Hinweis*

Im Jahr 2019 gab es mehr als 23 Millionen Wertpapierdepots in Deutschland. Ein solches Depot ist für den Wertpapierhandel essenziell und steht Kleinanlegern wie Großaktionären zur Verfügung. Besonders beliebt sind die Depots von Onlinebrokern, wie Smartbroker, DKB oder Consorsbank, da sie viele Anlageoptionen bieten und vergleichsweise günstig sind. In diesem Artikel erklären wir, was Onlinebroker eigentlich sind und worauf es bei der Wahl für einen Onlinebroker ankommt.

Was ist ein Onlinebroker?

onlinebroker-benutzerfreundlichBroker oder Börsenmakler sind Dienstleister, die Verbrauchern alle technischen Voraussetzungen bieten, um auf verschiedenen Märkten flexibel handeln zu können. Sie nehmen die Orders ihrer Kundschaft im Wesentlichen online entgegen, etwa über eine spezielle Software oder das Internetbanking. Vereinzelt kann zusätzlich telefonisch oder per Fax gehandelt werden, doch die meisten Kleinanleger bevorzugen heutzutage die digitale Variante. Im Grunde genommen stellen Onlinebroker die übers Internet agierende Schnittstelle zwischen Anlegern und den Finanzmärkten dar.

Ein Onlinemakler leitet die Aufträge seiner Klientel an eine Börse weiter und führt diese in ihrem Namen aus. Unter Umständen fällt die Beratung ebenfalls in seinen Tätigkeitsbereich, weshalb Einsteiger gerne auf ihn zurückgreifen. Häufig wird dafür eine zusätzliche Gebühr verlangt, die von Anbieter zu Anbieter variiert. Doch den Großteil ihres Einkommens verdienen sie über Entgelte, die ihre Kundschaft für jede Transaktion zahlen muss. Deren Höhe hängt ebenfalls vom Unternehmen ab.

Broker haben keine Banklizenz und dürfen für ihre Kunden keine Konten führen. Zu diesem Zweck kooperieren Onlinebroker mit Direktbanken, bei denen die Anleger dann ihr Verrechnungskonto eröffnen. Ferner haben sich einige Banken – etwa Comdirect oder die Consorsbank – aufs Trading spezialisiert, ihre Auswahl an Finanzprodukten ist aber unter Umständen nicht so umfassend wie bei einem Onlinemakler.


Was sind Depots?

onlinebroker-appDepots sind Lager. Sie ermöglichen es Anlegern, Anleihen, ETFs oder Aktien aufzubewahren. Früher waren Wertpapiere aus Papier und wurden in physischen Depots bei der Bank untergebracht. Heutzutage ist der Finanzmarkt digitalisiert, sodass Wertpapiere einzig in digitaler Form mithilfe von Onlinedepots verwaltet werden.

In ihrer Funktion ähneln Wertpapierdepots einem Girokonto. Das liegt daran, dass es Ein- und Auszahlungen verwaltet, die der Inhaber durchführt. Zudem listet ein Depot die vergangenen Transaktionen auf. So können Investoren erkennen, wann sie welche Aktie erworben haben und wie hoch der Gewinn bei der letzten Geldanlage war. Außerdem sind Verluste nachverfolgbar. Wer gerne einen Überblick über den Markt erhalten möchte, kann die Entwicklung unterschiedlicher Geldanlagen in Echtzeit verfolgen.

Zu jedem Depot gehört standardmäßig ein Verrechnungskonto. Das dient als Ausgangspunkt für alle Gutschriften und Orders. Es ähnelt ebenfalls einem Girokonto, allerdings kann das private Girokonto nicht gleichzeitig als Verrechnungskonto dienen, weil von diesem keine Überweisungen an andere Konten getätigt werden dürfen. Deshalb wird das Verrechnungskonto mit einem Girokonto als Referenzkonto verknüpft.

Welche Risiken gibt es bei einem Depot?

Anleger befürchten oft, dass das Vermögen auf dem Wertpapierdepot bei einer Insolvenz der Depotbank in Gefahr ist. Doch dies hat keine Auswirkungen auf die Einlagen. Denn die gehören nicht der Bank, sondern dem Anleger, die Bank verwaltet sie in seinem Namen. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Wertpapiere keiner Einlagensicherung unterliegen. Die gilt lediglich für eventuelles Guthaben auf dem Verrechnungskonto.

