSL-Angebot auf Städte und Ballungsräume, jedoch strebt Vodafone einen ständigen Ausbau seines Breitbandnetzes an. Manche der Tarife enthalten neben der Festnetzflatrate eine Flatrate ins D2-Mobilfunknetz. Das eigene und dazu buchbare Fernseh-Streamingangebot heißt GigaTV.

O2 ist eine Marke der Münchner Telefónica Holding AG und beliefert knapp 2,2 Millionen Kunden mit Breitbandinternet. Die Verfügbarkeit ist mit 96 % aller Haushalte sehr hoch, weil das Unternehmen neben den eigenen Netzen via IP-Verfahren die Kabel anderer Konzerne nutzt. Zur Auswahl stehen Tarife mit Geschwindigkeiten zwischen 10 und 250 MBit/s, wobei die Verfügbarkeit davon abhängt, wie gut das Netz am Wohnort des Interessenten ausgebaut ist. Alle Internetpakete beinhalten neben einer Surf- eine Flatrate für Telefonate ins deutsche Festund Mobilfunknetz. Zudem sind Kombitarife mit mobilen Daten fürs Smartphone erhältlich. Junge Leute erhalten Rabatt.

Das Unternehmen 1&1 gehört zur United Internet Gruppe, der auch Marken wie GMX oder web.de gehören. Außerdem handelt es sich um eines der fünf größten Webhosting-Unternehmen weltweit. Alle DSL-Tarife enthalten neben der Internet- und Telefonflatrate 150 GB Speicherplatz in der Cloud, fünf E-Mail-Adressen mit großem Postfach und eine SIM-Karte für unbegrenzte Telefonate ins 1&1-Mobilfunknetz. Wahlweise gibt es die Tarife ohne Vertragslaufzeit. Laut eigenen Angaben ist VDSL von 1&1 bereits für 32 Millionen Haushalte zugänglich.

Welches ist der beste DSL-Anbieter?

Den einen DSL-Anbieter, der alle seine Kunden begeistert, gibt es nicht. Das verrät ein Blick in die Kundenbewertungen: Wo der Eine was zu meckern hat, ist der Nächste wunschlos zufrieden. Wie bei vielen Dingen gilt: Der beste DSL-Provider ist immer der, der die individuellen Ansprüche möglichst gut erfüllt. Wer auf der Suche nach dem perfekten Internetanschluss ist, muss sich zunächst darüber klar werden, was er sich davon verspricht. Dabei hilft es, sich über die folgenden Auswahlkriterien Gedanken zu machen.

Geschwindigkeit: Die Recherche beginnt mit einer Abfrage der DSL-Verfügbarkeit, zum Beispiel bei Check24 oder Verivox, da die zur Auswahl stehende Geschwindigkeit ortsunabhängig ist. Schließlich macht es wenig Sinn, einen Vertrag für einen 50-MBit/s-Anschluss abzuschließen, wenn vor Ort lediglich 16 MBit/s realisierbar sind. Da VDSL-Tarife mit 50 oder 100 MBit/s viel kosten, besteht an diesem Punkt Sparpotenzial. Wer allein oder zu zweit lebt, kein Gamer ist und beim Streamen von HD-Filmen eine kurze Wartezeit verschmerzen kann, dem reicht DSL 16 000 vollkommen.

Die Datenflatrate ist bei allen Tarifen Standard. Aber: Manche Anbieter begrenzen in einigen Tarifen das Datenvolumen. Ist dieses aufgebraucht, drosseln sie für den restlichen Abrechnungszeitraum die Geschwindigkeit. Das betrifft beispielsweise den Tarif O2 my Home S Plus, bei dem Nutzer, die über 300 GB verbraucht haben, mit verminderter Geschwindigkeit weitersurfen. Das ist ärgerlich, doch dafür sind solche Tarife günstiger. Gelegenheitsnutzer, die ihren Datenverbrauch gut einschätzen können, profitieren davon. Wer den Wechsel zu einem Tarif mit Volumenbegrenzung in Betracht zieht, kann seinen Verbrauch zuvor mit einem Datenzähler genau beobachten.

