Hinweis*

Seit 1997 haben sich die Kosten für Telefonie nahezu halbiert und die Tendenz der Preise für Telefonanrufe in das Fest- und Mobilfunknetz ist weiterhin fallend. Trotz der geringen Kosten für das Telefonieren haben Verbraucher die Möglichkeit, durch passende Angebote günstiger ins In- und Ausland zu telefonieren.

Wie kann ich billig mit dem Festnetz ins Ausland telefonieren?

Viele Festnetzanbieter ermöglichen günstiges Telefonieren innerhalb der EU. Im Durchschnitt kostet ein Telefonat aus einem deutschen in ein europäisches Netz zwischen 2 und 19 Cent pro Minute. Daher wird es empfohlen, Telefontarife von unterschiedlichen Providern genau zu vergleichen.

Verbraucher sollten grundsätzlich zwischen Telefonaten auf ein Festnetz und auf ein Mobilfunknetz unterscheiden. Es hat sich gezeigt, dass Gespräche auf eine Handyrufnummer höhere Kosten verursachen. Wer billiger telefonieren möchte und einen Anruf nach Spanien, Ungarn, Polen, Österreich, Kroatien, Rumänien, Italien und Frankreich anstrebt, sollte daher lieber auf einem Festnetz anrufen.

Es gibt vereinzelt günstige Telefontarife in Staaten außerhalb der EU. Meist wird die Verwendung von Call by Call oder die Nutzung von Callback und Callthrough empfohlen.

Was ist Call by Call?

Personen, die mit einem Festnetzanschluss der Telekom günstige Gespräche führen möchten, nutzen Call by Call (CbC). Im Rahmen dieses Service kommunizieren Verbraucher unabhängig vom aktuellen Provider. Es wird somit ein dritter Dienstleister genutzt, der seinen Service durch eine Billigvorwahl zur Verfügung stellt. Wie hoch die Preise für CbC ausfallen, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Anrufziel (Land)
  • Uhrzeit des Anrufs
  • Tag des Gesprächs
  • Anruf zu Mobilfunk- oder Festnetz

Um von CbC zu profitieren, geben Verbraucher eine Vorwahl vor der eigentlichen Telefonnummer ein. Beträgt die CbC-Telefonnummer 01028 und die eigentliche Rufnummer 0039 11 22222 wählen Nutzer 01028 0039 11 22222. Kurz darauf erfolgt eine Ansage, die den Anrufenden über die minütlichen Kosten des Tarifs aufklärt.

Die Nutzung von CbC wird innerhalb Deutschlands ausschließlich im Festnetz angeboten. Daher sollten Personen, die mit dem Handy billiger telefonieren wollen, auf Callback oder Callthrough zurückgreifen.

Was ist Callthrough?

Wie bei CbC erhalten Nutzer bei Callthrough eine günstige Telefonnummer. Die rufen sie an und kommen so zum entsprechenden Anbieter. Der Provider begrüßt sie mit einer Ansage und informiert durch diese über die Tarifkonditionen. Anschließend gibt der Anrufende die gewünschte Rufnummer an und der Provider baut die Verbindung zu dieser auf. Ein Vorteil dieser Variante des Verbindungsaufbaus ist, dass sie allen Personen, unabhängig vom Internetprovider, zur Verfügung steht. Daher haben sogar Menschen, die keinen Anschluss bei der Telekom haben, die Option, einen günstigen Telefonanbieter zu nutzen.

Tipp: Wer vom Mobilfunknetz Callthrough betreibt, kann eine passende App herunterladen. Durch die wird der Anrufvorgang beschleunigt und vereinfacht. Das liegt daran, dass das Verbinden mit einem entsprechenden Provider entfällt. Der User gibt somit lediglich die gewünschte Rufnummer im System der Software an und wird durchgestellt.

Was ist Callback?

Callback bedeutet Rückruf. Diese Möglichkeit des Anrufens steht für Festnetz- und Mobilfunknutzer zur Verfügung. Dazu rufen Personen ebenfalls eine bestimmte Telefonnummer an und legen nach dem Durchkommen sofort auf. Kurz darauf erhalten sie einen Rückruf durch einen Telefoncomputer. In der Folge geben sie die Zielrufnummer ins System ein und werden gleich danach mit ihrem Gesprächspartner verbunden.

Im Vergleich zu Callthrough hat Callback den Nachteil, dass Nutzer vor dem Gespräch anzugeben haben, in welches Land das Telefonat geht. Dafür profitieren sie zum Teil von günstigeren Tarifen.

Tipp: CbC-, Callback- und Callthrough-Handy- und Festnetztarife variieren in ihren Kosten. Aus diesem Grund wird ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote empfohlen. Auf bestimmten Webseiten gibt es Rechner, die dem Verbraucher kostenlos zur Verfügung stehen. Diese helfen dabei, den besten Festnetz- oder Handytarif zu finden.