Das Hauptrisiko besteht vor allem in der Geldanlage selbst. Manche Finanzprodukte gelten als relativ sicher, andere sind dagegen hochspekulativ. Doch im Grunde ist sogar bei sehr konservativen Anlagestrategien stets die Möglichkeit eines Totalverlusts gegeben. Sprich, Kleinanleger sollten sich darauf einstellen, dass sie unter Umständen ihr gesamtes Kapital beim Börsenhandel verlieren. Deshalb ist es wichtig, ausschließlich Geld zu investieren, das garantiert nicht mehr gebraucht wird.


Welches Depotkonto passt am besten zu mir?

onlinebroker-direkthandelViele Direktbanken und Onlinebroker bieten Onlinedepots zu unterschiedlichen Konditionen an. Die Entscheidung hängt in erster Linie von den Plänen des Investors ab, denn das Preismodell hat natürlich Einfluss auf den späteren Gewinn. Menschen mit Anlagewunsch sollten sich daher zunächst darüber im Klaren sein, was sie mit ihrem Depot vorhaben. Wollen sie lediglich einen ETF-Sparplan einrichten oder häufige Trades abwickeln? Wie hoch soll die Sparrate bzw. das Ordervolumen sein? Sollen bestimmte ETFs bespart oder spezielle Wertpapiere gekauft werden? Erst wenn dieses sogenannte Anlageverhalten feststeht, kann die Suche nach dem individuell besten Depot beginnen. Im Folgenden stellen wir kurz vor, worauf bei der Auswahl des passenden Depots zu achten ist.

Wer ETFs oder Aktien besparen möchte, braucht ein günstiges Depot bei einem Broker oder einer Bank, die grundsätzlich Sparpläne anbietet. Des Weiteren sind die Mindestsparrate, die Ordergebühren und die Depotführungsgebühren von Interesse. Die beiden Letzteren sollten möglichst niedrig sein. Es gibt immer mehr Anbieter, bei denen Sparpläne auf ausgewählte ETFs und Aktien kostenlos eingerichtet werden können. Und auch gebührenfreie Depots sind bei einer Vielzahl von Direktbanken bzw. Onlinebrokern verfügbar.

Die Gebühren pro Transaktion werden üblicherweise nach einem der beiden Modelle berechnet:

  • Pauschalpreis (z. B. 10 Euro pro Order)
  • Prozentsatz vom Ordervolumen (z. B. 1,5 % der investierten Summe)

Kleinanleger, die gelegentlich Anteile kaufen, eröffnen ein Depot mit niedrigen Depotführungsgebühren. Sie können hohe Transaktionsgebühren verschmerzen, weil diese ohnehin nicht oft zu zahlen sind, dafür sollten sie für eine lukrative Geldanlage die laufenden Kosten niedrig halten. Anders sieht es bei Investoren aus, die mehrmals im Monat Orders mit hohem Volumen (sprich: mehrere Tausend Euro) platzieren. Für die sind Depotführungsgebühren okay, aber die Transaktionskosten sollten gering sein. Je nach Kapital ist für sie eine fixe Ordergebühr lohnenswerter als ein anteilig berechnetes Entgelt.

Tipp: Unerfahrene Anleger können bei vielen Anbietern ein kostenloses Musterdepot eröffnen. Damit besteht die Möglichkeit, sich an ETFs, Aktien und Co. risikolos heranzutasten. Gleichzeitig gestattet es seinen Nutzern, einen guten Überblick über den Markt zu bekommen und so zukünftige Investitionen besser abschätzen zu können.