Die Telefonflatrate ist bei der Mehrzahl der DSL-Anschlüsse im Preis inbegriffen. Solche Tarife sind günstiger als reine Internetflatrates. Je nach Anbieter gelten diese lediglich fürs deutsche Festnetz oder schließen das Mobilfunknetz ein. Manche Anbieter erlauben gegen Aufpreis unbegrenzte Telefonate ins europäische oder gar weltweite Ausland. Je nach Tarif sind mehrere Festnetznummern wie früher beim ISDN inklusive oder als kostenpflichtige Option erhältlich.

Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist: Üblicherweise werden Internetverträge für 24 Monate geschlossen, die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Wird keine Kündigung eingereicht, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Dem Bundestag liegt momentan ein Gesetzentwurf vor, der diese Fristen verbraucherfreundlicher, sprich kürzer, gestalten will. Eine Abstimmung steht noch aus. Es gibt Anbieter, die Verträge mit kürzerer Laufzeit im Angebot haben oder ganz darauf verzichten. Der Kunde bezahlt diese Annehmlichkeit mit einem höheren Monatspreis.

Aktionen und Rabatte: Der DSL-Markt ist dynamisch. Anbieter locken neue und wechselwillige Kunden mit Prämien an, während sie ihre Bestandskunden durch Treueangebote versuchen, zum Bleiben zu bewegen, damit diese nicht nach Ablauf der Vertragslaufzeit zum Konkurrenzunternehmen weiterziehen. Wer schon weit vor Ende seines Altvertrags wechseln möchte, kann bei vielen Anbietern von sogenannten Freimonaten Gebrauch machen. Dabei braucht er bis zur Kündigung für den neuen Vertrag nichts zu bezahlen, kann jedoch seinen neuen Anschluss sofort in vollem Umfang nutzen.

DSL-Router: Für die Nutzung des DSL wird ein Router benötigt. Diesen stellen die Provider ihren Kunden kostenlos oder gegen eine geringe monatliche Gebühr bereit. Mitunter handelt es sich um Mietgeräte, die nach Kündigung des Vertrags zurückgegeben werden müssen. Häufig bieten sie eine Auswahl mehrerer Router mit unterschiedlichem Funktionsumfang wie einem integrierten Anrufbeantworter oder USB-Anschluss an. Vor allem Neukunden, die noch kein solches Gerät benutzen, sollten hier genau auf den Preis sowie die Versandkosten achten und sich informieren, welche Funktionen sie tatsächlich benötigen.

Zusatzleistungen: Bei der Wahl des passenden DSL-Anbieters können die separat buchbaren Extras ausschlaggebend sein. Das kann Webspace für die eigene Homepage sein oder Zugang zu Internetfernsehen mit Fernsehprogrammen oder Streaminganbietern in HD-Qualität.

Welche Vorteile bringt es, den DSL-Anbieter zu wechseln?

Von einem bestehenden DSL-Vertrag auf einen neuen Tarif zu wechseln, erscheint vielen Menschen zu aufwendig, als das sich die Mühe lohnen würde. Welche Vorteile verspricht der Umzug?

Der größte Faktor ist natürlich die Kostenersparnis, da viele Provider ab dem 25. Monat den Preis leicht anheben. Wer rechtzeitig einen neuen Vertrag abschließt, kann bares Geld sparen und kommt zusätzlich in den Genuss von Wechselprämien. Darum lohnt es sich, kurz vor der Kündigungsfrist mit einem DSL-Vergleich nach Alternativen zum aktuellen Vertrag zu suchen. Denn die meisten Anbieter werben gezielt ihrer Konkurrenz die Kunden ab. Wie hoch die Ersparnis sein muss, um den Kunden zum Wechseln zu bewegen, ist eine individuelle Sache.

Ein Umzug kann Gelegenheit zum Wechsel des DSL-Anbieters geben, etwa, wenn am neuen Wohnort schnelleres Internet verfügbar ist. Obwohl es gesetzlich nicht vorgesehen ist, erlauben manche Provider nämlich kulanterweise die Auflösung des Vertrags. Falls die Restlaufzeit weniger als zwölf Monate beträgt, kann der Nutzer wechseln und von den Freimonaten des neuen Anbieters Gebrauch machen, um nicht doppelt zahlen zu müssen.