Ist das Telefonieren ins Ausland mit dem Handy billiger?

Wer über den eigenen Handyanbieter billig ins Ausland telefonieren möchte, sollte die Konditionen gut vergleichen. Bei Anrufen außerhalb der EU entstehen schnell hohe Kosten. Daher stellen Minutenpakete meist eine sinnvolle Anschaffung dar. Im Rahmen dieser buchen Nutzer eine bestimmte Telefonzeit beim ausgewählten Provider in ein Land ihrer Wahl.

Zum billigeren Telefonieren in die Türkei bietet Vodafone 120- oder 500-Minuten-Pakete für Anrufe ins Fest- und Mobilfunknetz an. Diese kosten monatlich einen Aufpreis von 14,99 Euro. Ebenso offeriert der Provider Pakete für Gespräche innerhalb der EU und weltweit. Alle Optionen werden online unter MeinVodafone verwaltet. Und wer einen Mobilfunkvertrag mit Festnetzflat hat, kann jeden Monat 250 Minuten kostenlos ins türkische Vodafone-Netz telefonieren und vier Wochen pro Jahr in der Türkei mobile Daten nutzen.

Tipp: Wer kostenlos ins Ausland telefonieren möchte, kann Messenger wie WhatsApp oder Skype fürs Smartphone einsetzen. Meist haben Gratisprogramme den Nachteil einer schlechten Gesprächsqualität – aber nicht immer! Daher lohnt es sich, erst einmal die kostenlose Variante auszuprobieren. Ist die Verbindung zu schlecht, kann immer noch etwas Geld in eine bequemere Option investiert werden.

Wie hoch sind die Telefongebühren für das Telefonieren im Ausland?

Wer im EU-Ausland mobil ins Heimatland telefoniert, bezahlt denselben Minutenpreis wie in Deutschland. Die Höhe der Kosten hängt somit vom vorliegenden Handytarif ab. Personen, die eine längere Zeit im Ausland sind oder dort viele Gespräche führen, sollten besser eine lokale SIM-Karte kaufen oder vor Ort einen Vertrag abschließen. Das liegt daran, dass es in einigen Ländern Europas besonders preiswerte Offerten gibt.

Außerhalb der EU fallen Roaming-Kosten an. Diese betreffen neben den Bereichen Internet und SMS auch die Telefonie. Wer sich dort länger aufhält, sollte ebenfalls eine Prepaidkarte im Zielland erwerben.

Telefontarife für das Mobilfunknetz im Inland

Aktuell finden Nutzer Dienstleistungspakete von unterschiedlichen Providern. Diese enthalten meist eine Flatrate auf das deutsche Festnetz und/oder deutsche Mobilfunknetz. Zum Teil bieten Provider Flats lediglich in das eigene Mobilfunknetz an und verlangen fürs Telefonieren zu anderen Handyanbietern zusätzliche Gebühren. Zurzeit bieten Dienstleister diese Leistungen bereits für weniger als 10 Euro monatlich an. Außer den Offerten fürs Telefonieren enthalten viele Tarife eine Flatrate für LTE und SMS. Diese gibt es ab einem Preis von etwa 20 Euro pro Monat.

Günstige Telefontarife für den Festnetzanschluss

Meist wird der Festnetzanschluss mit einer Internetflatrate angeboten. Vereinzelt gibt es noch Provider, die einen klassischen Telefonanschluss ohne DSL oder Kabel in 2020 offerieren. Zu diesen gehören:

  • Vodafone
  • Telekom
  • O2

Ab einem Preis von 9,99 € erhalten private Nutzer bei Vodafone einen Festnetzanschluss mit einer Telefonflat ins deutsche Festnetz. Anrufe in ein Mobilfunknetz kosten 25 Cent in der Minute.

Im Tarif Free S von O2 haben Verbraucher die Möglichkeit, eine Flatrate für das Handynetz und zusätzlich fürs Festnetz zu erhalten. Ebenso gibt es 3 GB Datenvolumen. Für diese Leistungen entstehen Kosten in Höhe von 19,99 Euro im Monat. Der Tarif wird mit oder ohne Vertragslaufzeit angeboten und kostet in diesem Zusammenhang 5 € mehr. Somit profitieren Käufer der Dienstleistung, wenn gewünscht, von einem hohen Maß an Flexibilität.

Personen, die neben einer Festnetzflat auch unlimitiertes Datenvolumen wünschen, finden bei der Telekom einen passenden Tarif. Aktuell 24,32 € im Monat kostet der Tarif Magenta Zuhause Start. Dieses Angebot umfasst keine Flatrate in das Mobilfunknetz. Das bedeutet, dass Verbraucher pro Minute in Handynetze 19 Cent bezahlen.