Welche Onlinebroker bieten die besten Depots an?

onlinebroker-depotvorteileDie Wahl des Brokers hängt wie bereits erwähnt von den Plänen und Bedürfnissen des Investors ab. Auf dem Markt gibt es eine Reihe seriöser Anbieter, die sich einer großen Beliebtheit erfreuen. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Trade Republic
  • ING
  • Smartbroker
  • DKB
  • Captrader
  • Consorsbank
  • S-Broker
  • comdirect
  • Onvista
  • Targobank
  • DEGIRO
  • 1822direkt

Trade Republic

Trade Republic ist ein junger Broker, der das Traden via App gestattet und ein gebührenfreies Depot bereithält. Seine Nutzer haben die Möglichkeit, gegen eine Pauschalgebühr von 1 Euro zu handeln. Ebenso stehen kostenlose Sparpläne für ETFs und Aktien zur Verfügung. Viele Kunden schätzen an diesem Anbieter nicht nur die schlanke Gebührenstruktur, sondern auch die unkomplizierte Bedienoberfläche der App. Die erleichtert es Anfängern ohne jegliche Erfahrung im Onlinehandel, im Internet zu traden.

Bei Trade Republic können kostenlose Sparpläne für über 300 ETFs und 1000 Aktien eingerichtet werden, die Mindestsparrate liegt bei 10 Euro im Monat. Das hat den Vorteil, dass passives Investieren vereinfacht wird. Im Angebot des Brokers gibt es insgesamt mehr als 400 ETFs, ausschließlich von iShares und Wisdom Tree. Hinzu kommen 6500 Aktien von deutschen und internationalen Unternehmen. Zudem finden Interessierte bei Trade Republic etwa 40 000 Derivate, darunter Knock-out-Artikel, Faktorzertifikate und Optionsscheine.

Der Handel mit ETFs und Aktien ist über die Trade-Republic-App montags bis freitags zwischen 7:30 und 23:00 Uhr möglich. Wer mit Derivaten über HSBC Deutschland traden möchte, kann dies von 8:00 bis 22:00 Uhr tun. Außerhalb dieser Zeiten werden keine Transaktionen ausgeführt.


ING als Onlinebroker

Die niederländische Direktbank ist ein beliebter Onlinebroker. Das liegt besonders daran, dass sie keine Gebühren für Depots verlangt. Außerdem bietet sie einzelne Orders zu niedrigen Kosten an. Verbraucher haben die Möglichkeit, mehr als 100 Aktions-ETFs zu wählen und so eine geeignete Anlagevariante zu finden.

Besonders bei Anfängern sind die Angebote der ING gefragt. Das liegt daran, dass sie transparent und einfach zu verstehen sind. Das Eröffnen eines Depots dauert lediglich wenige Minuten. Sollten beim Eröffnen eines Accounts Probleme entstehen, hilft der Kundenservice schnell. Auf der anderen Seite bietet das Unternehmen keine Beratungen vor Ort an. Das kann nachteilig für jene Menschen sein, die sich einen persönlichen Kontakt und eine ausführliche Beratung zum Thema Investition wünschen. Nachfolgend eine Übersicht über die Kosten, die bei der ING anfallen.

Leistungen Höhe der Kosten
Depotführung kostenlos
Verkaufs- und Kauforder (Provision) 4,90 € plus 0,25 % des Kurswerts (höchstens 69,90 €)
ETFs, Zertifikate und Sparpläne in Aktienform 1,75 % vom Kurswert
Handelsplatzgebühr Direkthandel kostenlos

Vorteile:
Ab 1,75% effektivem Jahreszins
Schneller und vereinfachter Antragsprozess für Postbank Girokunden
 


Der Onlinebroker Smartbroker

Smartbroker stellt einen Onlinebroker dar, der mit der Partnerbank DAB BNP Paribas zusammenarbeitet. Er ist an deutschen und ausländischen Handelsplätzen verfügbar. Aufgrund der kostenlosen Depotführung wird Smartbroker gerne von Einsteigern und Wenigtradern genutzt. Zudem gefallen die Ordergebühren von durchschnittlich 4 Euro den meisten Anlegern, da sie verhältnismäßig günstig ausfallen.

Von Smartbroker gibt es unterschiedliche Angebote. Wer möchte, kann in ETFs, Aktien, Fonds und Anleihen investieren. Dabei stehen viele ETFs für kostenlose Sparpläne bereit. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Wertpapierkredite, Edelmetalle und Optionsscheine/Zertifikate einzusetzen.

Tipp: Für Leistungen wie Auftragslöschungen, Änderungen oder Limiteinreichungen entstehen keine Kosten. Die einzigen Ausgaben sind 4 Euro Anlagekosten für Orders im Inland und 9 Euro für Orders im Ausland. Ebenso kann es zu Verwahrungsgeldern kommen, wenn der Anleger eine Cashquote von über 15 % erreicht.