Des Weiteren birgt der Vertragswechsel die Möglichkeit, seinen neuen Tarif veränderten Nutzungsgewohnheiten anzupassen und nach seinen Wünschen zu individualisieren. Etwa, weil durch die Anschaffung eines Smart-TVs eine schnellere Verbindung benötigt wird oder weil die Kinder jetzt ebenfalls das Internet benutzen.

Fakt ist, dass der Umzug zu einem neuen Anbieter weniger mühselig ist, als viele Nutzer denken. Wer es richtig anstellt, muss keine Unterbrechung der Internetversorgung befürchten und hat kaum Papierkram.

An erster Stelle steht der Vergleich verschiedener Internetanbieter, um den passenden Tarif auszuwählen. Dieser wird direkt bestellt und dem neuen Provider alle Angaben des Altvertrags übermittelt. Der erledigt die Kündigung, kümmert sich um die Mitnahme der Rufnummer und bedankt sich bei seinem Neuzugang mit einer Gutschrift oder einem vergünstigten Monatspreis. Wer erst kündigt und dann den neuen Vertrag abschließt, hat mehr Aufwand und möglicherweise mehr Kosten, weil ihm die Wechselprämie entgeht.

Was ist beim DSL-Vergleich zu beachten?

Ein DSL-Vergleich ist eine praktische Sache. Er bietet allen, die einen neuen Internetanschluss brauchen, eine Übersicht der Angebote verschiedener Provider, und zwar nur derer, die am Wohnort des Suchenden tatsächlich ihre Dienste anbieten. Ein solcher Tarifrechner benötigt deswegen die Angabe der genauen Adresse. Zudem erfragt er die gewünschte Geschwindigkeit, ob momentan ein DSL-Vertrag mit einem anderen Provider besteht und falls ja, wie lange dieser noch laufen wird.

Anschließend kommt es darauf an, die Ergebnisse richtig zu deuten. Dabei ist zu bedenken, dass der Vergleich sich auf jene Internetanbieter beschränkt, die eine Partnerschaft mit dem genutzten Portal unterhalten. Es ist möglich, dass vor Ort weitere Provider verfügbar sind. Aus diesem Grund kann es sich lohnen, mehrere Vergleiche durchzuführen oder nach lokalen Anbietern zu recherchieren, deren Internetflatrates sogar günstiger sein können.

Die an oberster Stelle gelisteten Tarife sind häufig nicht die billigsten. In der Regel haben die Provider für diese besondere Platzierung extra bezahlt. Manche Portale geben den Preis für die Internettarife als Monatsdurchschnitt an. Zahlen beispielsweise Wechselkunden während des ersten halben Jahres einen Sonderpreis, wurde dies mit einberechnet.

Vergleichsportale bieten die Möglichkeit, Tarife mit bestimmten Merkmalen herauszufiltern oder solche anzuzeigen, die einen kostenlosen Router beinhalten. Zudem können Nutzer die Ergebnisse sortieren lassen und sich zuerst die günstigsten oder am besten bewerteten DSL-Angebote anschauen.

Wie viel kostet ein DSL-Anschluss?

Ein Internetanschluss ist heutzutage recht erschwinglich. Neukunden, die sich zum ersten Mal eine Internet- und Telefonflat mit DSL 16 000 zulegen, müssen dafür einen Monatspreis von mindestens 20 Euro einkalkulieren. Wer schnellere Übertragungsraten wünscht, braucht ein höheres Budget. Tarife mit Extras wie Video-on-Demand oder mobilem Fernsehen kosten ebenfalls mehr.

Wechselkunden profitieren von Prämien, die ihnen der neue Provider oder das Vergleichsportal auszahlt. Letztere berechnen solche Boni in den durchschnittlichen Monatspreis mit ein, der dadurch niedriger erscheint. Es lohnt sich, zum Vergleich die Gesamtkosten auszurechnen, die während der 24-monatigen Vertragslaufzeit entstehen und Sonderangebote abzuwarten.

Wer Geld sparen will, sollte auf Zusatzkosten achten. Dazu gehört zum einen die Miete der benötigten Hardware. Zum anderen verlangen manche Anbieter neben der Einrichtungsgebühr eine Gebühr für den Techniker, der den Anschluss durchführt, oder den Versand des Routers.

