EEG-Umlage erhöht Strompreise um mindestens 7 Prozent

Die EEG-Umlage wird im Jahr 2013 von 3,592 Cent auf 5,27 Cent ansteigen. Die Strompreise werden dadurch um mindestens 7 Prozent erhöht.

Verivox, 10.10.2012

Heidelberg - Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa wird die EEG-Umlage für das Jahr 2013 bei 5,27 Cent/kWh liegen. Die Erhöhung der EEG-Umlage von 3,592 Cent/kWh auf 5,27 Cent/kWh wird die Strompreise um mindestens 7 Prozent verteuern. Für Privathaushalte bedeutet dies eine Erhöhung von mindestens 73 Euro pro Jahr.

Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom weist für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh derzeit Kosten von 997 Euro pro Jahr aus. Durch die Anhebung der EEG-Umlage steigt dieser Wert auf 1.070 Euro.

Weitere Kostensteigerungen abzusehen

Neben der EEG-Umlage werden voraussichtlich noch weitere Preisbestandteile angehoben werden. Die Netzentgelte könnten laut einer Prognose der Bundesnetzagentur um rund 5 Prozent ansteigen. Die neue Umlage nach § 19 NEV, mit der die Netzentgeltbefreiungen für stromintensive Betriebe auf die restlichen Verbraucher umgelegt wird, könnte laut Bundesnetzagentur von 0,151 Cent/kWh auf 0,45 Cent/kWh ansteigen.

Treffen diese Prognosen ein, würden die Strompreise um rund 11 Prozent ansteigen, was einer jährlichen Mehrbelastung von 107 Euro entspricht.

Wettbewerb zwischen den Stromanbietern nutzen

„Eine Preissteigerung von 11 Prozent wäre die stärkste Erhöhung in den letzten zehn Jahren“, sagt Dagmar Ginzel, Energieexpertin bei Verivox. „Die Strompreise steigen jedes Jahr, doch normalerweise bewegen sich die Erhöhungen im einstelligen Prozentbereich.“

Viele Stromanbieter werden die Erhöhung der Abgaben an ihre Kunden direkt weitergeben. Diese haben in diesem Fall jedoch in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. „Wer eine solche Preiserhöhungsnachricht erhält, sollte die Gelegenheit nutzen, die Strompreise zu vergleichen und sich nach einem günstigeren Anbieter umschauen. Durch einen Anbieterwechsel lassen sich durchschnittlich 370 Euro sparen. Dadurch lassen sich die Preiserhöhungen umgehen“, so Ginzel.

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