Smartbroker

Vorteile:
Aktuell mehr als 18 000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag


Der Onlinebroker DKB

onlinebroker-kosten-pruefenDie DKB ist die Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank. Sie bietet eine große Auswahl an verschiedenen Wertpapieren, sodass Interessierte zahlreiche Investitionsmöglichkeiten haben. Doch auch das Angebot an ETF-Sparplänen und Fonds beeindruckt viele Verbraucher. Ebenso profitieren sie von einem Handel auf internationalen und nationalen Plattformen. Außerbörsliches Trading wird ebenfalls angeboten.

Tipp: Wer will, kann sogar über Tradegate handeln. Hierfür entstehen keine zusätzlichen Kosten wie Fremdkosten. Ferner gibt es bei der DKB keine Depotgebühren. Zusätzlich entfällt der Aufschlag für Ausgaben beim Erwerb von Fondsanteilen.

Personen, die möchten, können das Angebot der DKB 24 Stunden nutzen. Ein Handel mit Optionen, CFDs und Futures wird dafür nicht ermöglicht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen keine Zeichnungen von neuen Emissionen an oder Prämien für die Übertragung von Depots.

Hier ein Überblick über die Kosten, die für Anleger bei der DKB anfallen können:

Leistungen Höhe der Kosten
Inlandsorder je nach Volumen 10 oder 25 €
Auslandsorder in Abhängigkeit vom Volumen 20 oder 35 €
Verkauf oder Kauf außerbörslich zwischen 10 und 25 €
Ausführung von Sparplänen (ohne Aktionsfonds) 1,50 €
Lagerstellenwechsel 30 €
Steuerpapiere 11,90 €

Vorteile:
2000 Sparpläne für Wertpapiere
Mehr als 22 000 Fonds


Der Onlinebroker Captrader

onlinebroker-testenBei diesem Anbieter haben Interessierte die Möglichkeit, ihr Geld in Wertpapiere anzulegen. In Abhängigkeit vom Bedarf wählen sie eine von drei Kontovarianten aus:

  • Cashkonten
  • Portfolio Margins
  • Reg T Margins

Besonders junge Anleger sollten beachten, dass Portfolio Margins erst ab einem Alter von 21 Jahren angeboten werden. Ein klassisches Cashkonto ist ab 18 Jahren möglich, sodass selbst sehr junge Personen die Option haben, in Wertpapiere zu investieren.

Bei Captrader wird für die Kontoführung keine Gebühr erhoben. Zudem bietet das Unternehmen günstige Konditionen beim Handeln auf weltweit mehr als 135 Börsen an. Für Anfänger stehen Demokonten zur Verfügung, die mit einer App nutzbar sind. In der gibt es viele Handelsmodule und ‑tools, die das Traden angenehmer und möglicherweise erfolgreicher machen.

Menschen, die als Händler bei Captrader einsteigen wollen, finden dort passende Seminare. Bei Fragen zu ihnen oder zu anderen Themen steht der Kundensupport 24 Stunden zur Verfügung und das sogar im Livechat.

Ein Nachteil bei Captrader ist die hohe Mindesteinlage von 2000 Euro. Ebenso kann es störend sein, dass es pro Monat nur eine Auszahlung durch das Unternehmen gibt. Für Menschen, die in den Modus „inaktiv“ wechseln, entstehen zudem Zusatzkosten, weshalb sich das Angebot von Captrader eher an aktive Personen mit einem höheren Startkapital richtet.

Vorteile:
US-Aktien ab 0,01 Euro
Handeln von mehr als 1,2 Millionen Wertpapieren


Der Onlinebroker Consorsbank

Bei der Consorsbank ist ein Handel an allen in Deutschland befindlichen Börsen möglich. Zudem bietet das Unternehmen internationales Trading an. Hierbei gibt es Einschränkungen. Dasselbe gilt für den außerbörslichen Handel.

Personen, die auf den spanischen, französischen oder luxemburgischen Märkten handeln wollen, haben den Vorteil, zu denselben Preisen wie in Deutschland traden zu dürfen. Neben einer Abwicklung der Geschäfte über die klassische Webseite des Anbieters ist auch eine Profi-Software verfügbar. Sie trägt den Namen „ActiveTrader“. Zusätzlich haben Anleger die Option, die App des Unternehmens zu nutzen.