Wer noch nicht ans Netz des gewünschten Anbieters angeschlossen ist, muss möglicherweise mit Extrakosten, dem sogenannten Regiozuschlag, rechnen. Der beträgt üblicherweise ca. fünf Euro und entsteht dadurch, dass die Anbieter die Netze anderer Telekommunikationsunternehmen mieten und die Kosten auf den Kunden umlegen.

Wie wird DSL angeschlossen?

Die genaue Installation der Internetanlage hängt vom Provider ab, der in der Regel eine ausführliche Anleitung bereitstellt oder auf seiner Webseite zur Verfügung stellt. Grundsätzlich verläuft der Aufbau eines DSL-Anschlusses mit VoIP-Telefonie etwa so:

Zunächst werden alle Geräte ausgepackt und auf Vollständigkeit geprüft. Sind alle Kabel da? Gut. Im nächsten Schritt gilt es, den richtigen Ort ausfindig zu machen, an dem der Router aufgebaut werden soll. Das ist die Telefonsteckdose. Sind davon mehrere im Haushalt vorhanden, wird der Hauptanschluss gewählt. In der Nähe muss sich eine Stromquelle befinden, die die DSL-Hardware mit Elektrizität versorgt. Außerdem wird für die Einrichtung der Internetverbindung ein Computer benötigt.

Alle Stecker werden aus der Telefonsteckdose herausgezogen. Jetzt wird das DSL-Kabel benötigt. Das hat an einem Ende einen Telefonstecker mit F-Kennzeichnung und am anderen einen Netzwerkstecker. Ersterer gehört in den mittleren Steckplatz der TAE-Dose, zweiterer in die mit DSL oder DSL/TEL gekennzeichnete Buchse am DSL-Router.

An den Router wird das Festnetztelefon angeschlossen. Dafür sind die mit FON beschrifteten Steckplätze vorgesehen. Um den Computer mit dem Router zu verbinden, wird zur ersten Installation in der Regel eine Verbindung via LAN-Kabel aufgebaut. Der fürs WLAN benötigte Netzwerkschlüssel steht auf der Rückseite der DSL-Hardware. Sind alle Kabel fest eingerastet, wird der Netzstecker des Routers in die Steckdose gesteckt und das Gerät eingeschaltet. Jetzt sollten alle LEDs kurz aufleuchten, dann wird er sich mit der Vermittlungsstelle synchronisieren. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern.

Manche Provider bieten einen kostenlosen telefonischen Installationsservice an, bei dem ein Mitarbeiter den Kunden bei der Installation aus der Ferne anleitet. Zudem besteht die Möglichkeit, gegen eine Gebühr einen Techniker mit der Aufgabe zu betrauen.

Fazit

Jeder Haushalt hat heutzutage einen Internetanschluss. Die Verbindung mit dem World Wide Web ermöglicht grenzenlose Kommunikation, Unterhaltung und eröffnet stets neue Möglichkeiten. Am weitesten verbreitet ist der Internetzugang via DSL. Dabei kommt das Internet aus der Telefonsteckdose und die ist in beinah jeder Wohnung vorhanden. Ein DSL-Vergleich hilft dabei, den Internettarif zu finden, der die eigenen Ansprüche am besten erfüllt. Schließlich gibt es DSL in unterschiedlichen Geschwindigkeiten von soliden 16 MBit/s bis hin zum rasanten VDSL, dass dank Supervectoring Übertragungsraten bis hin zu 250 MBit/s erreicht. Allerdings ist solches Highspeedinternet noch nicht flächendeckend an jedem Ort Deutschlands verfügbar. Das liegt daran, dass der Breitbandausbau noch nicht alle Regionen erreicht hat. Vor allem in ländlichen Gebieten lebende Menschen müssen sich mit langsamem DSL begnügen. Daher gehört zum DSL-Preisvergleich in jedem Fall ein Verfügbarkeitscheck. Ist die gewünschte Geschwindigkeit verfügbar? Prima! Dann gleich den Vertrag abschließen und schon steht dem unbegrenzten Surfvergnügen nichts mehr im Wege.