Handy- und Festnetztarife vergleichen: So geht es

Ein Telefontarife-Vergleich geht mithilfe der entsprechenden Rechner im Internet schnell und einfach. Verbraucher geben lediglich ihre Anschrift und die benötigten Dienstleistungen ein und finden anschließend eine Übersicht an personalisierten Angeboten. Wer möchte, kann die Tarife von verschiedenen Anbietern manuell analysieren.

Bei der Auswahl eines Dienstleisters sollten Nutzer auf folgende Dinge achten:

  • Kosten pro Monat
  • Gebühren
  • Vertragslaufzeit
  • Zusatzleistungen
  • Verfügbarkeit

Die monatlichen Kosten für den Vertrag kalkulieren

Auf dem Markt gibt es oft Lockangebote für Festnetz und mobile Telefonie. Diese erscheinen auf den ersten Blick billiger als andere Offerten. Anfänglich fallen geringe monatliche Ausgaben an. Nach einer gewissen Laufzeit steigen die Monatskosten rapide. Es kommt vor, dass Verbraucher ab einer Vertragslaufzeit von 12 oder 24 Monaten das Doppelte monatlich zahlen. Daher ist es wichtig, auf das Kleingedruckte jedes Anbieters zu schauen.

Einrichtungskosten beachten

Vor allem bei der Wahl eines Festnetzproviders kommt es für gewöhnlich zu einmaligen Anschlusskosten. Diese liegen zwischen 10 und 40 €. Personen, die den Billigfestnetzanschluss für eine kurze Zeit planen, sollten insbesondere auf die Einrichtungskosten achten. Zusammen mit den fixen Monatsgebühren übersteigen die Ausgaben für eine Einrichtung des Festnetzes oftmals die Gesamtkosten von weniger attraktiv erscheinenden Angeboten.

Mit oder ohne Vertragslaufzeit?

Die meisten Festnetzanschlüsse haben eine Vertragslaufzeit. Es gibt zudem Angebote ohne eine fixe Laufzeit des Vertrags. Diese kosten im Monat einen Aufpreis von etwa 5 €.

Diese Zusatzleistungen kommen am häufigsten vor

Der klassischen Festnetzanschluss ist selten geworden. Meist bieten Dienstleister eine Verbindung für das Telefon in Kombination mit Internet an. Es gibt zudem umfassendere Angebote, die HD-TV beinhalten. Je nach Tarif profitieren Verbraucher von einer Flatrate oder limitierten Transferleistungen.

Tipp: Oftmals bezahlen Nutzer für Festnetzverträge mit Zusatzleistungen weniger Geld als für einen normalen Telefonanschluss.

Beim Abschluss von einem Mobilfunkvertrag gibt es oft Features wie SMS- und Internetflats. In der Regel kosten Handyverträge mit einer Flat zu Fest- und Mobilfunknetzen weniger Geld als Festnetztarife. Deshalb eignen sich diese gut, um Kosten zu sparen.

Die Verfügbarkeit ist entscheidend

Beim Abschluss eines Vertrags zur Installation eines Festnetzanschlusses gibt es nur selten Verfügbarkeitsprobleme. Je nach Wohnlage kann es bei kleineren und lokalen Providern Probleme geben. Größere Dienstleister, wie Vodafone und Telekom, bieten ihre Services flächendeckend an.

Wer eine Prepaidkarte kauft oder einen Vertrag bei einem Telefonanbieter abschließt, sollte hauptsächlich auf die Verfügbarkeit des Netzes achten. Oft gibt es Einschränkungen. Im Internet gibt es spezielle Tools, die eine Überprüfung der Abdeckung eines Providers ermöglichen. Diese sollten Verbraucher nutzen, ehe ein Dienstleister ausgewählt wird.

Fazit zum billigeren Telefonieren

Wer günstig telefonieren möchte, kann dies mit einem passenden Festnetz- oder Mobilfunktarif tun. Ebenso gibt es die Möglichkeit, eine Vorwahl oder Rückruffunktion einzusetzen. Handynutzer wählen oftmals Callthrough-Angebote. Diese sind gerade bei Telefonaten außerhalb der EU sinnvoll, da sie Telefonate üblicherweise zu geringen Minutenpreisen anbieten. Menschen, die außerhalb des europäischen Auslands unterwegs sind, sollten sich besser nach Prepaidkarten vor Ort umsehen. Diese bieten, je nach Land, preiswerte Telekommunikationsmöglichkeiten. Günstige Telefonate innerhalb von Deutschland sind mit Festnetz- und Handytarifen möglich. Meist profitieren Nutzer von praktischen Zusatzleistungen, wie Internet- und SMS-Flats sowie TV. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, die Leistungen abzuwägen, da jeder Verbraucher andere Bedürfnisse hat.

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