Bei der Consorsbank stehen folgende Anlageprodukte zur Verfügung:

  • Fonds
  • Aktien
  • ETFs
  • ETCs

Wer möchte, profitiert in diesem Zusammenhang von Echtzeitkursen und Watchlists. Außerdem gibt es Onlinearchive, die jeder Anleger problemlos erreichen kann.

Personen, die in Forex und Währungen investieren wollen, sollten eine Alternative zur Consorsbank finden. Sie bietet dazu nämlich keine Möglichkeit an.

Nachfolgend eine Übersicht der Gebühren der Consorsbank:

Leistungen Höhe der Kosten
Basisgebühr pro Order 4,95 €
Zuschlag je nach Volumen 0,25 %
Minimale Ordergebühr 9,95 €
Zusatzkosten für verschiedene Handelsplätze 0,75 bis 2,50 € inkl. Spesen

Vorteile:

Streichen oder Ändern von Wertpapierordern
Erteilen von Wertpapierordern mit Limits
Nutzung der Software Active Trader


Der Onlinebroker S-Broker

S-Broker ist gehört zur Finanzgruppe der Sparkasse. Er verfügt über ein großes Angebot an Sparplänen und Wertpapieren. Trading wird von S-Broker auf deutschen und internationalen Plätzen ermöglicht, sodass Anleger viel Flexibilität im Rahmen ihrer Investition haben. Als besonders gut wird der außerbörsliche Handel wahrgenommen, denn er ist bei S-Broker außerordentlich vielfältig. Je nach Handelsplattform gibt es zu speziellen Zeiten im Jahr Aktionsangebote von S-Broker, die dem Anleger dabei helfen, Gebühren zu sparen. Noch einfacher und schneller geht das Trading dank der kostenlosen Software. Es gibt ebenso eine Profi-Version des Programms, die allerdings Geld kostet.

Menschen, die gelegentlich bei S-Broker handeln wollen, sollten einen anderen Onlinebroker aussuchen. Das liegt daran, dass der Anbieter weniger aktive Personen mit zusätzlichen Gebühren belastet.

Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Gebühren des Brokers:

Leistungen Höhe der Kosten
Gebühren bei inaktiver Depotführung 11,97 € im Quartal
Provision für Orders 4,99 € plus 0,25 % des Orderwerts (wenigstens 8,99 € und höchstens 54,99 €)
Entgelt für den inländischen Handel 0,99 €
Entgelt für den Handel innerhalb von Deutschland 0,49 €
Entgelt für den Handel im Ausland 14,99 €
Kosten bei telefonischer Order 9,99 €
Ausführung von Spar- und Auszahlungsplan 2,5 %
Lagerstellenwechsel 10 €

Vorteile:
Innerhalb ersten 3 Monate Traden für 3,99 Euro
Zugang zu 29 Börsen im Ausland


Der Onlinebroker Comdirect

onlinebroker-depotfuerungComdirect ist die Tochtergesellschaft der Commerzbank, die seit vielen Jahren Direct Banking ausübt. Sie verwaltet mehr als 1,5 Mio. Depots, was einem Marktanteil von mehr als sieben Prozent entspricht.

Wer als Neukunde zu Comdirect wechselt, profitiert häufig von besonderen Prämien. Dadurch lässt sich, wenigstens zu Beginn, ein wenig Geld sparen. Ein weiterer Vorteil des Angebots der Comdirect ist die kostenfreie Depotführung. Im ersten Jahr des Tradings profitieren Personen ferner von extra niedrigen Ordergebühren. Dadurch besteht die Möglichkeit, günstig in den Markt hineinzuschnuppern und mehr über den Handel zu erfahren. Noch einfacher geht das Trading mit der App von Comdirect. Sie ermöglicht es dem Anleger, auf viele Geschäfte zuzugreifen und so von unterwegs aus zu traden.

Bei regelmäßigen Spareinlagen können die Ausgaben gesenkt werden. Das ist mit dem reduzierten Ausgabenaufschlag machbar, der jedem Investor zur Verfügung steht.

