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Stromnetzgebühren steigen leicht an

Heidelberg. Zum Jahreswechsel steigen die Gebühren für die Stromnetze leicht an. Die Erhöhung fällt im bundesweiten Durchschnitt mit einem halben Prozent zwar moderat aus, in Bundesländern wie Hamburg oder Bremen kommt es hingegen zu deutlichen Steigerungen.

Starke Anstiege in Bremen und Hamburg, Entlastungen in den neuen Bundesländern

Ungewöhnlich starke Anstiege der Netzentgelte gibt es in Bremen (+19 Prozent), Hamburg (+13 Prozent) und Schleswig-Holstein (+6 Prozent). Für eine 3- bis 4-köpfige Familie in Bremen oder Hamburg mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von rund 35 Euro (netto) im Jahr.

Sinkende Netzgebühren gibt es in Sachsen-Anhalt (-4 Prozent), Sachsen (-3 Prozent) und Rheinland-Pfalz (-2 Prozent).

Niveau der Stromentzgebühren ist unheitlich

„Die starke Anhebung der Netzgebühren in Bremen im Jahr 2019 folgt auf eine starke Absenkung im Jahr 2018. In diesem Jahr waren die Netzentgelte in keinem anderen Bundesland niedriger. Die Erhöhung in Hamburg wiegt deutlich schwerer, denn hier sind die Stromkosten bereits heute so hoch wie in keinem anderen Bundesland“, erklärt Mathias Köster-Niechziol, Energieexperte bei Verivox.

„Die höchsten Netzentgelte werden jedoch nach wie vor in den neuen Bundesländern fällig. Daran ändert auch die leichte Absenkung in diesen Regionen im kommenden Jahr nichts.“

Durchschnittspreise steigen – Verbraucher sollten ihren Tarif prüfen

Die Stromnetzgebühren machen rund ein Viertel des gesamten Strompreises aus. Ein weiteres Viertel entfällt auf die EEG-Umlage, die im kommenden Jahr um 6 Prozent sinken wird. Da die Beschaffungskosten an der Strombörse deutlich angestiegen sind, haben die Stromversorger jedoch weniger Spielraum.

„Wir gehen von einer Steigerung der durchschnittlichen Strompreise in Deutschland im kommenden Jahr aus“, sagt Mathias Köster-Niechziol. „Daher sollten die Verbraucher jetzt aktiv werden und sich nach einem günstigeren Stromanbieter umschauen.“

Durch den Wettbewerb auf dem Strommarkt können Verbraucher mit einem Wechsel deutlich sparen. Ein Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 kWh bezahlt im Standardtarif des örtlichen Stromversorgers derzeit im Bundesdurchschnitt 1.234 Euro. Im günstigsten Tarif mit empfehlenswerten Bedingungen werden für die gleiche Strommenge nur 827 Euro fällig. Der Haushalt kann so durch den Stromanbieterwechsel 407 Euro pro Jahr einsparen.

Methodik

Verivox hat die vorläufigen Netzentgelte für 2019 ausgewertet, die von den Netzbetreibern Mitte Oktober veröffentlicht wurden. Für die Auswertung wurden Netze erfasst, die zusammen 80 Prozent der deutschen Haushalte abdecken.

Stromnetzgebühren werden für Ausbau und Instandhaltung der Leitungen erhoben. Auch die Kosten für Zählerinstallation, Ablesung und Abrechnung sind darin enthalten. Sie werden gemeinsam von den Verbrauchern im jeweiligen Verteilnetz getragen.

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