Personen, die langfristig bei Comdirect bleiben wollen, sollten beachten, dass die kostenlose Depotführung auf drei Jahre beschränkt ist. Danach fallen Gebühren an. Ein Trading beim Anbieter kann aus einem weiteren Grund undurchsichtig sein. Es gibt keine Fixpreise. Ebenso stehen keine Berater bei Anlagenfragen zur Verfügung. Wem ein persönlicher Vor-Ort-Service wichtig ist, der sollte sich somit lieber woanders umsehen.

Hier ein kleiner Überblick über die häufigsten Ausgaben bei Comdirect:

Leistungen Höhe der Kosten
Führung des Depots nach drei Jahren 1,95 € im Monat
Gebühren pro Order Im ersten Jahr 3,95 € und anschließend 4,90 €
Provision pro Order 0,25 % vom Ordervolumen (ab dem vierten Jahr wenigstens 9,90 € per Trade)

Comdirect Depot

Vorteile:
Bei regelmäßigen Spareinlagen können die Ausgaben gesenkt werden


Der Onlinebroker Degiro

Degiro ist ein Onlinebroker, der Trades zu erschwinglichen Preisen anbietet. Ebenso werden das Depot- und das Verrechnungskonto kostenlos bereitgestellt. Daher eignen sich die Leistungen des Unternehmens für Personen mit einem geringen Anlagevolumen.

Wer zügig Geld anlegen will, hat bei Degiro Glück. Dort besteht die Möglichkeit, eine Sofort-Überweisung auszuführen. Das geht schnell und leicht über die Handelsplattform, die einfach bedient wird. Über sie können darüber hinaus einige ETFs ohne Transaktionsgebühr erworben werden.

Dafür gibt es bei Degiro keine Sparpläne. Ebenso wird kein Direktkauf bei Fonds angeboten. Daher eignet sich das Angebot des Unternehmens lediglich für einen Teil der Anleger gut.

Nachfolgend ein Überblick über die Gebühren-Struktur des Unternehmens:

Leistungen Höhe der Kosten
Order von Aktien Zwischen 0,50 und 10 € plus bis zu 0,09 % oder 60 €
Kauf von ETFs 2,00 € plus 0,03 %
Investmentfonds-Order 7,50 € plus 0,1 %
Zertifikate via Frankfurt 2,00 € plus 0,11 %
Order Optionen Ab 0,75 € je Kontrakt
Depot-Übertrag 10 € per Position

Vorteile:
Gebühren bei Degiro betragen 0,25 % vom Höchstwert des Kontoguthabens


Der Onlinebroker Targobank

Das Angebot der Targobank hat zwei große Nachteile. Es gibt bei ihr keine Wertpapiere und keine Möglichkeit, an einer ausländischen Börse zu traden. Dafür profitieren Anleger von einem gebührenfreien Depot und Verrechnungskonto. Zusätzlich ist ein Handel auf den deutschen Marktplätzen und außerbörslich unbeschränkt gestattet. Dies bietet Anlegern viele Optionen.

Alle wichtigen Funktionen, die für ein Trading von Bedeutung sind, führen Verbraucher online aus. Dort finden sie rabattierte Onlinefonds sowie Sparpläne ab einer Rate von 25 Euro. Dank der geringen Ordergebühren traden Anleger kostengünstig und bewahren sich außerdem ihre Flexibilität.

Wie günstig die Gebühren der Targobank sind, erfahren Interessierte nachfolgend:

Leistungen Höhe der Kosten
Börsenplatzgeld Zwischen 2 und 3,50 €
Wertpapier-Orders 0,25 % vom Ordervolumen (zwischen 8,90 und 34,90 €)
Orders mithilfe von Mitarbeitern 0,5 % vom Ordervolumen, höchstens 34,90 €
Ausführen von Sparplänen 2,5 % vom Volumen (zwischen 1,50 und 3 €)
Optionsrechte von Optionsanleihen 0,2 % vom Volumen, wenigstens 30 €

Targobank Depot

Vorteile:
Sparpläne ab einer Rate von 25 Euro


Der Onlinebroker Onvista

Onvista ist eine Bank mit Sitz in Frankfurt am Main. Bei ihr gibt es aktuell zwei verschiedene Arten an Depots. Zu ihnen gehören das Festpreis- und Freebuy-Depot. Generell ist die Depotführung bei Onvista kostenlos. Ebenso wenig sind Mindesteinlagen erforderlich. Dafür entsteht für Anleger eine Ausgabe, wenn sie Wertpapiere verkaufen.

Im Depot von Onvista gibt es die Möglichkeit, mit folgenden Papieren zu handeln:

  • ETFs
  • CFDs
  • Futures
  • Fonds
  • Zertifikate
  • Optionsscheine
  • Aktien

Ein Trading ist im Internet auf der Webseite des Anbieters sowie mit einer speziellen Software per Smartphone oder Tablet möglich. Zusätzlich besteht die Option, per Telefon Orders auszuführen.

Anschließend ein Überblick über die Kostenstruktur von Onvista:

Leistungen Höhe der Kosten
Gebühren für den Verkauf oder Kauf von Ordern mit Festpreisdepots 5,00 € plus Pauschale von 1,50 € als Handelsplatzgebühr innerhalb von Deutschland (in den USA 10 € plus 2,50 € Handelsplatzgebühr)
Gebühren für den Verkauf von Ordern mit Festpreisdepots 5,99 € plus 0,23 % des Ordervolumens (maximal 39 €)
Telefonischer Service Zwischen 0,89 und 10 €

Vorteile:
Übertrag von Lagern
Einrichten, Streichen oder Ändern von Limits online


Der Onlinebroker 1822direkt

onlinebroker-vergleich1822direkt ist die Tochter der Frankfurter Sparkasse. Sie bietet als Onlinebroker eine kostenlose Kontoführung an. Daher eignet sich das Angebot des Unternehmens für jene Personen, die gerne verschiedene Anlageoptionen ansehen möchten. Für Wertpapierorders entstehen keine fixen Kosten.

Bei 1822direkt finden Anleger oft Werbe- und Rabattaktionen. Sie stehen zum Teil sogar Bestandskunden zur Verfügung. Es gibt außerdem mehr als 2500 sparplanfähige Anlageoptionen. Wer möchte, kann sich das vielfältige Angebot an:

  • ETFs
  • Fonds
  • Zertifikaten
  • Anleihen
  • Aktien
  • Wertpapieren

online bei 1822direkt anschauen. Ferner kooperiert das Unternehmen mit Vaamo und Wikifolio, was weitere Möglichkeiten für Anleger schafft.

Personen, die über 75 Trades innerhalb von sechs Monaten ausführen, erhalten bei 1822direkt spezielle Konditionen. Sie profitieren von einer Vergünstigung von 20 % auf Orders. Allerdings zahlen alle Anleger bei dem Dienstleister eine Ordergebühr von wenigstens 9,90 €. Ebenso entstehen für Auslandsgeschäfte zum Teil hohe Kosten.

1822direkt Depot

Vorteile:
Mehr als 2500 sparplanfähige Anlageoptionen


Fazit zum Online Broker Vergleich

onlinebroker-verkaufAuf dem Markt gibt es eine große Anzahl an Onlinebrokern. Sie haben ein vielfältiges und stark variierendes Angebot. Es eignet sich, je nach Unternehmen, für Klein- und Großanleger gut. Oft haben Einsteiger die Möglichkeit, ein kostenloses Demo-Konto beim Broker zu eröffnen. So können sie bereits einen Einblick in die Geschäfte auf verschiedenen Handelsplätzen erhalten und Sicherheit beim Traden gewinnen. Bei vielen Anbietern, wie Comdirect oder 1822direkt, gibt es kostenlose Depots.

In einigen Fällen erheben Unternehmen Kosten, wenn der Anleger zu lange inaktiv war. Daher lohnt es sich, das Kleingedruckte zu beachten. Ehe Verbraucher Geld bei einem Onlinebroker im Depot anlegen, sollten sie sich über die Konditionen informieren. Für den Handel auf deutschen und ausländischen oder außerbörslichen Marktplätzen gibt es oft große preisliche Abweichungen. Bei Anbietern, wie Verivox, gibt es die Möglichkeit, die verschiedenen Angebote genauer zu betrachten und so schneller und mit weniger Aufwand einen passenden Onlinebroker zu finden.

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